07.01.2013 08:47 Uhr

Festtagsfreude an Thüringer Theatern

Festtagsfreude an Thüringer Theatern

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Beste Unterhaltung bieten die Thüringer Theater zwischen den Weihnachtstagen und Neujahr. Bei Märchen- und Opern- und Ballettaufführungen kommt das Publikum ebenso auf seine Kosten wie bei den Silvester- bzw. Neujahrskonzerten.

Am Theater Erfurt ist noch vor den Weihnachtstagen „Julius Caesar“ zu erleben. Die Oper von Georg Friedrich Händel um die schicksalhafte Begegnung zwischen Julius Caesar und Cleopatra zieht das Publikum von Beginn an in ihren Bann. Zum Bühnengeschehen gehört neben dem hochprofessionellen Spiel des Ensembles auch eine aufwändige Videoinstallation. Regie führte bei der Erarbeitung dieser zeitgenössischen Inszenierung der Brite Stephen Lawless, dessen mit englischem Humor gespicktes Konzept hervorragend mit der Musik des Barock harmoniert.

Die Aufführung ist am Samstag (22. Dezember) und am Freitag (28. Dezember) jeweils im Großen Haus um 19.00 Uhr zu erleben.
 

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Am 2. Feiertag lädt der Philharmonische Chor Erfurt zum festlichen Konzert in den großen Saal des Theaters Erfurt ein – und auch zum Mitsingen stimmungsvoller Weihnachtslieder unter der Leitung von Chordirektor Andreas Ketelhut. Im zweiten Teil des Abends erklingt die lyrische „Messa di Gloria“ für Soli, Chor und Orchester, das bedeutendste Kirchenmusikwerk des großen italienischen Opernmeisters Giacomo Puccini.

Weihnachtskonzert des philharmonischen Chores, Donnerstag, 26.12., 18 Uhr, Großes Haus
 

Philharmonischer Chor

Das Ballett „Dornröschen“ gilt als das gelungenste aller Ballette aus der großen zaristischen Ära und auch Peter Tschaikowsky hielt „Dornröschen“ für sein bestes Ballett. Damit auch die kleinen Gäste im Publikum die Handlung gut verfolgen können, wird die Nachmittagsvorstellung am Samstag von einem Märchenerzähler begleitet.

Das Gastspiel des St. Petersburg Festival Balletts ist am Samstag (29. Dezember) um 15 Uhr und um 19 Uhr im Großen Haus zu erleben.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.theater-erfurt.de, Tel. Kartenservice 0361-2233155 (tägl. 10 bis 18 Uhr)
 

Festtagsprogramm im Landestheater Altenburg

Lustigeweiber 7776

Am Samstag, 22. Dezember, um 18.00 Uhr beherrschen „Die lustigen Weiber von Windsor“ die Bühne im Landestheater. Ansgar Weigner setzte Otto Nicolais komisch-phantastische Oper aktionsreich in Szene. Die Story: Sir John Falstaff (Kammersänger Rolf Wollrad), ein alternder Ritter, schreibt gleichlautende Liebesbriefe an die verheirateten Damen Fluth (Katie Bolding) und Reich (Juliette Schindewolf.). Die Nachbarinnen lesen sich empört die Briefe vor und beschließen in Sektlaune, Falstaff einen Denkzettel zu verpassen und im gleichen Atemzug dem Ehemann der Frau Fluth (Johannes Beck) die übertriebene Eifersucht auszutreiben. Währenddessen nutzt Tochter Anna Reich (Paula Rummel) die nächtliche Maskerade, ihre Verehrer Dr. Cajus (Kai-Uwe Fahnert) und Junker Spärlich (Alexander Voigt) abzuhängen und die Ehe mit dem geliebten Fenton (Erik Slik) zu schließen.

Carmen 0883

Die Oper CARMEN steht am 1. Weihnachtsfeiertag um 19.30 Uhr in der erfolgreichen Inszenierung von Generalintendant Kay Kuntze auf dem Spielplan. Sie ist bekannt und doch immer wieder aufs Neue packend, die Geschichte Carmens und ihrer Liebe zum Soldaten Don José, der sie ermordet, als sie sich dem Torero Escamillo zuwendet. Carmen reizt alle Männer gerade durch ihre Selbstbestimmtheit. Freiheit ist für sie das höchste Gut. Sie verteidigt sie bis zum Äußersten.

Die 1847 erschienene Novelle des französischen Schriftstellers Prosper Mérimée bildet die Grundlage für das 1875 von Henri Meilhac und Ludovic Halévy verfasste Libretto zu Georges Bizets Oper, deren Musik ungemein populär geworden ist von der Habanera „Ja, die Liebe hat bunte Flügel“ über die Seguidilla „Draußen am Wall von Sevilla“ bis zum Torerolied „Auf in den Kampf“. Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter der Leitung von Jens Troester.

Wer Lust auf eine richtig gute Komödie hat, sollte sich am 2. Weihnachtsfeiertag um 19.30 Uhr ins Landestheater begeben und die Bekanntschaft von Marc (Manuel Kressin), Serge (Henning Bäcker) und Yvan (Jochen Paletschek) machen. Die drei sind Freunde und am Ende wird sie auch der Theaterbesucher in sein Herz schließen, so intensiv setzen sich die drei sympathischen jungen Männer mit KUNST auseinander. Das gleichnamige Stück der Französin Yasmina Reza ist eine liebevoll-ironische Analyse gutbürgerlicher Selbstgefälligkeit, moderner Männerfreundschaft und der Debatten über zeitgenössische Kunst.
 

Kunst 1428

Mit einer weiteren Komödie kann man die Weihnachtsfeiertage am 27. Dezember im Heizhaus ausklingen lassen. „Bezahlt wird nicht!“ beschließen die einkaufenden Frauen, unter ihnen Antonia (Vanessa Rose), auf einem Supermarkt in Italien angesichts der in die Höhe schießenden Preise. Aber wie zu Hause am besten mit den erbeuteten Lebensmitteln umgehen? Denn Antonias gesetzestreuer Mann Giovanni (Jochen Paletschek) darf nichts erfahren. Um ihren Diebstahl geheim zu halten, lässt sich Antonia von ihrer Freundin Margherita (Anne Diemer) helfen. Die versteckt kurzerhand einen Teil der Einkäufe unter dem Mantel und gibt vor, schwanger zu sein. Das hat natürlich Folgen … Dario Fo entwickelte die Farce in den 1970er Jahren. Wie wir sehen, hat sie nichts von ihrem Zauber und leider auch nicht an Aktualität verloren!

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Zusatzvorstellung CHESS
Auf Grund der großen Nachfrage nimmt Theater&Philharmonie Thüringen eine zusätzliche Vorstellung des Musicals CHESS am Freitag (28. Dezember) auf den Spielplan des Landestheaters Altenburg. Zu der bereits geplanten Abendvorstellung um 19.30 Uhr kommt eine Nachmittagsvorstellung um 15 Uhr dazu.

Das Musical ist ein Politthriller, in dem Liebe und Eifersucht genauso das Spiel beeinflussen wie der Kalte Krieg. Das Schachspiel wird zur Chiffre für die Weltpolitik wie auch für private Beziehungskonstellationen. 1986 im Londoner Prince Edward Theatre uraufgeführt, sorgen der spannende Plot, vor allem aber die mitreißende Musik von Benny Andersson und Björn Ulvaeus (ABBA) auch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs für Begeisterungsstürme; „One Night in Bangkok” und „I Know Him So Well” sind wohl die bekanntesten Hits des Musicals, das die Klaviatur des Genres zwischen Rockmusik und großer Chorszene brillant auskostet.
In den Hauptrollen drei junge Musicalstars: Alexander Melcher (Frederick Trumper), Christian Alexander Müller (Anatoly Sergievsky) und Anne-Mette Riis (Florence Vassy).
 

Festtagsprogramm an den Bühnen der Stadt Gera

Werther 2418

Es ist schon Tradition: kurz vor Weihnachten lädt Theater&Philharmonie Thüringen zu einer Lesung mit dem Schauspieler Peter Prautsch in die Bühne am Park Gera ein. In diesem Jahr findet die Lesung aber ausnahmsweise nicht am Abend vor Weihnachten, sondern bereits am Samstag (22. Dezember) um 19.30 Uhr statt. Und diesmal sagt Peter Prautsch unter dem Motto „Wir lassen uns den Zauber der Weihnachtszeit nicht verderben!“ allen Weihnachtsmuffeln und -ignoranten, ja sogar dem Teufel den Kampf an! Dazu hat er Geschichten von Charles Lewinsky, David Sedaris, John Updike und Max Boldt ausgewählt.

Am Samstag, 23. Dezember, öffnet sich um 16.00 Uhr im Großen Haus der Bühnen der Stadt der Vorhang für „Werther“. Jules Massenets Oper nach Goethes Briefroman spielt auch an einem Weihnachtsabend. Massenet gilt im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert als einer der bedeutendsten Opernkomponisten und seine kongeniale Musik steigert die Leidenschaftlichkeit und Dramatik der ergreifenden Handlung.
 

Kasimir 0036

Das Schauspielensemble präsentiert sich am 1. Feiertag um 19.30 Uhr im Großen Haus mit „Kasimir und Karoline“. Ödön von Horváth nennt sein Volksstück selbst eine „Ballade voll stiller Trauer, gemildert durch Humor“. In die surreale Stimmung des Münchner Oktoberfestes verpflanzt er die Liebesgeschichte von zwei Menschen, die an sich selbst und ihren Umständen scheitern. Zugleich ist „Kasimir und Karoline“ ein tragisch-komisches Lehrstück über eine Zeit, in der Verzweiflung und Armut den Weg für eine Politik ebneten, die für das Menschliche gänzlich erblindet war. Horváth gilt als sozialkritischer „Klassiker der Moderne“.

Die heitere Muse kommt am 2. Feiertag zu ihrem Recht: „Frau Luna“ erwartet die Operettenfreunde um 19.30 Uhr, im Großen Haus. Paul Linckes schmissige Operette punktet mit eingängigen Melodien und flotten Rhythmen, die im Berliner Gassenhauer wurzeln. Der Mond dient als Spiegel der faszinierenden Großstadt.Begleiten Sie unseren Helden Fritz Steppke (Alexander Voigt) auf seiner Luftfahrt! Leider ist es auf dem Mond anders, als er es sich erträumt hatte, dafür kommt ihm aber alles irgendwie sehr bekannt vor.

Frauluna 0680

Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera musiziert unter der Leitung von Thomas Wicklein. »Das macht die Berliner Luft, Luft, Luft, so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft“ und „Schlösser, die im Monde liegen, bringen Kummer, lieber Schatz“ sind die Ohrwürmer dieser Operette.

Heiteres hat das Puppentheater für Erwachsene am 29. und 30. Dezember mit der Kriminalgroteske „Arsen und Spitzenhäubchen“ auf dem Programm. Am Samstag um 19.30 Uhr und am Sonntag um 18 Uhr nimmt der Schauspieler Manuel Kressin in der Rolle des Mortimer den Kampf mit neun Puppen auf, um einen ungeheuerlichen Kriminalfall aufzudecken bzw. zu verschleiern. Dabei gerät er selbst in höchste Gefahr! Wie da im Haus am Gustav-Hennig-Platz der Wahnsinn tobt, müssen Sie sich einfach selbst ansehen!
 

Die Fotos von Lutz Edelhoff, Stephan Walzl und dem St. Petersburg Festival Ballett wurden thueringen.de freundlicherweise vom Theather Erfurt und der Theater&Philharmonie Thüringen zur Verfügung gestellt.