07.01.2013 08:46 Uhr

Heiter bis tödlich – „Akte Ex“ mit Gift-Mord um wertvolle Goethe-Briefe?

Eine schlanke Frau liegt tot auf dem Boden, um sie herum stehen die Ermittler sowie weitere Frauen in Yogakleidung.
Im Yogastudio von Rainer "Ravi" Schaffrath (Simon Licht, r.) ist Miriam Künzel (Katharina Schlothauer, 2.v.r.) mit Blausäure vergiftet worden. Yvette Müller (Sarah Alles, l.), Dr. Leo Sturm (Tobias Schenke, 2.v.l.), Lukas Hundt (Oliver Franck, 3.v.l.) und Kristina Katzer (Isabell Gerschke, 3.v.r.) am Tatort. Foto: ARD/Andreas Wünschirs

Yoga dient zur Entspannung – doch im neuen Fall von „Akte Ex“ ist alles anders – da bedeutet Yoga Stress zumindest für das Kriminalistenteam Katzer und Hundt. So hat die giftige Substanz Blausäure eine Kursteilnehmerin dahingerafft. Diese arbeitete in einem Museum, wo jetzt wertvolle Goethe-Briefe verschwunden sind. Kommissariatsleiter Ottner vermutet eine enge Verbindung zwischen beiden Taten und erwartet rasche Aufklärung. Schließlich verschwinden nicht täglich Goethe-Briefe in der Klassikerstadt Weimar.

Im Büro von Kristina Katzer stehen ihre Kollegen und schauen alle etwas ratlos zu ihr während sie einen Brief öffnet.
Joseph Ottner (Michael Greiling, 2.v.l.) ist unzufrieden: die Ermittlungen von Kristina Katzer (Isabell Gerschke, r.) und Lukas Hundt (Oliver Franck, l.) kommen nur schleppend voran. Yvette Müller (Sarah Alles, 2.v.r.) ist ratlos. Foto: ARD/Andreas Wünschirs

Die Ermittlungen kulminieren, als Kristina Katzer bei einer Vernehmung des Chefs des Yoga-Studios von dessen Komplizen auf brutale Weise entführt wird. Als Retter in der größten Not erweist sich Hundt, dem Katzer schon seit längerer Zeit ein Geständnis machen will, aber nie die richtige Gelegenheit findet. Auch jetzt müssen erst einmal der Yoga-Lehrer und sein Kumpan als Diebe der Goethe-Briefe dingfest gemacht werden.

Die beiden Kommissare stehen links und rechts von dem Yogalehrer Rainer
Ommm: Kristina Katzer (Isabell Gerschke, l.) und Lukas Hundt (Oliver Franck, r.) ermitteln im Yogastudio von Rainer "Ravi" Schaffrath (Simon Licht, M.). Foto: ARD/Andreas Wünschirs

Während Hundt überzeugt ist, dass das Diebesduo auch den Gift-Mord auf dem Kerbholz hat, gelingt es Katzer Dank ihres Scharfsinns, den Mörder zu entlarven. Nun will sie Hundt unter vier Augen das große Geheimnis um Jule beichten. Doch dieser macht mit einer flapsigen Bemerkung alles zunichte.
Mit „Akte Ex“ startete das Erste am 18. September eine neue Kriminalgeschichte und die Klassikerstadt Weimar wird zum Tatort und Schauplatz kriminalistischer Ermittlungen. Dass Kommissarin Kristin Katzer ( Isabell Gerschke) gemeinsam mit ihrem Ex Lukas Hundt (Oliver Franck) an der Ilm ermittelt, kann im Vorabendprogramm der ARD „Heiter bis tödlich“ werden.
 

Kristina Katzer versucht Anja Dahm etwas auf ihrem Handy zu zeigen während sich diese von ihr und ihrem Kollegen abwendet.
Kristina Katzer (Isabell Gerschke, r.) und Lukas Hundt (Oliver Franck, M.) treiben Anja Dahm (Nike Fuhrmann, l.) in die Enge. Foto: ARD/Andreas Wünschirs

Mit acht Folgen ist „Akte Ex“ immer dienstags um 18.50 Uhr im Ersten zu erleben. Unterhaltsame und spannende Begebenheiten sind in den Folgen vorprogrammiert, denn Hundt – Katzers alte Jugendliebe und Vater ihrer Tochter - was keiner wissen darf - vor allem Hundt nicht – wurde von Berlin nach Weimar quasi in die Provinz strafversetzt. Das ungleiche Pärchen empfindet mehr Ab- als Zuneigung füreinander und die Chemie zwischen beiden scheint nicht zu stimmen. Das verspüren auch Revierleiter Ottner (Michael Greiling), Sekretärin Yvette (Sarah Alles) und sogar Kristinas Mutter Elli (Rita Feldmeier). Ob sich Katzer und Hundt bei ihren Ermittlungen näher kommen oder ob alles so wie zwischen Hund und Katze bleibt, bleibt wohl die spannendste Frage bei „Akte Ex“.

Die beiden kommissare stehen rechts und links neben Sabine Wohlrabe in einem Raum voller Glasvitrinen.
Wertvolle Goethe-Briefe wurden aus dem Museum gestohlen: Lukas Hundt (Oliver Franck, l.) und Kristina Katzer (Isabell Gerschke, r.) lassen sich von Sabine Wohlrabe (Tatjana Blacher, M.) informieren. Foto: ARD/Andreas Wünschirs

Weimar war schon immer ein gutes Pflaster für Kriminalgeschichten und Räuberpistolen. Selbst die Klassiker hatten ihre Freude daran. So stammt aus Schillers Feder der Kriminalbericht „Der Verbrecher aus verlorener Ehre“ und selbst Goethe verewigte den an Straßen und Wegen lauernden Raubritter „Götz von Berlichingen“ und ganz zu schweigen von seinem Schwager Christian August Vulpius, der setzte dem legendären Räuberhauptmann „Rinaldo Rinaldini“ ein literarisches Denkmal.