2. Thüringer Demografiekonferenz - Innovation gesucht und gefunden
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- Nur gut ausgebildete Fachkräfte sichern die Zukunft des Standortes Thüringen.
„Der demografische Wandel ist ein Thema, das den Alltag der Menschen in diesem Land bestimmt. Er ist zwar ein nicht umkehrbarer, aber dennoch gestaltbarer Prozess. Wir alle müssen den demografischen Wandel aktiv und pro aktiv gestalten. Der Zukunftspreis zeigt, was im Alltag der Menschen in den Kommunen bewirkt werden kann und ins Leben gerufen wird. Ohne diese Konzepte und die Menschen hinter diesen Beiträgen hängen wir auch weiter nur an einem bedrohlichen Zahlenwerk“, sagte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht anlässlich der erstmaligen Verleihung des Thüringer Zukunftspreises im Rahmen der 2. Thüringer Demografiekonferenz im Congress Center der Messe Erfurt.
Mit dem Thüringer Zukunftspreis werden in jedem zweiten Kalenderjahr Ideen, Projekte und Konzepte geehrt, die einen nachhaltigen Beitrag zur Gestaltung des demografischen Wandels im Freistaat leisten. Mehr als 50 Bewerbungen gab es dieses Jahr um den ersten Thüringer Zukunftspreis, der insgesamt mit einem Preisgeld in Höhe von 22.500 Euro datiert ist.
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- Die Zukunft Thüringens entscheidet sich vor allem im ländlichen Raum, das Leben muss für die Menschen attraktiv und bezahlbar bleiben.
Aus den besten zwölf Bewerbern wurden die Preisträger von einer Jury ausgewählt.
Der 1. Platz des Thüringer Zukunftspreises, dotiert mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 €, geht an die Gemeinde Schlöben für das Projekt „Eine Gemeinde macht sich fit für die Zukunft – Dorf und Familienzentrum Schlöben und Bioenergiedorf Schlöben“. Die Entwicklung der Gemeinde steht seit 1990 unter einem demografieaffinen und ökologischen Leitbild, auf das alle Maßnahmen und Initiativen konsequent ausgerichtet sind Die Gemeinde ist Beispiel dafür, wie eine aktive Gestaltung des demografischen Wandels vor Ort aussehen kann.
Der 2. Platz des Thüringer Zukunftspreises, dotiert mit einem Preisgeld in Höhe von 7.500 €, geht an das Projekt „Gemeinsam statt einsam. Generationswohnen in Arnstadt-Ost“ des gleichnamigen Vereins. Die Mitglieder des Vereins haben Thüringens erstes bürgerinitiiertes Mehrgenerationenwohnen umgesetzt.
Mit dem Projekt „Unternehmensnachfolge und Gründerclub Gotha“ landete der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft, Kreisverband Gotha, auf dem 3. Platz, der mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 € dotiert ist.
Hintergrund zum Thüringer Zukunftspreis
Aus den über 50 eingegangenen Bewerbungen zum ersten Thüringer Zukunftspreis wählte die „Serviceagentur Demografischer Wandel“ als Geschäftsstelle des Preises zwölf Finalisten aus. Kriterien für die Vorauswahl waren unter anderem
- klar herausgestellter Demografiebezug,
- innovativer (Neu-)Wert des Projektes,
- Übertragbarkeit auf andere Regionen (Modellcharakter),
- hohes Maß an bürgerschaftlichem oder unternehmerischem (also privatem) Engagement.
Eine Jury, der u. a. Landtagspräsidentin Birgit Diezel, Vertreter der verschiedenen Verbände, der Kirchen und Vertreter der Wirtschaft angehörten, entschied über die drei Preisträger.
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- Moderne Verkehrsadern sichern die Mobilität.
„Der demografische Wandel lässt sich nicht von oben herab gestalten, um erfolgreich dieser Herausforderung begegnen zu können, brauchen wir das Miteinander. Mit dem Thüringer Zukunftspreis wollen wir diese Ideen aufspüren, zum Nachdenken anregen und zum Nachmachen auffordern. Die Bandbreite der Bewerbungen zeigt, dass wir schon heute mit Mut und Köpfchen Skizzen für unsere Zukunft entwerfen“, sagte Minister Christian Carius.
Mit der 2. Thüringer Demografiekonferenz sollen die Themen dieses Jahres zusammengefasst und zugleich wichtige Zukunftsfragen erörtert werden. Wichtige Themen des Kongresses sind die Zukunftsperspektiven der Mobilität in Thüringen. Eine älter werdende Bevölkerung und abnehmende Siedlungsdichten erfordern neue Organisationsformen, Angebote und Dienstleistungen zur Gewährleistung der Mobilität und damit einer guten Erreichbarkeit in allen Landesteilen.
Die vom Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr gemeinsam mit der Stiftung Schloss Ettersburg ins Leben gerufene »Serviceagentur Demografischer Wandel« möchte Thüringer Kommunen, kommunalpolitischen Akteuren, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden mit passgenauen Informationen, Hilfestellungen und Anregungen zur Seite stehen.
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