Medien „made in Mitteldeutschland“: national, europaweit und international erfolgreich
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- Szenenfoto aus dem Film "Schilf" (Regie: Claudia Lehmann) / Dreh in Weimar mit den Darstellern Stipe Erceg, Mark Waschke, Bernadette Heerwagen und Nicolas Treichel (Copyright X Filme Creative Pool)
Kulturell relevante, handwerklich professionelle und kommerziell erfolgreiche Medienprojekte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – hierzu will die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) als Fördereinrichtung der drei Bundesländer ihren Beitrag leisten. Zum traditionellen Sommerfest der MDM am 20. Juni in Leipzig konnte Geschäftsführer Manfred Schmidt eine erfolgreiche Bilanz des ersten Halbjahres 2012 ziehen.
Die Mitteldeutsche Medienförderung nahm 1998 ihre Arbeit auf und fördert seither kulturell relevante und wirtschaftlich Erfolg versprechende Film- und Medienproduktionen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Neben den drei mitteldeutschen Ländern engagieren sich ebenso die ARD und das ZDF innerhalb der MDM. Gefördert werden dabei alle Projektphasen der Medienproduktion, von der Vorbereitung über die Herstellung bis hin zur Verbreitung und Präsentation von Film-, Fernseh-, Video- und weiteren audiovisuellen Medienproduktionen. Die MDM verfügt über ein jährliches Förderbudget von rund 12,5 Mio. Euro. Das ZDF, der MDR und das Land Sachsen-Anhalt haben vor kurzem eine Erhöhung ihrer Zuschüsse beschlossen.
Seit 1998 wurden mehr als 1300 Medien- und Filmprojekte mit einer Summe von rund 162 Mio. Euro gefördert. Die Förderung erfolgt kontinuierlich innerhalb eines breiten Spektrums von Medien- und Filmproduktionen. So wurden in den letzten Jahren ebenso nationale und internationale Kinofilme (z.B. „Inglourious Basterds“, „Der Vorleser“, „Das weiße Band“, „Goethe!“), wie Kinderfilme (z.B. „Lauras Stern“, „Tom Sawyer“) und Dokumentationsfilme (z.B. „Khodorkowsky“, „The Big Eden“) gefördert. In Thüringen entstanden in den letzten beiden Jahren mehr als zwanzig Filme mit MDM Förderung, so zum Beispiel im letzten Jahr der im März 2012 in den Kinos gestartete Thriller „Schilf“ oder die Komödie „Sushi in Suhl“, die im Herbst dieses Jahres in die Kinos kommen soll. Die MDM engagiert sich ebenfalls bei der Produktion von TV-Serien und TV-Filmen und wirkt bei Branchenveranstaltungen und Filmwettbewerben, wie dem Kindermedienfestival GOLDENER SPATZ mit.
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- Szenenfoto aus dem Film "Sushi in Suhl" (Regie: Carsten Fiebeler) mit Hauptdarsteller Uwe Steimle (Copyright Felix Holland/Starcrest/movienet)
In der ersten Jahreshälfte 2012 konnten von der MDM geförderte Filme zahlreiche Erfolge ausweisen. Beim Deutschen Filmpreis waren sechs geförderten Filme in zehn Kategorien nominiert und wurden mit vier Preisen ausgezeichnet (Bester Kinderfilm: „Wintertochter“, Bester Spielfilm - Deutscher Filmpreis in Bronze -, bestes Drehbuch und beste weibliche Hauptrolle: „Die Kriegerin“). Bei den Filmfestspielen in Cannes erhielt „Im Nebel“ den Preis der Internationalen Filmkritik und die Koproduktion „Djeca – Children of Sarajevo“ wurde mit einem Sonderpreis bedacht. Große Erfolge konnten MDM-Filme auch im Nachwuchsbereich feiern. So gewann der Kurzfilm „Von Hunden und Pferden“ der Leipziger Firma Departure Films den Studenten Oscar in Silber in der Kategorie „Bester ausländischer Film“. Ebenso konnte die MDM maßgeblich zur gelungenen Premiere des „European Young Audience Award“, einem Preis für den besten europäischen Kinderfilm, in Erfurt – der Landeshauptstadt des Kindermedienlandes Thüringen – beitragen.
Peter Zimmermann, Thüringer Regierungssprecher und Aufsichtsratsvorsitzender der MDM, ist mit dieser Zwischenbilanz mehr als zufrieden: „Gemeinsam mit dem Medien- und Filmschaffenden zeigen wir deutlich: Mitteldeutschland ist ein attraktiver Medienstandort“. „Wir in der Mitte Deutschlands – und gerade in Thüringen - bieten gute wirtschaftliche Vorraussetzungen, eine moderne technische Ausstattung und wunderschöne Drehorte. Medien ‚made in Mitteldeutschland’ sind national, europaweit und international erfolgreich. Dort wollen wir in der zweiten Jahreshälfte anknüpfen“, so Zimmermann.