07.01.2013 08:57 Uhr

Papstbesuch war Weltereignis

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Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht zeigt Papst Benedikt XVI. im Erfurter Augustinerkloster die Wirkungststätte von Martin Luther. Foto: Christian Fischer

Vor einem Jahr besuchte Papst Benedikt XVI. Thüringen. Der Papst Landete am Vormittag des 23. September 2011 auf dem Flughafen Erfurt-Weimar. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht begrüßte den Heiligen Vater auf dem Rollfeld und traf mit ihm zu einem Vieraugengespräch zusammen. Dabei kam es zu einem regen Gedanken- und Ideenaustausch.

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Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht überreicht Papst Benedikt XVI. ihre Diplomarbeit. Foto: Christian Fischer

 Die Regierungschefin überreichte dem Papst ein Bild des Erfurter Malers Jost Heyder. Das Motiv stellt den Erfurter Dom und die Severikirche dar. Im Anschluss an das Vieraugengespräch übergab die Ministerpräsidentin Benedikt XVI. ihre Diplomarbeit.

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Papst Benedikt XVI. trägt sich in das Goldene Buch des Freistaats Thüringen ein. Foto: Christian Fischer

Nach dem Vieraugengespräch mit Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht begab sich der Heilige Vater in den Erfurter Dom. Nach dem Eintreffen Benedikt XVI. im Erfurter Dom begrüßte Bischof Dr. Wanke den Heiligen Vater. Nach einem stillen Gebet führte Bischof Dr. Wanke den Papst durch den Dom und machte ihn mit dessen Sehenswürdigkeiten vertraut. Im Anschluss an die Domführung trug sich der Heilige Vater in das Goldene Buch des Freistaats Thüringen und der Landeshauptstadt Erfurt ein. Anschließend besichtigte Benedikt XVI. das Grab von Bischof Aufderbeck im Innenhof des Kreuzganges.

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Papst Benedikt XVI. und Nikolaus Schneider, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, während des ökumenischen Gottesdienstes im Erfurter Augustinerkloster. Foto: Christian Fischer

Im Erfurter Augustinerkloster traf der Heilige Vater am frühen Nachmittag ein. Wo einst Martin Luther als Mönch wirkte, kam es zu einer mit Spannung erwarteten Begegnung Benedikt XVI. mit Spitzenvertretern der evangelischen Kirche in Deutschland. „Die Begegnung hat eine hohe Symbolkraft und ist ein Zeichen für die Dialogbereitschaft zwischen den Konfessionen“, sagte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht mit Blick auf diese Begegnung. Nach diesem Gespräch fand im Beisein des Papstes, des Bundespräsidenten, der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidentin ein ökumenischer Wortgottesdienst in der Klosterkirche statt. Ministerpräsidentin Lieberknecht bezeichnete den ökumenischen Wortgottesdienst im Erfurter Augustinerkloster als ein Fest des Glaubens und der gemeinsamen Freude. Er sei ein wichtiges Signal, dass Christen aus dem Glauben heraus in der Welt ein Zeichen setzen, in der Freude, für andere tätig zu sein.

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Der Heilige Vater zelebriert die Eucharistiefeier auf dem Erfurter Domplatz. Foto: Christian Fischer

Nach den Besuchsstationen im Erfurter Dom und im Augustinerkloster zelebrierte Papst Benedikt XVI. im eichsfeldischen Etzelsbach eine Marianische Vesper. Mit dieser Station seiner Reise würdigte der Heilige Vater das Bekenntnis der Eichsfelder zur katholischen Kirche in der Zeit der Teilung des deutschen Vaterlandes.

Am Vormittag des 24. September zelebrierte der Heilige Vater vor der Traumkulisse von Dom und Severikirche auf dem Domplatz vor Tausenden Gläubigen aus Thüringen uns aus dem gesamten Bundesgebiet eine Eucharistiefeier. Am frühen Nachmittag trat der Papst die Rückreise nach Rom an.
Der Papstbesuch in Thüringen stieß auf ein überwältigendes Medieninteresse. Zur Berichterstattung über den Besuch des Heiligen Vaters in Thüringen hatten sich 1.200 Journalisten akkreditiert. Das Medienzentrum befand sich im Theater Erfurt, wo die Medienvertreter beste Arbeitsbedingungen vorfanden.