07.01.2013 08:58 Uhr

Lieberknecht will Jobgipfel 50plus

Wartungsarbeiten an dem Hohewartekraftwerk durch 5 Mitarbeiter.
Angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs kann auf das Erfahrungswissen der älteren Arbeitnehmer nicht verzichtet werden.

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht wird noch vor der Sommerpause zu einem „Jobgipfel 50plus“ einladen. Ziel des Gipfels ist es, mit Vertretern von Wirtschaftsverbänden, Kammern, Gewerkschaften, Bundesagentur für Arbeit und Politik gemeinsame Initiativen zur Verbesserung der Situation älterer Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt zu entwickeln und zu vereinbaren.

Die Ministerpräsidentin erklärte: „Angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs können und wollen wir auf das Erfahrungswissen der älteren Arbeitnehmer nicht verzichten. Ihr Wert für die Entwicklung unserer Wirtschaft wird leider immer noch zu oft unterschätzt. Deshalb ist es die Aufgabe von Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften in einem gemeinsamen Kraftakt ältere Arbeitnehmer wieder in Beschäftigung zu bringen. Ich werde daher als Ministerpräsidentin noch vor der Sommerpause zu einem Jobgipfel 50plus in Erfurt einladen, um gemeinsame Initiativen zu entwickeln und zu vereinbaren. Die Situation älterer Arbeitsloser ist mir ein Herzensanliegen und wird deshalb zur Chefsache gemacht.“

Kabel zur Verwendung in der Industrieproduktion
Ministerpräsidnetin Christine Lieberknecht will zum Tag der Arbeit und mit dem Jobgipfel 50plus ein Zeichen der generationenübergreifenden Solidarität setzen.
Lieberknecht verweist in diesem Zusammenhang auf die aktuellen Arbeitsmarktdaten (Arbeitsmarktbericht März 2012). Danach betrug die Anzahl der arbeitslosen Älteren(50 Jahre und älter) Ende März 2012 rund. 41.700 Personen. In der Altersgruppe 55 Jahre und älter rund 25.900 Personen. Trotz der insgesamt als positiv zu bewertenden Entwicklung am Arbeitsmarkt ist der Anteil der beiden Altersgruppen an allen Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr angestiegen und liegt derzeit bei 38,5 bzw. 23,9 Prozent. Damit ist der Anteil dieser Altersgruppe an allen Arbeitslosen im Vergleich zu anderen Altersgruppen immer noch sehr hoch.

„Wenn wir die Ärmel hochkrempeln und konzentriert das Problem der hohen Arbeitslosigkeit bei Älteren angehen, können wir mehrere Herausforderungen auf einmal bewältigen. Denn wer für gute Perspektiven älterer Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt kämpft, leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkräftemangel, sondern gleichzeitig auch gegen Altersarmut. Wer lange ohne Job ist, merkt dies insbesondere auch bei der Rente. Deshalb ist die Politik gefordert alles daran zu setzen, ältere Arbeitslose zurück ins Erwerbsleben zu führen“, so die Ministerpräsidentin.

Lieberknecht erklärte weiter, dass es für sie wichtig sei, zum Tag der Arbeit ein Zeichen der generationenübergreifenden Solidarität zu setzen. „Wir sollten diesen Feiertag auch dazu nutzen, den Zusammenhalt in der Gesellschaft als Wert neu zu erkennen.“

Die Kontrolle eines Schaltkreises durch einen erfahren Mitarbeiter.
Der Jobgipfel 50plus soll noch vor der Sommerpause in Erfurt stattfinden.