Vom Unglück verfolgt - Freitag, der Dreizehnte
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- Am Freitag, dem Dreizehnten, sollten abergläubische Autofahrer vor allem im Winter besonders vorsichtig sein – für sie gilt wie für alle bei vereisten Fahrbahnen – Fuß vom Gaspedal. Foto: Thüringer Polizei
Heute ist Freitag, der Dreizehnte – nach einem alten Aberglauben sollen, wenn der Freitag auf einen Dreizehnten fällt, besonders viele Unglücke geschehen und besonders viele Menschen vom Pech verfolgt sein.
So mancher bliebe an diesem „Unglückstag“ am liebsten im friedlichen Heim Zuhause. Im Volksaberglauben sind der Freitag und die Dreizehn wahre Unglücksboten. Und die Doppelung „Unglückstag“ und „Unglücksdatum“ scheint das Sprichwort: „Ein Unglück kommt selten allein“ zu belegen. Abergläubische Menschen befürchten an diesen Tagen besonders viel Unheil. In manchen Hotels gibt es kein Zimmer mit der Nummer 13 oder kein dreizehntes Stockwerk und so mancher ist froh, dass er in einem Haus mit der Nummer 12 oder 14 wohnt.
Dabei belegen Statistiken, dass, wenn der Freitag auf einen Dreizehnten fällt, weder mehr Unglücke oder mehr Unfälle geschehen als an anderen Tagen. Trotzdem erscheint dieser Tag und dieses Datum vielen nicht ganz geheuer und sie handeln nach dem Motto: „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“.
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- Hexen, Geister und Dämonen gehören ebenso zum Aberglauben wie die Mär vom Unglückstag: Freitag, der Dreizehnte. Foto: Stadtverwaltung Erfurt
Es wird viel spekuliert, woher der Aberglauben kommt und welche Ursprünge er hat. An einem Freitag wurde Jesus Christus gekreuzigt. Am Freitag, den 13. Oktober 1307 befahl der französische König Philipp IV. die Verhaftung der Mitglieder des mächtigen Templerordens und leitete damit eine Verfolgungswelle ein, die ökonomisch begründet war.
Der „schwarze Freitag“ an der New Yorker Börse 622 Jahre später hatte allerdings weder mit dem „Unglückstag“ Freitag noch mit der „Unglückszahl“ Dreizehn zu tun. Der Börsenkrach in der neuen Welt begann an einem Donnerstag, während es im alten Europa bereits Freitag war.
Alle Abergläubigen können sich beruhigen – nach dem heutigen Freitag, den Dreizehnten, steht uns der nächste Freitag, der Dreizehnte, erst am 13. September 2013 bevor. Ob diese doppelte Dreizehn auch doppeltes Pech oder Unglück bedeutet, wissen allein die Geister und Dämonen.