07.01.2013 08:53 Uhr

Fahrender Spielmann kuriert hochnäsige Prinzessin

Ein Mann in einem goldenen Anzug und mit Krone gestikuliert wild während er von einer verschreckten Frau in einem rosa Kleid beaobachtet wird.
Es ist schier zum Verzweifeln, aber kein Verehrer ist der verwöhnten Prinzessin recht.

„Ich arme Jungfer zart, ach, hätt ich genommen den König Drosselbart!“ Ja, das hat sie nun davon, die hochnäsige Prinzessin von und zu Hohenstein. Alle edlen Freier hat sie abgewiesen und verhöhnt: Lang und schlank hat keinen Gang … kurz und dick hat kein Geschick… das Weinfass… der bleiche Tod und so weiter und so fort. Als sie den König von Saphirien wegen seines Aussehens als König Drosselbart verspottet, reicht es ihrem Vater, dem alten König. Er schwört, seine Tochter dem ersten besten Bettler, der an seinem Hof Almosen verlangt, zum Manne zu geben.

Der König schreit seine Tochter an während diese die Hand eines langharigen mannes in zerissenen Kleider hält.
Der König hält Wort – nun muss die stolze Prinzessin mit dem Spielmann das Schloss verlassen.

Als ein fahrender Spielmann vor dem Schloss steht und um Gehör bittet, hält er Wort und gibt ihm schweren Herzens seine Tochter zur Frau. In einer armseligen Hütte muss sie nun alle Arbeiten selbst verrichten und zum gemeinsamen Lebensunterhalt beitragen.

Im Bild sieht man den Könög mit seiner hochgerollten Schnauzbart und seiner prunkvollen Kleidung.
Der König ist verzweifelt, aber seine Tochter, die stolze Prinzessin, wollte ja nicht auf ihn hören!

Hochmut und Stolz verfliegen bald, der Spielmann behandelt sie gut, und so lernt sie ihn und ihr neues Leben allmählich zu schätzen. Aber damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Als sich die frühere Prinzessin im Schlosse des Königs Drosselbart, der gerade seine Hochzeit ausrichtet, als Küchenmagd verdingt, erfährt sie, wer sich hinter dem Spielmann wirklich verbirgt.

Zwei Personen mit roten Haaren und übergroßen falschen Ohren, und gelb roten Kleidern gestikulieren wild.
Zwei Wichtelmännchen stehen der Prinzessin bei und helfen ihr dabei, ihren Stolz zu überwinden.

Um zwei Wichtelmännchen hat Georg A. Weth seinen König Drosselbart ergänzt, in einer Fassung, die sich ansonsten eng an das Grimmsche Original hält. In oft komischen Situationen begleiten sie als Rahmenfiguren oder Kommentatoren die Handlung, nehmen Anteil am Schicksal der Prinzessin und stehen ihr quasi unsichtbar zur Seite.

Mit Ausschnitten aus dem Märchen wird wie jedes Jahr auch der Erfurter Weihnachtsmarkt eröffnet.
Für die Vorstellungen an den Wochenenden und zwischen den Jahren gibt es noch Karten.
 

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Ende gut – alles gut! Die stolze Prinzessin ist kuriert, der arme Spielmann entpuppt sich als junger Prinz und macht den alten König damit glücklich.

Regine Heintze (Inszenierung)
Doris Schmidt (Dramaturgie)
Johannes Geißer * (Musik)
Mila van Daag (Ausstattung)

Maria-Elisabeth Wey * (Wappi, ein Wichtelmännchen)
Fernando Blumenthal * (Schlürfel, ein Wichtelmännchen)
Silvia Juliane Reichert * (Prinzessin)
Christoph Drobig * (König Drosselbart)
Wolfgang Kaiser * (Der alte König)

Die Fotos von Lutz Edelhoff wurden thueringen.de freundlicherweise vom Theater Erfurt zur Verfügung gestellt.

Tickets und Informationen unter: + 49 361 22 33 155

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