21.03.2013 10:39 Uhr

Das Archiv des Unrechts - Die zentrale Erfassungsstelle in Salzgitter

Salzgitter M
Ministerin Marion Walsmann bei der Podiumsdiskussion; Foto: KAS

Salzgitter-Podiumsdiskussion am 19.3.2013

Von 1952-1989 wurden über 5.000 Menschen, die sich der SED-Diktatur widersetzten inhaftiert. Auf den Vorschlag von Willy Brandt wurde am 24.November 1961 eine zentrale Erfassungsstelle gegründet, um dieses in der DDR begangene Unrecht zu dokumentieren. Ziel dessen sollte es sein, zu einem späteren Zeitpunkt, an dem ein Strafvollzug möglich sein würde, die Verantwortlichen für Schießbefehle an der innerdeutschen Grenze, politische Unrechtsurteile der Justiz, Misshandlungen, Verschleppungen und Verfolgungen namentlich vorliegen zu haben.

In der Gedenkstätte in der Andreasstraße in Erfurt fand am 19.03. die Filmpräsentation und Podiumsdiskussion zur Thematik „Zentrale Erfassungsstelle in Salzgitter“ statt.

An der Podiumsdiskussion, moderiert von Hildigund Neubert, Landesbeauftragte des Freistaates Thüringen für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, nahmen Ministerin Marion Walsmann, der von der DDR politisch verfolgte Baldur Haase und der frühere stellvertretende Leiter der Erfassungsstelle, Dr. Hans-Jürgen Grasemann teil.

Mit der Salzgitter-Thematik stand vor allem im Mittelpunkt, das Bewusstsein in der Jugend für Demokratie und Engagement durch politische Bildung zu stärken.

www.kas.de/wf/doc/kas_8916-1442-1-30.pdf