28.03.2013 12:21 Uhr

Bauhaus Universität würdigt van de Veldes architektonische Arbeiten

3D Bildinstallationen mit Betrachter
Ein Besucher betrachtet am Mittwoch (27.03.13) in der Bauhaus-Universitaet in Weimar eine Lichtinstallation mit der Darstellung von Bauten des belgischen Architekten Henry van de Velde. Foto: dapd

 

In virtuellen Simulationen lässt die Bauhaus-Universität Weimar mit 3D-Software 24 Bauten des Architekten Henry van de Velde von Donnerstag, 28. März 2013, an neu entstehen. Ein Beamer projiziert im Wechsel jeweils acht Gebäude von der Decke im Oberlichtsaal des Hauptgebäudes auf weiße Podeste: Innen- wie Außenansichten werden in einem Rundgang erlebbar, erklärte Andreas Kästner, Professor für Darstellungsmethodik der Fakultät Architektur, am Mittwoch.
 
Das Spektrum reiche dabei vom zerstörten Tennisclub in Chemnitz bis zum nie realisierten DuMont-Theater in Weimar. Sämtliche Arbeiten wurden in den vergangenen fünf Semestern von Studenten geschaffen. Insgesamt wirkten 61 Studenten aus 13 Ländern an der Ausstellung «Architekt Henry van de Velde» mit. Die 360-Grad-Rundgänge durch Räume und entlang von Bauwerken können zudem mit einer Applikation für Smartphones und bestimmte Betriebssysteme angesehen werden.

 

Treppe Bauhaus
Treppe in der Bauhaus-Universität in Weimar - auch ein Gebäude nach den Plänen van de Veldes. Foto: dapd

 

 

Die Ausstellung zum 150. Geburtstag des flämisch-belgischen Künstlers am 3. April hat ihr Domizil in einem van-de-Velde-Bau. Zwischen 1904 und 1911 nach seinen Entwürfen als Ateliergebäude errichtet, gehört es seit 1996 zum Bauhaus-Weltkulturerbe.

Die Ausstellung ist bis 12. Mai geöffnet und gliedert sich in einen dokumentarischen und einen virtuellen Teil. Dokumente geben einen Überblick über sein architektonisches Schaffen. Ein besonderes Anliegen der Ausstellung sei, das Spätwerk van de Veldes als originäre Eigenleistung der modernen Architektur aufzeigen, sagte Kurator Norbert Korrek. 184 Bauten und Entwürfe werden in 270 Abbildungen und kurzen Texten chronologisch vorgestellt.

 

 

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Eine Büste mit der Darstellung des Architekten Henry van de Velde (1863-1957) von Kurt Grohmann und Siegfried Tschierschky aus dem Jahr 1957. Foto: dpad.