27.02.2013 09:59 Uhr

Vorbereitungen für Europawoche 2013 – Walsmann: mehr Aufklärung über Europa

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Europaministerin Marion Walsmann mit Valentin Donath, dem deutschen Preisträger des europäischen Übersetzungswettbewerbs "Juvenes Translatores". (Foto: TSK)

 

 

„Derzeit sind Ereignisse wie die Europawoche besonders wichtig. Die Europäische Union kämpft gegen die Staatsschuldenkrise. Der Kampf ist zäh, aber ich meine erfolgreich. Die Vorhersagen zum Untergang des Euros und der EU haben sich nicht erfüllt.“ Dies sagte Thüringens Europaministerin Marion Walsmann im Rahmen des Kick-off-Meetings zur Europawoche am Dienstag, 26. Februar 2013, in der Staatskanzlei. Multiplikatoren aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft diskutierten gemeinsam über die Vorbereitung der jährlich stattfindenden europapolitischen Veranstaltung. Vom 4. bis 12. Mai 2013 wird es landesweit zahlreiche Veranstaltungen geben, in denen über aktuelle Europafragen informiert und Kenntnisse über die Europäische Union vermittelt werden. Thüringen kooperiert dabei eng mit dem Bund, der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament. Den Auftakt der Europawoche bildet der Tag der offenen Tür in der Thüringer Staatskanzlei am 4. Mai 2013.

 

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Ministerin Walsmann sprach sich für eine stärkere Aufklärungsarbeit über Europa aus. Die Europawoche vom 4. bis 12. Mai 2013 sei dafür gut geeignet. (Foto: TSK)

 

 

Am Beginn der Auftaktveranstaltung skizzierte Europaministerin Walsmann zunächst die Schwerpunkte der Thüringer Europapolitik 2013 und sprach sich erneut für eine schnellstmögliche Umsetzung der EU-Rats-Beschlüsse zum Mehrjährigen Finanzrahmen aus. „Für Thüringen fällt die Einigung der Staats- und Regierungschefs unterm Strich positiv aus: Als ehemalige Konvergenzregion erhalten wir den von uns mit Nachdruck geforderten Sonderstatus“, betonte die Ministerin.

Im Anschluss an ihr Statement zeichnete die Ministerin den Schüler Valentin Donath (18) von der Salzmannschule Schnepfenthal für seine Leistungen beim europäischen Übersetzungswettbewerb „Juvenes Translatores 2012“ (lat.: junge Übersetzer) aus. Als einziger deutscher Preisträger wurde Donath für seine Übersetzung eines estnischen Textes ins Deutsche geehrt. An dem Wettbewerb hatten sich 2012 europaweit über 3000 Schülerinnen und Schüler aus 750 Sekundarschulen beteiligt. „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung, mit der ich ehrlich gesagt nicht gerechnet habe. Ganz besonders freue ich mich auch auf die Auszeichnung in Brüssel. Es wird bestimmt spannend, die anderen Preisträger aus ganz Europa kennenzulernen“, sagte Donath am Rande der Preisverleihung. Nach der Auszeichnung zog Bertrand Leveaux, Beauftragter für die thüringisch-französischen Beziehungen, eine Zwischenbilanz zu "50 Jahre Elysée-Vertrag" und stellte eine Jean-Monnet-Ausstellung vor, die beim Europäischen Informationszentrum ausgeliehen werden kann.

Herzstück der Thüringer Europapolitik ist das Europäische Informationszentrum (EIZ).

Der europäische Übersetzungswettbewerb "Juvenes Translatores".

 

 

Donath
Preisträger Valentin Donath (2. v.li.) mit dem Schulleiter des Salzmannschule Schnepfenthal Dirk Schmidt (links). Foto: TSK)