27.02.2013 15:32 Uhr

Zum Abschied von Papst Benedikt XVI.

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Papst Benedikt XVI. bei der Marienvesper in Etzelsbach am 23. September 2011; Foto: dapd
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Papst Benedikt XVI. in Erfurt; Foto: TSK

Erinnerungen an den Besuch des Heiligen Vaters in Thüringen

Mit Freude und mit Dankbarkeit erinnern sich die Thüringerinnen und Thüringer an den Besuch des Heiligen Vaters in Erfurt und Etzelsbach im September 2011. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht sagte: „Der Besuch bedeutete für viele Menschen in Thüringen Ermutigung für Leben und Glauben, er war zugleich ein Weltereignis, bei dem Papst Benedikt Zeichen gesetzt hat. Ein Zeichen der Ökumene mit seinem Besuch im lutherischen Augustinerkloster; aber auch die beeindruckende Marienvesper in Etzelsbach und der Gottesdienst vor der Kulisse des Erfurter Domes werden allen, die daran teilhaben konnten, unvergessen bleiben.

Dieser Besuch war und bleibt zugleich Anerkennung der Menschen im Osten Deutschlands und ein Zeichen des Respekts vor den katholischen Christen und deren Unbeugsamkeit in Zeiten der Teilung. In Zeiten, in denen das Christentum in der DDR ausgegrenzt werden sollte, was gerade im Eichsfeld nie gelungen war.

Für die kommenden Jahre wünsche ich Papst Benedikt XVI. von ganzem Herzen Wohlergehen und Gottes Segen.“

Papst Bendedikt XVI. in Erfurt und Etzelsbach am 23. und 24. September 2011 - Impressionen vom Besuch auf YouTube:

www.youtube.com/user/FreistaatThueringen

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27. Februar 2013: Petersplatz in Rom. Zehntausende Menschen warten auf den letzten öffentlichen Auftritt des scheidenden Papstes. Foto: Clemens Bilan, dapd
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27. Februar 2013: Abschied von Papst Benedikt; Foto: Clemens Bilan, dapd

Seinen letzten großen öffentlichen Auftritt hatte der scheidende Papst am 27. Februar 2013 auf dem Petersplatz in Rom. Bei einer Generalaudienz nahm Papst Benedikt Abschied von den Gläubigen aus aller Welt. Zehntausende Menschen waren zum Petersplatz gekommen, um bei der Audienz einen Tag vor dem Rücktritt Benedikts dabei zu sein. Auch viele Deutsche wollten ihren Papst das letzte Mal live erleben. 

«In mir ist ein großes Vertrauen, weil ich weiß, wir alle wissen, dass das Wort der Wahrheit des Evangeliums die Kraft der Kirche ist», so Benedikt in seiner Ansprache. Im Laufe seines Pontifikats am Steuer der Kirche habe er Momente der Freude, doch auch schwierige Zeiten erlebt. «Aber ich habe immer gewusst, dass Gott mit in jenem Boot sitzt, dass das Boot der Kirche nicht mein, nicht unser, sondern sein ist. Und das er es nicht untergehen lässt», sagte Benedikt. Der scheidende Papst dankte zudem der römischen Kurie für die Unterstützung und die gemeinsame Arbeit in den vergangenen acht Jahren.

 

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27. Februar 2013: Abschied von Papst Benedikt; Foto: Clemens Bilan, dapd

Das Pontifikat Benedikts endet am Donnerstag um 20:00 Uhr. Auch danach will Benedikt der Kirche mit Gebet und Meditation weiter dienen. Er wird sich dann «Emeritierter Papst» oder «Römischer emeritierter Pontifex» nennen. Man werde sich an Joseph Ratzinger aber weiterhin auch mit der Anrede "Eure Heiligkeit" wenden können, so Vatikan-Sprecher Federico Lombardi. Außerdem werde Benedikt nach dem 28. Februar einen "einfachen weißen Talar"  tragen. Sein Siegelring werde gemäß der vatikanischen Tradition zerstört. In etwa zwei Monaten soll Benedikt XVI. in das Klausurkloster Mater Ecclesiae ziehen, das sich innerhalb des Vatikans befindet.

(Quelle: dapd).
 

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Der Siegelring des Papstes wird nach dessen Rückzug gemäß der vatikanischen Tradition zerstört. Foto: dapd
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Abschied von Papst Benedikt; Foto: TSK