Lokalfernsehen bald in jedem Thüringer Haushalt – bereits fünf Lokalsender über Internet zu empfangen
In den Räumen der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) wurde am Mittwoch, 23. Januar 2013, offiziell die Initiative „Hybrides Lokal-TV in Thüringen“ gestartet. Der Direktor der TLM, Jochen Fasco, Mike Langer von der Arbeitsgemeinschaft Lokale TV-Sender in Thüringen und Klaus Juli von Media Entertainment Networks (M.E.N.), dem Partner für die technische Umsetzung, informierten in einer gemeinsamen Pressekonferenz über die Hintergründe der Initiative. Im Kern geht es darum, den Empfang Lokaler TV-Sender für möglichst alle Thüringer Haushalte zu ermöglichen. Bisher beschränkte sich der Empfang von Lokal-TV in Thüringen auf Haushalte mit Kabelanschluss. Weite Gebiete, insbesondere im ländlichen Raum, waren somit ausgeschlossen.
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- Internet und Fernsehen wachsen als Medien zusammen. Durch HbbTV werden die Webinhalte auf den Fernsehbildschirm gebracht. (Bild zeigt Menü auf HbbTV-fähigem Fernseher. Foto: TSK)
Durch das sogenannte HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV) können die Thüringer Lokal-TV-Veranstalter ihre Inhalte künftig über das Internet in die Thüringer Wohnzimmer bringen. Durch HbbTV gelangen die lokalen Angebote parallel zur klassischen Verbreitung auf den heimischen Fernseher. Technische Voraussetzungen sind lediglich ein Internetanschluss (mind. 2 MBit/s) und ein sogenannter Hybrid-Receiver oder Hybrid-Fernseher für HbbTV bzw. Smart TV. Diese Geräte verfügen über einen zusätzlichen Netzwerkanschluss. (Eine Übersicht zu den zertifizierten TV-Geräten finden Sie hier:
bit.ly/XXoyHC )
„Lokalfernsehen war bisher Kabelfernsehen. Auf dem Weg in das digitale Zeitalter wollen wir die Reichweite erhöhen und mehr Thüringern den Empfang lokaler TV-Angebote ermöglichen“, sagte Jochen Fasco von der TLM. Mike Langer wies daraufhin, dass bereits 5 Lokal-Sender in Thüringen über die neue Technik zu empfangen sind. „TV.Altenburg, Salve.TV, JenaTV, OstthüringenTV und Südthüringer Regionalfernsehen (SRF) können bei entsprechenden technischen Voraussetzungen am heimischen Fernseher verfolgt werden. Weitere Sender werden sicher noch dazukommen“, so Langer.
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- Klaus Juli M.E.N. Gmbh (li.), Jochen Fasco, Direktor TLM (Mitte) und Mike Langer von der Arbeitsgemeinschaft Lokale TV-Sender in Thüringen drücken symbolisch eine Fernbedienung (Foto: TLM)
Die für Medien zuständige Ministerin Marion Walsmann begrüßte die neuen Möglichkeiten ausdrücklich. „Das Angebot der Lokal-TV-Sender erfüllt eine wichtige Informationsfunktion. Inhalte, die für regionale und überregionale Fernsehsender zu spezifisch, für die Bürger vor Ort jedoch von großem Interesse sind, können jetzt noch mehr Menschen erreichen. Interessante lokale Themen finden somit eine angemessene Verbreitung“, so die Ministerin.
Weitere Informationen finden Sie hier:
www.tlm.de
www.wochenspiegel-abg.de/
Folgen Sie Marion Walsmann auf Twitter: www.twitter.com/MarionWalsmann
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- Bei einer Pressekonferenz in der Thüringer Landesmedienanstalt wurden vor rund zwei Dutzend Zuhörern die technischen Hintergünde und Möglichkeiten für das LokalTV der Zukunft erläutert. (Foto: TSK)