07.01.2013 08:47 Uhr

Gemeinsam gegen Neonazis

Ein Protestzug wird angeführt durch ein Transparent der evangelischen Kirchen gegen Rechtsextremismus.
Engagierte Bürger zeigen in Gera Gesicht gegen Neonazis. Foto: Stadtverwaltung Gera

Ein breites Bürgerbündnis wehrt sich gegen rechtes Rockkonzert und setzt bunte Vielfalt gegen braune Einfalt.

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht unterstützt die Proteste gegen das NPD-Festival „Rock für Deutschland“ und ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf in Gera Gesicht zu zeigen. Der Ministerpräsidentin ist es ein persönliches Anliegen, den friedlichen Protest der Demokraten gegen das NPD-Konzert zu unterstützen. Auch Sozialministerin Heike Taubert, Innenminister Jörg Geibert, Landtagspräsidentin Birgit Diezel und Geras Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn wollen ein Signal gegen rechtes Gedankengut setzen.
 

Hunderte von Bürgern demonstrieren auf einer Straße.
Gera Bürgerinnen und Bürger setzen bunte Vielfalt gegen braune Einfalt. Foto: Stadtverwaltung Gera

Die Bürgerinnen und Bürger von Gera wehren sich mit zwei Kundgebungen am Hofwiesenpark und Puschkinplatz, die jeweils um 8.00 Uhr beginnen..Eine Demo beginnt 10 Uhr am Hofwiesenparkplatz, die zwischen 10:30 und 11:00 Uhr am Puschkinplatz ankommt. Dort wird es eine kurze Zwischenkundgebung geben, bevor die Demo weiter durch die Innenstadt führt.

In der Kirche St. Johannis ist um 9:30 Uhr ein Friedensgebet vorgesehen, die Teilnehmer treffen sich im Anschluss zur Demo auf de  Puschkinplatz. Der Runde Tisch unterstützt die Aktivitäten und wird auf dem Puschkinplatz Stände, Bühne etc. stellen.

Bereits am Donnerstag hatte Thüringens Justizminister Dr. Holger Poppenhäger an einer Informationstour der „Mobilen Beratung in Thüringen für Demokratie – gegen Rechts­extremismus“ (Mobit) teilgenommen und informierte sich in Kirchheim im Ilmkreis über die Arbeit des örtlichen Bürgerbündnisses gegen  Rechtsextremismus. Die Tour sollte auf die zunehmende Nutzung von Immobilien durch Rechtsextreme in Thüringen aufmerksam machen. Kirchheim ist dabei seit Jahren ein Schwerpunkt, dort trafen sich in einem Objekt mitten im Dorf in der Vergangenheit regelmäßig Rechtsextreme, teilweise aus ganz Deutschland.

Der Justizminister im Gespräch mit einer Bürgerin.
Justizminister Dr. Holger Poppenhäger will Thüringer Orte im Kampf gegen Rechtsextremismus unterstützen. Foto: TJM

„Diese Bustour hat vor allem symbolischen Charakter. Sie soll alle unterstützen, die vor Ort gegen Rechtsextremismus aktiv sind. Deshalb habe ich gern daran teilgenommen“, sagte  Poppenhäger in Kirchheim. Politik bestehe nicht nur darin, Gesetze und Verordnungen zu machen. „Politikmachen heißt auch, Gesicht zu zeigen und sich für eine Idee zu engagieren. Weil ich die Ideen von Mobit schon lange unterstütze, habe ich die Tour ein Stück begleitet“, sagte der Minister.