21.04.2013 20:05 Uhr

Hunderte Hobby-Abenteurer läuten Goldwasch-Saison ein

Markus Schade (vorn) vom Goldmuseum leitet am 21.04.2013 am Bergfluß Grümpen bei Theuern (Thüringen) fachmännisch Goldsucher an. Heute beginnt hier die diesjährige Goldwaschsaison, bei der Hobbyabenteurer in die 15 Kilometer lange Grümpen steigen und nach Gold suchen können. In dem goldführenden Fluß werden jährlich etwa fünf Gramm des Edelmetalls gefunden- vom kleinen Stäubchen bis hin zum Nugget. Foto: Michael Reichel/dpa
Markus Schade (vorn) vom Goldmuseum leitet am 21.04.2013 am Bergfluß Grümpen bei Theuern (Thüringen) fachmännisch Goldsucher an. Heute beginnt hier die diesjährige Goldwaschsaison, bei der Hobbyabenteurer in die 15 Kilometer lange Grümpen steigen und nach Gold suchen können. In dem goldführenden Fluß werden jährlich etwa fünf Gramm des Edelmetalls gefunden- vom kleinen Stäubchen bis hin zum Nugget. Foto: Michael Reichel/dpa

 Theuern (dpa/th) - Bei strahlendem Sonnenschein haben Hunderte
Hobby-Abenteurer am Sonntag die Thüringer Goldwasch-Saison gestartet.
Mit Schaufel und Pfanne stiegen sie in die Grümpen, um dem Bach seine
Schätze zu entlocken. Laien waren ebenso dabei wie erfahrene Profis.
Die Betreiber des Goldmuseums im südthüringischen Theuern sprachen
von etwa 500 Besuchern, die sich den Saisonstart nicht entgehen
ließen.

   Hoffnung auf schnellen Reichtum konnte sich aber niemand machen.
Laut Museumsleiter Markus Schade wiegen die gefundenen Partikel im
Schnitt weniger als ein Milligramm. «Die Funde in Geld ausgedrückt
reichen nicht für den Senf auf der Wurst», sagte einer der
Teilnehmer. «Aber es macht unglaublich viel Spaß.»

   Nach Angaben von Schade lassen sich jedes Jahr in Thüringen einige
tausend Menschen vom Goldfieber packen und suchen in den hiesigen
Bächen und Flüssen nach dem Edelmetall. Goldwaschen als Programmpunkt
beim Kindergeburtstag sei dabei ebenso gefragt wie Kurse für Profis,
die ihr Hobby etwa in Australien oder Kanada zum Beruf machen wollen.
Das Goldmuseum in Theuern zählt laut Schade jedes Jahr 10 000 bis
12 000 Besucher.

   Den bisher größten Fund der vergangenen Jahre machte 2004 ein
Anfänger. Er fischte damals ein 9,6 Gramm schweres Goldstück aus der
Katze, einem Zufluss der Schwarza, wie Schade zu berichten weiß. Das
Bergrecht erlaube es in Deutschland den Goldwäschern, die gefundenen
Schätze zu behalten. Eine besondere Genehmigung fürs Goldwaschen
bedürfe es außer in speziellen Schutzgebieten nicht.