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- Goldener Bär. Foto: Clemens Bilan, dapd
Die Berlinale rollt wieder den Roten Teppich aus: Zum 63. Mal empfangen die Internationalen Filmfestspiele Berlin prominente Filmschaffende und kinobegeisterte Fans. Viele Stars werden sich wieder auf dem Festival tummeln, erwartet werden unter anderen Matt Damon, Jeremy Irons, Julie Delpy, Jude Law, Nicolas Cage, Nina Hoss, Anne Hathaway, Catherine Deneuve, Juliette Binoche und Isabella Rossellini.
Insgesamt bewerben sich im Wettbewerb 19 Filme um den Goldenen und die Silbernen Bären. Neben Jury-Präsident Wong werden in der internationalen Jury die Filmschaffenden Andreas Dresen, Susanne Bier, Tim Robbins, Shirin Neshat, Ellen Kuras und Athina Rachel Tsangari über die Vergabe der Trophäen entscheiden.
Im Wettbewerb laufen unter anderem Thomas Arslans Western "Gold" mit Nina Hoss in der Hauptrolle, der Thriller "Layla Fourie" mit August Diehl, der neue Thriller von Steven Soderbergh, "Side Effects", sowie der dritte Teil von Ulrich Seidls Paradies-Trilogie, "Paradies: Hoffnung". Am 16. Februar werden die Preise verliehen, einen Tag später enden die Festspiele mit einem Publikumstag. Der französische Regisseur Claude Lanzmann erhält den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk.
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Im Laufe der Jahre wurden neben dem Wettbewerb weitere Sektionen gegründet, so das Internationale Forum des jungen Films oder das Panorama, das einen repräsentativen Überblick über die weltweite Filmproduktion geben soll. Die Sektion Perspektive Deutsches Kino soll speziell deutschen Filmen eine zusätzliche Plattform auf der Berlinale bieten; darüber hinaus konkurrieren Kurzfilme um Preise.
Unter dem Namen Generation sind Kinder- und Jugendfilme zu sehen, und hier hat mit "Kopfüber" ein Spielfilm Weltpremiere, der ausschließlich in Thüringen gedreht wurde.
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- Thüringens Medienministerin Marion Walsmann
Für Thüringens Medienministerin Marion Walsmann ist „Kopfüber“ ein besonderer Film: „Er hat im Gegensatz zu vielen anderen Kinderfilmproduktionen keine berühmte literarische Vorlage. Regisseur Bernd Sahling greift einmal mehr tief in die Schublade des Lebens. Und heraus zieht er einen quirligen kleinen Jungen im Alter von 10 Jahren, der versucht, glücklich zu sein. Und das fällt ihm gar nicht so einfach. Denn er ist nicht das, was die Gesellschaft ‚normal’ nennen würde.
Ich bin überzeugt, der Film wird die Herzen der Zuschauer erreichen. Und als Thüringer Medienministerin bin ich natürlich stolz, dass sich die Produktionsfirma für Thüringen als Drehort entschieden hat. Denn Thüringen ist vor allem ausgewiesener Produktionsstandort als das Kinder- und Jugendmedienland. Und das schließt ein, dass der deutsche und europäische Kinder- und Jugendfilm in Thüringen eine Heimat und vor allem viele Fürsprecher hat.
Die Thüringer Landesregierung setzt sich für den europäischen Kinderfilm nach originalen Stoffen ein. Wir wollen, dass diese Produktionen möglichst auch Eingang ins Filmfördergesetz finden. Der Deutsche und der Europäische Kinderfilm müssen nicht nur in Thüringen, sondern eben auch in Deutschland eine größere Rolle spielen. Die europäische Kultur kann mithalten, wenn es um Filmproduktionen aus Hollywood geht. Wir haben da erkennbar etwas beizusteuern. Nicht, weil wir gegen amerikanische Kinderfilme sind. Sondern weil wir dem Europäischen Kinderfilm eine Stimme verleihen wollen.
Thüringen ist ein junger Medienstandort, wo solche Kinderfilme tatsächlich entstehen. Wo Dreharbeiten willkommen sind. Wo Filmproduktionen von der MDM entsprechend gefördert werden. Und mehr: Thüringens Strategie Kindermedienland und die MDM-Orientierung auf Kinderfilm sind zusammen organisch gewachsen. Beispiele dafür sind „Die Blindgänger“ von Bernd Sahling, der auch der Regisseur von „Kopfüber“ ist, „Stella und der Stern des Orients“ (von der Kinderfilm GmbH), „Blöde Mütze“ oder die deutsch-polnische Koproduktion ‚Wintertochter’.“