07.01.2013 08:49 Uhr

Weihnachtsmärchen an Thüringer Theatern

Eine junge Frau mit blonden Rastazöpfen tanzt zur Musik die fünf Trommler neben und hinter ihr machen.
Mechthild Scrobanita (Ayana) und Ouelgo Tené vorn hinten v.l.n.r.: Mahamoudou Tapsoba, Rachelle Emmanuella Rasmata Ouedraogo, Katharina Weithaler, Peter Prautsch Foto: Stephan Walzl

Märchen ziehen seit Jahrhunderten Kinder und Erwachsene in ihren Bann. Besonders beliebt sind dabei die Märchen der Gebrüder Grimm. So verwundert es nicht, dass „Hänsel und Gretel“ am Deutschen Nationaltheater Weimar bei kleinen und großen Theaterbesuchern auf große Begeisterung stößt. Am Landestheater Altenburg steht das Märchen „Ayana Rabenschwester“ auf dem Programm. In „Ayana Rabenschwester“ werden drei Märchen aus Zentralafrika, Nigeria und Burkina Faso und das Märchen „Die sieben Raben“ der Brüder Grimm zu einer neuen Geschichte verwoben, die Schauspieler von Theater&Philharmonie Thüringen und des C.I.T.O. Theaters aus Ouagadougou, Burkina Faso, gemeinsam für und mit dem Publikum erzählen. So wird in „Ayana Rabenschwester“ auch ein Zusammentreffen verschiedener Theaterkulturen gefeiert.

Eine junge Frau mit blonden Rastazöpfen spricht mit einem schwarzen Mann der behangen ist mit kleinen Wimpeln und leeren Flaschen.
Mechthild Scrobanita (Ayana) und Ouelgo Tené (der kluge Hahn Kashka) Foto: Stephan Walzl

In einem Dorf lebt eine Familie mit drei Söhnen. Als endlich die ersehnte Tochter und Schwester Ayana geboren wird, erscheint der Ölzauberer Usiku und belegt die Familie mit einem Fluch: Die Brüder verwandelt er in Raben und dem Mädchen Ayana nimmt er die Stimme. Als Ayana sich mit dem klugen Hahn Kashka anfreundet, erzählt er ihr von ihren Brüdern. Die beiden beschließen, sich auf die Reise zu machen, um die Rabenbrüder zu erlösen. Dabei begegnen ihnen viele Tiere und Menschen, die ihre Hilfe brauchen …
Am Ende steht die Erkenntnis: Wenn Du in der Not großzügig und freigiebig bleibst, bekommst Du immer etwas Wertvolles zurück

Ganz im Stile des afrikanischen Erzähltheaters werden die Zuschauer Ayana im wahrsten Wortsinn auf ihrer Reise begleiten. In dem traditionellen Frage-Antwort-Spiel, das nicht nur aus Worten, sondern ebenso aus Musik und Rhythmen besteht, lösen Darsteller und Publikum gemeinsam die Herausforderungen dieses Abenteuers. Stillsitzen ist hier nicht angesagt! Auch Bühnenbild und Kostüme sind eine Überraschung. Die Zuschauer werden staunen, wie aus Plastikflaschen Bäume werden oder aus Kronkorken Tiergesichter! Bühnenbildnerin Gesine Pitzer und Kostümbildner Kristoffer Kempff verwenden Dinge, die bei uns tagtäglich im Müll landen, und hauchen ihnen neues Leben ein, so dass eine fantasievolle und wundersame Szenerie entsteht ….

Es spielen: Mechthild Scrobanita, Katharina Weithaler, Rachelle Emmanuella Rasmata Ouedraogo, Ouelgo Téné, Mahamoudou Tapsoba, Henning Bäcker, Peter Prautsch und Philipp Reinheimer.

Vorstellungstermine für Familien: So. 16. Dez. 14.30 Uhr, So. 23. Dez. 16 Uhr und Sa 29. Dez. 18 Uhr.
 

Sechs Personen in extravagnten Anzügen und Kleidern grinsen fast irrsinnig. Dem Mann im gelben Anzug wird mit zwei Stöcken ein Lächeln ins Gesicht gestützt.
Das Hochzeitsfoto von Peter Munk (Jochen Paletschek) im gelben Anzug und Liesbeth (Nora Undine Jahn) unten neben Peter Munk mit den Hochzeitsgästen Ezechiel (Manuel Kressin) links Schlurker (Bruno Beeke) im roten Anzug Peters Vater (Stefan Bergel) unten mit Blumen sowie Jürgen Bierfreund (rechts) Peter hat zu diesem Zeitpunkt sein Herz beim Holländermichel schon gegen einen Stein getauscht und kann nicht mal mehr lächeln. Foto: Stephan Walzl

Mit dem Märchen „Das kalte Herz“ nach Wilhelm Hauff von Christoph Schwarz entführt die Theater&Philharmonie Thüringen das Publikum im Großen Haus Gera in der Weihnachtszeit in den Schwarzwald, wo bekanntlich der mächtige Holländermichel, aber auch das zarte Glasmännlein hausen. Der arme Köhler Peter Munk möchte Geld haben und tanzen können und versucht deshalb sein Glück bei den Waldgeistern. Das Glasmännlein gewährt ihm tatsächlich zwei Wünsche. Doch anstelle von gesundem Menschenverstand wünscht Peter sich Reichtum und eine Glashütte, obwohl er von diesem Geschäft keine Ahnung hat. Aber wer nicht hören will, geht bankrott. Als er nicht weiter weiß, geht er zum bösen Holländermichel, der ihm unerschöpflichen, lebenslangen Reichtum anbietet – im Tausch gegen sein Herz …

Vorstellung für Familien am 16. Dezember, 18 Uhr.
 

Zwei Frauen in Schwarz bewegen eine kleine Puppe einer Meerjungfrau während sich eine weitere Frau im Vordergrund mit dieser unterhält.
v.l.n.r.: Lys Schubert, Marcella von Jan, Nora Undine Jahn Foto: Stephan Walzl

Das Puppentheater Gera verwandelt sich in der Vorweihnachtszeit in einen Adventskalender. Der erste, damals noch selbstgebastelte Adventskalender, stammt vermutlich aus dem Jahre 1851. Mit ihm sollte den Kindern die Wartezeit bis zum Heiligabend verkürzt und die Vorfreude gesteigert werden. Vor dem Hintergrund dieser Tradition, die heutzutage durch die industrielle Massenproduktion und Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes viel von ihrem ursprünglichen Charakter verloren hat, wird das Puppentheater in Gera auch 2012 wieder zu einem ganz besonderen, individuell und mit viel Hingabe und Liebe gestalteten Adventskalender. Vom 1. bis 23. Dezember öffnet sich täglich um 17.00 Uhr die Tür zum Haus am Gustav-Hennig-Platz, am 24. Dezember bereits um 11.00 Uhr. Überrascht werden große, kleine, alte und junge Zuschauer mit phantastischen, kuriosen, komischen und großartigen Darbietungen und Mitmachaktionen von Sängern, Tänzern, Musikern, Schauspielern, Puppenspielern und weiteren Mitarbeitern von Theater&Philharmonie Thüringen.

Fünf personen heben schwungvoll ihr linkes Bein zum Tanz während sie singen, drei tragen Nachthemden während die beiden anderen königliche Gewänder tragen.
Nicht als alter Zopf, sondern modern und spritzig, ganz zur Unterhaltung eines jungen Publikums wird das Märchen „Rapunzel“ am Landestheater Eisenach inszeniert.

Am Landestheater Eisenach gibt es für die jüngsten Zuschauer und ihre Familien kurz vor den Weihnachtsfeiertagen am 22. Dezember um 16 Uhr und am 23. Dezember um 15 Uhr noch einmal zwei Vorstellungen des diesjährigen Weihnachtsmärchens „Rapunzel“ in der erfolgreichen Inszenierung des Jungen Schauspiels Eisenach. Für beide Vorstellungen gibt es nur noch Restkarten.

Eine furchterregende Szenerie ganz in rotes Licht getaucht, eine hässliche Frau auf einem Besen und ein Mädchen in einem Kleid vor einem schwarzen Hintergrund.
Der Kampf mit der Hexe stellt Gretel vor eine Mutprobe, die sie bestehen muss, um ihren Bruder Hänsel zu befreien. Foto: Erhard Driesel

Mit einem Kinderstuben-Märchenspiel erfreut das Deutsche Nationaltheater Weimar kleine und große Zuschauer, denn in der Aufführung von „Hänsel und Gretel“ geht die Post ab! Ursprünglich als kleines Singspiel für den Familienkreis gedacht, schuf Engelbert Humperdinck nach Motiven der Gebrüder Grimm eine abendfüllende Oper für großes Wagnerorchester. Die Märchenoper wurde 1893 am Weimarer Hoftheater uraufgeführt und erhielt rasch den Spitznamen „Kinderstuben-Weihfestspiel“.

Artikel zum Märchen Hänsel und Gretel

 

Ein Mann in einem goldenen Anzug und mit Krone gestikuliert wild während er von einer verschreckten Frau in einem rosa Kleid beaobachtet wird.
Es ist schier zum Verzweifeln, aber kein Verehrer ist der verwöhnten Prinzessin recht.

Am Theater Erfurt kuriert in dem Märchenspiel „König Drosselbart“ ein fahrender Spielmann die hochnäsige Prinzessin von und zu Hohenstein. Der alte König und verzweifelte Vater hat zuvor seine stolze Tochter dem erstbesten Bettler versprochen. Mit Ausschnitten aus dem Märchen wurde wie jedes Jahr der Erfurter Weihnachtsmarkt eröffnet.

mehr zu diesem Stück finden Sie in unserem Artikel zum Märchen König Drosselbart

Die Fotos von Stephan Walzl, Erhard Driesel, Lutz Edelhoff und Inka Lotz wurden thueringen.de freundlicherweise von Theater&Phliharmonie Thüringen, dem Deutschen Nationaltheater Weimar, dem Theater Erfurt und dem Landestheater Eisenach zur Verfügung gestellt.

Auf Grund der großen Nachfrage sind viele Vorstellungen bereits ausverkauft bzw. stehen nur noch wenige Restkarten zur Verfügung.

Mehr zu den einzelnen Stücken erfahren Sie hier:

http://www.nationaltheater-weimar.de/

http://www.theater-erfurt.de/frontend/index.php

http://www.tpthueringen.de/frontend/index.php

http://www.theater-eisenach.de/index.php?f=00_startseite