Weihnachtsmärchen an Thüringer Theatern
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- Mechthild Scrobanita (Ayana) und Ouelgo Tené vorn hinten v.l.n.r.: Mahamoudou Tapsoba, Rachelle Emmanuella Rasmata Ouedraogo, Katharina Weithaler, Peter Prautsch Foto: Stephan Walzl
Märchen ziehen seit Jahrhunderten Kinder und Erwachsene in ihren Bann. Besonders beliebt sind dabei die Märchen der Gebrüder Grimm. So verwundert es nicht, dass „Hänsel und Gretel“ am Deutschen Nationaltheater Weimar bei kleinen und großen Theaterbesuchern auf große Begeisterung stößt. Am Landestheater Altenburg steht das Märchen „Ayana Rabenschwester“ auf dem Programm. In „Ayana Rabenschwester“ werden drei Märchen aus Zentralafrika, Nigeria und Burkina Faso und das Märchen „Die sieben Raben“ der Brüder Grimm zu einer neuen Geschichte verwoben, die Schauspieler von Theater&Philharmonie Thüringen und des C.I.T.O. Theaters aus Ouagadougou, Burkina Faso, gemeinsam für und mit dem Publikum erzählen. So wird in „Ayana Rabenschwester“ auch ein Zusammentreffen verschiedener Theaterkulturen gefeiert.
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- Mechthild Scrobanita (Ayana) und Ouelgo Tené (der kluge Hahn Kashka) Foto: Stephan Walzl
In einem Dorf lebt eine Familie mit drei Söhnen. Als endlich die ersehnte Tochter und Schwester Ayana geboren wird, erscheint der Ölzauberer Usiku und belegt die Familie mit einem Fluch: Die Brüder verwandelt er in Raben und dem Mädchen Ayana nimmt er die Stimme. Als Ayana sich mit dem klugen Hahn Kashka anfreundet, erzählt er ihr von ihren Brüdern. Die beiden beschließen, sich auf die Reise zu machen, um die Rabenbrüder zu erlösen. Dabei begegnen ihnen viele Tiere und Menschen, die ihre Hilfe brauchen …
Am Ende steht die Erkenntnis: Wenn Du in der Not großzügig und freigiebig bleibst, bekommst Du immer etwas Wertvolles zurück
Ganz im Stile des afrikanischen Erzähltheaters werden die Zuschauer Ayana im wahrsten Wortsinn auf ihrer Reise begleiten. In dem traditionellen Frage-Antwort-Spiel, das nicht nur aus Worten, sondern ebenso aus Musik und Rhythmen besteht, lösen Darsteller und Publikum gemeinsam die Herausforderungen dieses Abenteuers. Stillsitzen ist hier nicht angesagt! Auch Bühnenbild und Kostüme sind eine Überraschung. Die Zuschauer werden staunen, wie aus Plastikflaschen Bäume werden oder aus Kronkorken Tiergesichter! Bühnenbildnerin Gesine Pitzer und Kostümbildner Kristoffer Kempff verwenden Dinge, die bei uns tagtäglich im Müll landen, und hauchen ihnen neues Leben ein, so dass eine fantasievolle und wundersame Szenerie entsteht ….
Es spielen: Mechthild Scrobanita, Katharina Weithaler, Rachelle Emmanuella Rasmata Ouedraogo, Ouelgo Téné, Mahamoudou Tapsoba, Henning Bäcker, Peter Prautsch und Philipp Reinheimer.
Vorstellungstermine für Familien: So. 16. Dez. 14.30 Uhr, So. 23. Dez. 16 Uhr und Sa 29. Dez. 18 Uhr.
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- Das Hochzeitsfoto von Peter Munk (Jochen Paletschek) im gelben Anzug und Liesbeth (Nora Undine Jahn) unten neben Peter Munk mit den Hochzeitsgästen Ezechiel (Manuel Kressin) links Schlurker (Bruno Beeke) im roten Anzug Peters Vater (Stefan Bergel) unten mit Blumen sowie Jürgen Bierfreund (rechts) Peter hat zu diesem Zeitpunkt sein Herz beim Holländermichel schon gegen einen Stein getauscht und kann nicht mal mehr lächeln. Foto: Stephan Walzl
Mit dem Märchen „Das kalte Herz“ nach Wilhelm Hauff von Christoph Schwarz entführt die Theater&Philharmonie Thüringen das Publikum im Großen Haus Gera in der Weihnachtszeit in den Schwarzwald, wo bekanntlich der mächtige Holländermichel, aber auch das zarte Glasmännlein hausen. Der arme Köhler Peter Munk möchte Geld haben und tanzen können und versucht deshalb sein Glück bei den Waldgeistern. Das Glasmännlein gewährt ihm tatsächlich zwei Wünsche. Doch anstelle von gesundem Menschenverstand wünscht Peter sich Reichtum und eine Glashütte, obwohl er von diesem Geschäft keine Ahnung hat. Aber wer nicht hören will, geht bankrott. Als er nicht weiter weiß, geht er zum bösen Holländermichel, der ihm unerschöpflichen, lebenslangen Reichtum anbietet – im Tausch gegen sein Herz …
Vorstellung für Familien am 16. Dezember, 18 Uhr.
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- v.l.n.r.: Lys Schubert, Marcella von Jan, Nora Undine Jahn Foto: Stephan Walzl
Das Puppentheater Gera verwandelt sich in der Vorweihnachtszeit in einen Adventskalender. Der erste, damals noch selbstgebastelte Adventskalender, stammt vermutlich aus dem Jahre 1851. Mit ihm sollte den Kindern die Wartezeit bis zum Heiligabend verkürzt und die Vorfreude gesteigert werden. Vor dem Hintergrund dieser Tradition, die heutzutage durch die industrielle Massenproduktion und Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes viel von ihrem ursprünglichen Charakter verloren hat, wird das Puppentheater in Gera auch 2012 wieder zu einem ganz besonderen, individuell und mit viel Hingabe und Liebe gestalteten Adventskalender. Vom 1. bis 23. Dezember öffnet sich täglich um 17.00 Uhr die Tür zum Haus am Gustav-Hennig-Platz, am 24. Dezember bereits um 11.00 Uhr. Überrascht werden große, kleine, alte und junge Zuschauer mit phantastischen, kuriosen, komischen und großartigen Darbietungen und Mitmachaktionen von Sängern, Tänzern, Musikern, Schauspielern, Puppenspielern und weiteren Mitarbeitern von Theater&Philharmonie Thüringen.
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- Nicht als alter Zopf, sondern modern und spritzig, ganz zur Unterhaltung eines jungen Publikums wird das Märchen „Rapunzel“ am Landestheater Eisenach inszeniert.
Am Landestheater Eisenach gibt es für die jüngsten Zuschauer und ihre Familien kurz vor den Weihnachtsfeiertagen am 22. Dezember um 16 Uhr und am 23. Dezember um 15 Uhr noch einmal zwei Vorstellungen des diesjährigen Weihnachtsmärchens „Rapunzel“ in der erfolgreichen Inszenierung des Jungen Schauspiels Eisenach. Für beide Vorstellungen gibt es nur noch Restkarten.
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- Der Kampf mit der Hexe stellt Gretel vor eine Mutprobe, die sie bestehen muss, um ihren Bruder Hänsel zu befreien. Foto: Erhard Driesel
Mit einem Kinderstuben-Märchenspiel erfreut das Deutsche Nationaltheater Weimar kleine und große Zuschauer, denn in der Aufführung von „Hänsel und Gretel“ geht die Post ab! Ursprünglich als kleines Singspiel für den Familienkreis gedacht, schuf Engelbert Humperdinck nach Motiven der Gebrüder Grimm eine abendfüllende Oper für großes Wagnerorchester. Die Märchenoper wurde 1893 am Weimarer Hoftheater uraufgeführt und erhielt rasch den Spitznamen „Kinderstuben-Weihfestspiel“.
Artikel zum Märchen Hänsel und Gretel
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- Es ist schier zum Verzweifeln, aber kein Verehrer ist der verwöhnten Prinzessin recht.