07.01.2013 08:58 Uhr

Start der Thüringen-Tour International, 23.7.2012

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht begann ihre Thüringen-Tour, die in diesem Jahr den Schwerpunkt Internationalisierung hat, in Nordhausen. An zwölf Tagen wird die Ministerpräsidentin 50 Unternehmen, Forschungseinrichtungen bzw. Initiativen besuchen, die global tätig und zum Teil mit ihren Produkten Weltmarktführer sind oder die mit zahlreichen Projekten ihren Beitrag zu einem weltoffenen Thüringen leisten.

Ministerpräsidentin Lieberknecht unterhält sich mit einem Arbeiter.

Die erste Station der Thüringen-Tour International war am Montag, dem 23. Juli, die HABAU Hoch- und Tiefbau GmbH in Heringen/Helme. Das Unternehmen gehört zur HABAU Unternehmensgruppe mit Sitz in Perg - Österreich. HABAU ist der fünftgrößte Baukonzern Österreichs. In Heringen werden hauptsächlich Betonfertigteile für Hallen, Brücken oder zur Hangsicherung für den nationalen und internationalen Markt produziert. Größter Auftrag derzeit ist die Produktion von 35.400 Gleistrageplatten für die ICE-Trasse München-Berlin.

Der Besuch der Ministerpräsidentin an der Fachhochschule Nordhausen begann im bilingualen Kindergarten „Campuszwerge“. Anisheva Warwara, ehemalige Studentin für Sozialmanagement an der FH Nordhausen, ist heute eine von vier Erzieherinnen. Sie berichtete darüber, dass hier die Kinder, deren Eltern am Campus studieren, ihren Alltag zweisprachig erleben.

Fünf Kleinkinder stehen um Frau Ministerpräsidentin Lieberknecht herum, welche gerade einen Sack mit Bällen öffnet.

Anschließend fand unter anderem mit chinesischen Professoren ein Gespräch zur internationalen Ausbildung in Umwelt- und Recyclingtechnik statt, bei der die Fachhochschule auf eine enge Zusammenarbeit mit China setzt. Die Professoren aus Shanghai würdigten die gute Zusammenarbeit mit der Fachschule Nordhausen. „Deutschland genießt mit Blick auf die Ingenieur-Ausbildung einen sehr guten Ruf.  Wir haben große Erwartungen an unseren zweiwöchigen Erfahrungsaustausch“, sagte Cheng Quuiong, Deputy Director of the Academy of the University of Science and Engineering, Shanghai.

Sechs chinesische Professoren lauschen einer Präsentation.

Danach ging es in den WeltladenCafé Fairtrade e.V. Das WeltladenCafé wird vom Verein Schrankenlos e. V. in der Nordhäuser Altstadt betrieben. Hier gibt es rund 1.000 gelistete Produkte aus fairem Handel. Zudem engagiert sich der Verein bei der Integrationsarbeit in der Region. Er betreut im Auftrag des Landkreises sozialarbeiterisch Asylbewerber in der Gemeinschaftsunterkunft und ist aktiv beteiligt am Integrationsplan, der derzeit für den Landkreis Nordhausen entwickelt wird.

Ein weiß bekleideter Mann mit einem grauen Rauschebart.

In Kirchgandern stand der Besuch bei der MCI - Miritz Citrus GmbH & Co. KG auf dem Programm. MCI Miritz ist ein führender Spezialist in der Produktion von Citrusaromen. Die Gesellschaft wurde als mittelständisches Unternehmen vor mehr als 40 Jahren gegründet und ist seither in Familienbesitz. 

Frau Ministerpräsidentin Lieberknecht steht mit zwei gut gekleideteten Herren in einer Fabrikhalle voller Fässer.
Ministerpräsidentin Lieberknecht, Dr. Tillman Miritz Geschäftsführer, Ralf Nolte Werkleiter

Dr. Tillmann Miritz, Geschäftführer MCI Miritz Citrus GmbH & Co. KG erklärte vorab: „Thüringen hat grundsätzlich alle Voraussetzungen, um weltweit erfolgreich tätig sein zu können. Neben der zentralen Lage im Herzen Europas sind dies insbesondere die gut qualifizierten und motivierten Arbeitnehmer, das anerkannt gute Schul- und Ausbildungssystem sowie die hervorragende Infrastruktur“.

Zum Abschluss des ersten Tages der Thüringen-Tour International besuchte Ministerpräsidentin Lieberknecht die Constantia Labels GmbH in Heilbad Heiligenstadt.

Die Constantia Labels GmbH ist ein Tochterunternehmen der international agierenden Constantia Flexibles mit insgesamt ca. 5000 Mitarbeitern weltweit. Der in 2009 errichtete Standort in Heilbad Heiligenstadt – logistisch günstig direkt an der A38 gelegen – ist spezialisiert auf die Herstellung von hochwertigen Kunststoff – und Selbstklebeetiketten für Flaschenausstattungen der Getränkeindustrie.

Auf einem ca. 55.000 m² großen Grundstück wurde 2009 in nur wenigen Monaten eine 11.000 m² große Produktionshalle errichtet, in der heute nach modernster Technologie Etiketten für die führenden Getränkehersteller produziert werden. In den letzten 3 Jahren wurden ca. 29 Mio. € in Gebäude, Infrastruktur und Maschinen investiert. Die Produktion begann im Sommer 2009 mit zunächst 30 Mitarbeitern, heute sind bereits 74 Mitarbeiter beschäftigt.

Ottmar Raum, Sprecher der Geschäftsführung, erklärte zum Standort Heiligenstadt: „In der Mitte Deutschlands gelegen, bietet der Standort, ausgestattet mit modernster Technologie und motivierten Mitarbeitern, beste Zukunftsperspektiven für ein Unternehmen, welches sich im internationalen Wettbewerb befindet. Wir sind froh diese Investitionsentscheidung getroffen zu haben und sehen optimistisch in die Zukunft.“
 

Frau Ministerpräsidentin Lieberknecht hält einen Auszug eines Ettikettenbogens.
Geschäftsführer Ottmar Raum, Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und Mark Kiessling, Leiter der Druckerei.

O-Ton von Dr. Tillmann Miritz, Managing Director der Firma MCI Miritz Citrus GmbH und Co.KG in Kirchgandern

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O-Ton von Dr. Tillmann Miritz, Managing Director der Firma MCI Miritz Citrus GmbH und Co.KG in Kirchgandern

© Anke Schmidt Kraska

O-Ton von Herrn Uwe Bangert CEO der Constantia Labels GmbH

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O-Ton von Herrn Uwe Bangert CEO der Constantia Labels GmbH. Er antwortet auf die Frage, wie viel Internationalität in der Thüringer Niederlassung der Firma Constantia Labels GmbH zu finden ist.

Zudem sagte er: „Die Firma Constantia Labels GmbH ist der weltweit größte Hersteller von Etiketten für die Getränkeindustrie. Pro Jahr werden allein in unserem Werk in Heiligenstadt vier Milliarden Etiketten hergestellt. Unser Geschäft ist international und vor allem die Märkte in Afrika, Asien und Südamerika sind für uns wachsend“.

© Anke Schmidt Kraska