Lieberknecht unterstreicht Verbundenheit mit der Truppe
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hat das Engagement der Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz gewürdigt. Anlässlich des Rückkehrerappels und des Kommandowechsels des Raketenartilleriebataillons 132 in Sondershausen sagte die Ministerpräsidentin: „Die Einsätze unserer Soldatinnen und Soldaten für Frieden, Freiheit und Sicherheit gehen uns alle an. Gemeinsam mit unseren Freunden und Verbündeten in der Welt stehen wir in der Pflicht, für diese Werte einzutreten sei es in der Nähe auf dem Balkan oder in der Ferne in Afghanistan, dass von dort nie wieder Terrorismus ausgeht und eine selbsttragende Sicherheit geschaffen wird.“
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- Thüringer Soldatinnen und Soldaten sichern mit ihren Auslandseinsätzen Frieden, Freiheit und Sicherheit.
Es ist mir wichtig, meine Verbundenheit mit der Truppe immer wieder zu unterstreichen, betonte Lieberknecht. Wir stehen zu unserer Bundeswehr, zu unseren Soldatinnen und Soldaten. Deshalb habe sich die Thüringer Landesregierung auch mit ganzer Kraft für den Erhalt der Thüringer Standorte im Zuge der Bundeswehrreform eingesetzt, und wir werden auch künftig nach unseren Möglichkeiten helfen, beispielsweise um die Auswirkungen des Abzugs wie in Mühlhausen zu mindern. Wir werden das aber nicht auf den Marktplätzen tun, sondern mit Ruhe und Besonnenheit. Denn es geht darum, seriöse Alternativen zu finden.
Der Umbau der Bundeswehr werde auch an Thüringen nicht spurlos vorübergehen, erklärte die Ministerpräsidentin, in der Summe sind wir dennoch relativ gut weggekommen. Der Freistaat wird mit künftig 2,8 Dienstposten pro 1.000 Einwohner seinen 6. Platz in der Rangfolge halten.
In diesem Zusammenhang verwies die Ministerpräsidentin noch einmal auf die tatsächlichen Zahlen und Fakten für die Thüringer Standorte: „Das Konzept des Verteidigungsministeriums schloss natürlich bei seinen Dienstposten noch die Wehrpflichtigen ein. Aber die Wehrpflicht ist ausgesetzt. Deshalb müssen wir vom Ist-Stand mit rund 7.700 Dienstposten ausgehen. Und am Ende werden wir bei rund 6.900 bis 7.000 Dienstposten landen. Denn wir müssen auch die Lehrgangsteilnehmer mitzählen, die zwar formal bei ihren Stammeinheiten aufgeführt sind, faktisch aber für die Zeit ihrer Lehrgänge in Thüringen dienen. Und das sind rund 600.“
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- Thüringer Soldatinnen und Soldaten waren 2011 überwiegend in Afghanistan und im Kosovo im Einsatz.
Hintergrund zum Auslandseinsatz:
Thüringer Soldaten waren 2011 überwiegend in Afghanistan und im Kosovo im Einsatz. In diesem Jahr werden über 1.500 Soldaten aus Thüringen in die Einsätze nach Afghanistan und in den Kosovo gehen. Das betrifft vor allem die zur Panzergrenadierbrigade 37 gehörenden Thüringer Bataillone in Bad Frankenhausen, Bad Salzungen, Gera und Gotha sowie das Führungsunterstützungsbataillon in Erfurt.
Der Deutsche Bundestag hat Ende Januar 2012 das Afghanistan-Mandat um ein weiteres Jahr verlängert. Dabei wird die Truppenstärke erstmals in den zehn Jahren des Einsatzes abgesenkt von bisher 5300 auf 4900 Soldaten. Anfang 2013 sollen 500 weitere deutsche Soldaten abgezogen werden, wenn die Sicherheitslage es zulässt.
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- Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht unterstrich beim Rückkehrerappel in Sondershausen die Verbundenheit mit der Truppe.
Im Kosovo ist die internationale Schutztruppe K-FOR seit der Unabhängigkeitserklärung des Landes 2008 mit Zustimmung der dortigen Regierung weiterhin im Land.
Während des Rückkehrerappells des Artillerieregiments 100 wurde zugleich ein Kommandowechsel vollzogen: Oberstleutnant Schaus wird von Oberstleutnant Glaab, der in das Planungsamt der Bundeswehr in Berlin wechselt, das Kommando über das Raketenartilleriebataillon 132 übernehmen.