07.01.2013 08:44 Uhr

Kultur in Thüringen – 360. Wartburgkonzert

Die Wartburg aus der Vogelperspektive.
Die Wartburg bildet den Rahmen für anspruchsvolle Konzerte von Deutschlandradio Kultur

Die Wartburgkonzerte von Deutschlandradio Kultur haben seit nunmehr 55 Jahren eine gute Tradition. Der britische Pianist Jamie Bergin präsentiert am Samstag (19. Mai) im Festsaal des Palas ein gewagtes Programm mit Werken von Franz Schubert, Maurice Ravel, Franz Liszt und Sergej Ljapunow.



Wie sooft ist sind es die Großeltern, die die Entwicklung ihrer Enkel beeinflussen. Auch bei Jamie Bergin setzte sich Großmama mit dem Sechsjährigen ans Klavier, um ihn für die Faszination des Instrumentes empfänglich zu machen. Das ist ihr offenbar geglückt, denn der 1989 Geborene beschritt seitdem zielstrebig den Weg einer Pianistenlaufbahn. In Middlesbrough aufgewachsen, erhielt er seine Hochschulausbildung an der Chetham Musikschule in Manchester und anschließend an der Guildhall Schule für Musik und Drama in London. Derzeit ist er Schüler vom allbekannten 'Pianisten-Macher' Karl- Heinz Kämmerling in Hannover.

Ein Mann vor einem Klavier.
Jamie Bergin hat mit seinem virtuosen Klavierspiel schon mehrere Preise gewonnen.

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und der Beauftragte der Thüringer Landesregierung zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017 Dr. Thomas A. Seidel sprechen im Rahmen dieser Veranstaltung über das vielfältige Engagement des Landes für die Lutherdekade und das Jubiläumsjahr 2017 und über deren Bedeutung für das Kulturland Thüringen. Die Musikmanufaktur Gonska & Bergner sowie Walter Sachs übernehmen die künstlerische Gestaltung.


Im Vorfeld der Festveranstaltung sagte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht: „Die Wartburg steht exemplarisch als wichtiger Ort der Reformation und der Freiheit wie auch als eindrucksvoller Ort deutscher Musikgeschichte. Sie ist der richtige Ort, um das Themenjahr 2012 der Lutherdekade zu würdigen, das unter dem Motto steht: ‚Reformation und Musik’. Das Themenjahr „Reformation und Musik“ soll dazu dienen, diesen kulturellen und geistigen Reichtum unserer Region weiter in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Ein Reichtum, der weit vor der Weimarer Klassik und vor allem vor jeder touristischen Marketingstrategie das Bild vom „Kultur- und Musikland Thüringen“ geprägt hat. Bis heute definiert sich unser Freistaat Thüringen als das Land Luthers, Bachs, Goethes, Schillers und Herders in hohem Maße über seine kulturgeschichtlichen Traditionen und schöpft daraus für viele Lebens- und Innovationsbereiche wichtige zukunftsweisende Impulse.“