11.01.2013 23:15 Uhr

Internationale Diplomatie im Erfurter Sitzungssaal - Studenten vertreten Pakistan bei den Vereinten Nationen in New York

Studenten auf einer Treppe
Die Studenten der Universität Erfurt vertreten Pakistan bei den Vereinten Nationen
Um die komplizierten Verfahren in der internationalen Diplomatie besser zu verstehen, fahren jedes Jahr fast 5000 Studenten aus aller Welt zu den Vereinten Nationen nach New York. Unter nahezu realen Bedingungen simulieren sie eine Konferenz der VN-Mitgliedsstaaten, die als National Model United Nations (NMUN) bezeichnet wird. Im Rahmen der NMUN agieren Studierende als Repräsentanten eines Landes, dessen außenpolitische Interessen sie in verschiedenen Gremien der Vereinten Nationen vertreten. Dazu sind fundierte Kenntnisse über aktuelle politische Fragestellungen, aber auch in Geschichte und Englisch als Verhandlungssprache unerlässlich.Auch 20 Studenten der Universität Erfurt werden dieses Jahr im März nach New York fahren und dort die Islamische Republik Pakistan bei den Vereinten Nationen vertreten. Zur Vorbereitung auf die internationale Konferenz werden in Deutschland vorbereitende Simulationen und wöchentliche Treffen in Seminargruppen durchgeführt. An diesem Wochenende treffen sich rund 70 Delegierte aus verschiedenen Bundesländern, von denen 20 in Thüringen studieren, im Erfurter Ratssaal und üben unter realen Bedingungen. Dabei machen sie sich mit den Regeln und Abläufen der Vereinten Nationen vertraut, erweitern ihre Kenntnisse in der Verhandlungssprache Englisch und haben die Möglichkeit Pakistan als "ihr Land" besser kennenzulernen. Gleichzeitig können sie erste praktische Erfahrungen für zukünftige Reden und Verhandlungen sammeln. Sören Wortmann, der bereits bei einer Veranstaltung in New York dabei war sagte: „Erfurt präsentiert sich auf der New Yorker Weltbühne. Es ist für uns Studenten eine große Herausforderung und ein spannendes Erlebnis zu gleich. Jeder Teilnehmer wird davon profitieren.“ Thüringens Europaministerin Marion Walsmann hat die Schirmherrschaft für die Erfurter Konferenz übernommen und wird die Veranstaltung am Sonntag, 13. Januar, begleiten. Bereits im Vorfeld der Konferenz dankte die Ministerin den Studenten: „Ihr Engagement ist ein Zeichen von Weltoffenheit, von Interesse an und Verständnis für internationale Politik. Es ist auch ein Signal für mehr Respekt und Toleranz zwischen unterschiedlichen Kulturen. Sie setzen mit Ihrem idealistischen Einsatz klare Zeichen für eine Welt von morgen, die von Menschenwürde, von gegenseitigem Verständnis und von Verständigung getragen wird.“
Weiter Informationen finden Sie hier: http://www.uni-erfurt.de/mun/efmun/