07.01.2013 08:51 Uhr

Eine „kleine musikalische Sensation“ bei den Lux-Festspielen – „Großes Trio cis-Moll“ von Friedrich Lux erstmals wieder aufgeführt

Das Rathaus der Stadt Erfurt im Sommer, auf dem Wenigermarkt stehen ein Dutzend Touristen.

Die Thüringer Lux-Festspiele stehen an diesem Wochenende vor einem besonderen musikalischen Ereignis: Zum ersten Mal seit 100 Jahren wird neben Werken von Franz Liszt und Felix Mendelssohn – Bartholdy auch das wieder entdeckte „Große Trio cis-Moll“ von Friedrich Lux (1820 - 1895) gespielt. Die Konzerte finden auf der Wartburg in Eisenach und im Rathaussaal in Erfurt statt.

„Die Aufführung des Stücks ist ein weiterer Schritt auf dem Weg die Lux-Festspiele als Thüringer Kulturmarke von überregionaler Bedeutung zu etablieren“, sagte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, Schirmherrin der geplanten Wiederaufführung der Lux-Oper „Der Schmied von Ruhla“ im Juli 2013 (Hintergrund).
Das an diesem Wochenende wieder aufgeführte „Große Trio cis-Moll“ galt zunächst als verschollen und wurde vor kurzem von Stephan Lux, dessen Ururgroßonkel der große Thüringer Komponist Friedrich Lux ist, wiederentdeckt. Dieser zeigte sich vom Fund begeistert und sprach von einer „kleinen musikalischen Sensation“. Diese musikalische Sensation können musikinteressierte Thüringer nun erstmals selbst erleben. Gespielt werden die Werke vom neu gegründeten „Lux-Trio“: Martin Schminke an der Violine, Frieder Berthold am Cello und Stephan Lux am Klavier – drei Künstler von hohem internationalem musikalischen Renommee. Die Konzerte finden am Freitag, den 22. Juni, im Festsaal der Eisenacher Wartburg und am Sonntag, den 24. Juni, im Erfurter Rathaussaal statt. Gespielt werden neben dem „großen Trio cis-Moll“ von Lux auch die „Tristia - La vallée d´Obermann“ von Franz Liszt und das „Trio d-Moll op.49“ von Felix Mendelsohn – Bartholdy.

Im Vordergrund die Wartburg aus der Luftansicht, im Hintergrund die Stadt Eisenach.

Hintergrund:   

Der Komponist Friedrich Lux wurde im Jahr 1820 im thüringischen Ruhla geboren. Von 1893 – 1882 schrieb er die einzige authentische Thüringer Volksoper „Der Schmied von Ruhla“. Sie handelt von der Beziehung zwischen Volk und Herrschern, der Liebe zur Thüringer Heimat und den Veränderungen, die ein einzelner Mensch bewirken kann, wenn er mutig die Wahrheit ausspricht. Nach der Uraufführung 1882 in Mainz eroberte die Oper mehr als 30 Bühnen in Thüringen und Europa, um im Laufe der Zeit in Vergessenheit zu geraten. Durch intensive Recherchen konnte sie in den Archiven der Stadtbibliothek Mainz aufgefunden und zurück nach Ruhla gebracht werden. Unter der Schirmherrschaft der Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und des Landrates des Wartburgkreises Reinhard Krebs soll sie im Juli 2013 wiederaufgeführt werden. Mit der Wiederaufführung gelingt es ein bedeutendes Stück Thüringer Musikgeschichte wieder mit Leben zu füllen.   

Zum Programm der Lux-Festspiele 2012