Lieberknecht empfängt Vorstand der Magnus-Hirschfeld-Stiftung
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- Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht im Gespräch mit Jörg Litwinschuh
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hat den neuen Vorstand der Bundesstiftung "Magnus Hirschfeld", Jörg Litwinschuh, zu dessen Antrittsbesuch empfangen. Die Magnus-Hirschfeld-Stiftung will durch interdisziplinäre Forschung der gesellschaftlichen Diskriminierung homosexueller Männer und Frauen in Deutschland entgegenwirken.
Während des Treffens bat Litwinschuh die Ministerpräsidentin um Unterstützung - für die Arbeit der Stiftung und für die Schaffung eines Klimas der Toleranz, der Mitmenschlichkeit und der Offenheit gegenüber Menschen unterschiedlicher Herkunft, Rasse oder sexueller Orientierung.
Lieberknecht hob hervor, dass die Aufarbeitung des Nazi-Unrechts eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei, die man nur durch die Vernetzung aller gesellschaftlichen Akteure bewältigen könne. In diesem Sinne sei eine Koordination der vielfältigen Forschungsarbeit angebracht, "und ich würde eine wissenschaftliche Kooperation der Bundesstiftung 'Magnus Hirschfeld' mit der Stiftung 'Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora' sehr begrüßen", so die Ministerpräsidentin.
Bundesstiftung "Magnus Hirschfeld"
Die Bundesstiftung "Magnus Hirschfeld" wurde Ende letzten Jahres mit einem Stiftungsvermögen von 10 Millionen eingerichtet. Im Rahmen der Forschungen soll das von den Nationalsozialisten an Homosexuellen verübte Unrecht historisch aufgearbeitet und dokumentiert werden. Darüber hinaus werden Leben und Werk des Namensgebers Dr. Magnus Hirschfeld (1868-1935) wissenschaftlich erforscht und dargestellt. Der Berliner Arzt und Sexualwissenschaftler war Vorreiter der Homosexuellenbewegung und beschäftigte sich auch mit Fragen der Trans- und Intersexualität. (Quelle: Bundesstiftung Magnus Hirschfeld)
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- Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hat den neuen Vorstand der Bundesstiftung "Magnus Hirschfeld", Jörg Litwinschuh, zu dessen Antrittsbesuch empfangen.