Staatskanzlei fördert kulturellen Austausch - Junge Wissenschaftler erhalten Stipendium
Die Thüringer Ministerpräsidentin vergibt für das Jahr 2013 drei „Goethestipendien“. Damit soll jungen Akademikern aus Mittel- und Osteuropa die Chance eröffnet werden, ihre Forschungsvorhaben an einer Wissenschaftseinrichtung in Thüringen zu realisieren.
Mit den Goethestipendien werden bereits seit 1993 Forschungsprojekte von angehenden Wissenschaftlern unterstützt. Das Angebot ist vor allem an Menschen aus Mittel- und Osteuropa gerichtet, die nicht älter als 35 Jahre sind. Die Projekte sollten sich mit Themen aus der deutschen Literatur, der Musik oder den Geisteswissenschaften auseinandersetzen. Diese sollen mit Thüringen und den Beziehungen zu Europa im Zusammenhang stehen.
Letztes Jahr wurden Edina Rauscher aus Pécs, Ungarn, und Tereza Matejcková aus Prag, Tschechien, gefördert. Rauscher forschte über literarische Fiktion unter den Aspekten der Kunst und der Philosophie bei der Goethegesellschaft in Weimar. In Jena beschäftigte sich Matejcková mit den Jenseitsvorstellungen der Philosophen Hegel und Kant. Das Stipendium half beiden Forscherinnen sich auf Ihre Arbeiten zu fokussieren.
Die Forschungsförderung umfasst einen Zeitraum von drei Monaten und beginnt im September oder Oktober 2013. Als Unterstützung bekommen die drei Stipendiaten pro Monat jeweils rund 1000 Euro. Darüber hinaus erhalten sie organisatorische Unterstützung. Ministerpräsidentin Lieberknecht sagte: „Wir bieten mit diesem kleinen aber feinem Stipendium jungen Wissenschaftlern aus unseren östlichen Partnerländern die Chance an Thüringer Hochschuleinrichtungen oder anderen Institutionen zu forschen. Mit dem Goethestipendium können wir mit relativ geringem Einsatz einen großen Effekt erzielen.“ Die Stipendiaten für das Goethestipendium werden Anfang Juni bekanntgegeben.
Ausschreibung Goethestipendium
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