„Nacht der Nächte“ im Harz - Walpurgis lockt Besucher
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- Im Harz sind die Hexen los. In der Walpurgisnacht stehen sie im Mittelpunkt von allerlei Festen. Bis zu 100 000 Gäste werden erwartet. (Foto: dpa)
Im Harz sind die Hexen los. In der Walpurgisnacht stehen sie im Mittelpunkt von allerlei Festen. Bis zu 100 000 Gäste werden erwartet.
Der Harzer Tourismusverband rechnet heute (30.04.2013) mit mehreren Zehntausend Besuchern bei den traditionellen Walpurgisfeiern. Bei gutem Wetter könnten sogar mehr als 100 000 Gäste kommen, sagte eine Sprecherin. In etwa 30 Orten gibt es öffentliche Feiern. Im Ostharz sind Thale und Schierke die Hochburgen, im niedersächsischen Westharz werden die meisten Besucher in Bad Grund, Hahnenklee, Braunlage und St. Andreasberg erwartet. Die nach der heiligen Walburga, der Beschützerin vor Zauberpraktiken, benannte Walpurgisnacht ist eine der größten Touristen-Attraktionen des Harzes.
In der Walpurgisnacht wird traditionell der Winter ausgetrieben. Mit Festen wie dem Tanz in den Mai, Umzügen und mystischen Feuern wird der Frühling begrüßt. Der Gang zwischen zwei Walpurgis-Feuern soll reinigen und Krankheiten fernhalten. Im Harz wird die Walpurgisnacht seit Jahrhunderten gefeiert. Nach altem Volksglauben treffen sich dort in der Nacht zum 1. Mai Hexen auf dem Brocken (Blocksberg), um mit dem Teufel zu tanzen und zu feiern. Benannt ist die Walpurgisnacht nach der an einem 1. Mai heiliggesprochenen Heidenheimer Äbtissin Walburga (um 710-779), der Schutzpatronin gegen Pest, Tollwut und böse Geister.