07.01.2013 08:56 Uhr

359. Weimarer Zwiebelmarkt - ein Volksfest der Superlative

Zwiebelzoepfe _foto Weimar Gmbh Maik Schuck
Der Zwiebelmarkt in Weimar zieht tausende Gäste in die Klassikerstadt. Foto: Maik Schuck © weimar GmbH

Ein Volksfest mit besonderem Flair und der Superlative war der 359. Weimarer Zwiebelmarkt. Mehr als 320.000 Gäste besuchten an drei Tagen das größte Thüringer Volksfest. An über 570 Ständen wurden Zwiebelzöpfe, Obst, Gemüse, Gewürze, Keramik und selbst Pfefferkuchen angeboten. Heldrunger Zwiebelbauern verkauften an mehr als 100 Ständen ihre rot-weißen Rispen.
Traditionell stand in der Klassikerstadt auf zahlreichen Bühnen die Kultur im Mittelpunkt. Mehr als 800 Musiker boten an den drei Markttagen mehr als 300 Stunden Musik. Auf sieben Bühnen im gesamten Stadtgebiet gab es musikalische Unterhaltung von der Rockband „Die Zöllner“ – die kurzfristig für Veronika Fischer einsprangen – bis hin zur volkstümlichen Musik.

Ein Mittelalter- und Rittermarkt lockte die Gäste ebenso an wie die Imbissstände. Egal ob bei Speck- oder Zwiebelkuchen, Bier oder Wein, Rostbratwurst oder anderen kulinarischen Genüssen, auf Thüringens größtem Volksfest herrschte drei Tage lang ein buntes Treiben.

Mehrere Zwiebelstände mit Besuchern im Hintergrund das Rathaus von Weimar.
Reges Treiben herrscht zum Zwiebelmarkt rings um das Rathaus der Klassikerstadt. Foto: Guido Werner © weimar GmbH

Auch der Weimarer Stadtlauf verzeichnete am Samstag mit 2323 Läufern einen Teilnehmerrekord über die Marathon- und Halbmarathonstrecke.
Traditionell eröffneten am Samstagmorgen um 6.00 Uhr die Heldrunger Zwiebelbauern den Weimarer Zwiebelmarkt. Auch bei seiner 359. Auflage stifteten sie als Gastgeschenk einen riesigen Zwiebelzopf, den sie für wohltätige Zwecke an die Stadt Weimar übergaben.

Selbst der alte Geheimrat Goethe konnte sich zu seiner Zeit dem bunten Marktreiben nicht verschließen und ließ Zwiebeln und Wurzelwerk für seine Küche auf dem Zwiebelmarkt einkaufen. Zur Zwiebelmarktzeit schmückten Zwiebelrispen seinen Schreibtisch und sein Haus am Frauenplan. Darüber hinaus lobte der Dichterfürst die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel.

Zwei junge Frauen begutachten lächelnd einen Zwiebelzopf.
Zwiebelzöpfe aus Heldrungen sind der „Renner“ beim Weimarer Zwiebelmarkt. Foto Maik Schuck © weimar GmbH

Kein Wunder also, wenn schon heute dem 360. Zwiebelmarkt im kommenden Jahr in Weimar entgegen gefiebert wird. Dieses kleine Jubiläum soll dann ganz besonders gefeiert werden..

Hier finden Sie noch mehr Informationen zum Zwiebelmarkt