07.01.2013 08:46 Uhr

Zukunft braucht Heimat – Ministerpräsidentin Lieberknecht beim 15-jährigen Jubiläum der Volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationsstelle für Thüringen

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht steht an einem Rednerpult und trägt ihr Grußwort vor. Im linken Bildbereich ein Plakat mit der Aufschrift „Volkskundliche Beratungs- und Dokumentationsstelle für Thüringen“ und einer Bildcollage. Im rechten Bildbereich ein Blumenbesteck im Hintergrund.
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht bei ihrem Grußwort zur 15-Jahr-Feier der Volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationsstelle für Thüringen

Erfurt. Am 19. Juni feierte die Volkskundliche Beratungs- und Dokumentationsstelle für Thüringen ihr 15-jähriges Jubiläum. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht lobte die Stelle und ihre Beratungsfunktion für Vereine, Institutionen und Heimatfreunde als wichtigen Beitrag zur Heimatkunde.

 
     
 

Die Direktorin des Museums, Frau Dr. Martina Moritz, der Ministerpräsidentin ein Buch. Im Hintergrund ist der Innenhof des Museums mit dem historischen Gemäuer zu sehen.
Die Direktorin des Museums, Frau Dr. Martina Moritz, überreicht der Ministerpräsidentin ein Buchgeschenk.

Die Volkskundliche Beratungs- und Dokumentationsstelle für Thüringen wurde im Jahr 1997 im Museum für Thüringer Volkskunde mit Unterstützung des Thüringer Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie der Stadt Erfurt eingerichtet. Sie bietet allen volks- und heimatkundlich Interessierten eine Anlaufstelle und gibt Impulse für die volkskundliche Forschung und Arbeit im Freistaat Thüringen.

Mit der jungen Künstlerin eröffnet die Ministerpräsidentin gemeinsam mit der jungen Fotokünstlerin Anna-Lena Thamm vor der Kulisse von drei Schwarz-Weiß- Bildern die Ausstellung „Hand-Werte“. Die Bilder zeigen weitgehend ausgestorbene Berufe, wie die Blaudruckerin, den Sendmüller und den Glasbläser.
Die Ministerpräsidentin eröffnet gemeinsam mit der Fotokünstlerin Anna-Lena Thamm die Ausstellung „Hand-Werte“.

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht würdigte die  Beratungsstelle als Impulsgeber für .Heimatbewusstsein. „Heimat und Identität haben in Zeiten von Beschleunigung und Globalisierung eine tiefere Bedeutung. Im Angesicht der Angleichung der Lebensweisen der Menschen und der optischen Austauschbarkeit der großen Städte spüren wir das Bedürfnis nach Unterscheidbarkeit“, sagte die Ministerpräsidentin. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass Heimatverbundenheit und Aufgeschlossenheit gegenüber dem Fremdem zusammengehören. „Wir brauchen beides: Herzlichkeit und Offenheit im Umgang mit anderen Kulturen und das Wissen um die Prägung durch die eigene Heimat“, so Lieberknecht.

Im Vordergrund etwa drei Dutzend Glasformen in Kugel- und Kerzenform. Im Hintergrund der schwere Arbeitstisch des Glasbläsers mit dem Handwerksgeräten.
So sieht die Glasbläserwerkstatt in der Dauerausstellung des Museums aus.

Im Anschluss eröffnete die Ministerpräsidentin im Volkskundemuseum Erfurt die Kabinettsausstellung „Hand-Werte“. Sie zeigt  Bilder der Fotokünstlerin Anna-Lena Thamm, die in ihren spektakulären Aufnahmen 15 traditionelle  Handwerksberufe dokumentiert. Die Besucher können einen Eindruck der Arbeit eines Büchsenmachers, Medailleurs oder Senfmüllers erhalten. Die Ministerpräsidentin zeigte sich von der Arbeit der Absolventin der Bauhaus-Universität Weimar beeindruckt. „Diese Ausstellung ist eine hoch-interessante Darstellung seltener und leider auch aussterbender Berufe. Sie vermittelt einen spannenden Einblick in ein wertvolles Stück Kulturgeschichte“, so Lieberknecht.   

Weiterführende Informationen finden Sie auf:

der Seite der Künstlerin

der Seite des Volkskundemuseums