07.01.2013 08:57 Uhr

Karl Zwermann erhält Thüringer Verdienstorden

Karl Zwermann erhielt von Ministerpräsidentin Lieberknecht am 1. Februar 2012 den Thüringer Verdienstorden.
Karl Zwermann erhielt von Ministerpräsidentin Lieberknecht am 1. Februar 2012 den Thüringer Verdienstorden.

Für seine Leistungen bei der Etablierung des Thüringer und deutschen Gartenbaus hat Karl Zwermann am 1. Februar 2012 den Thüringer Verdienstorden erhalten. Der Freistaat würdigt damit sein kreatives und aktives Wirken für den Gartenbau im Land Thüringen.

Karl Zwermann hat sich außerordentliche Verdienste beim Aufbau und bei der Ausgestaltung des Deutschen Gartenbaumuseums am historischen Gartenbaustandort Erfurt als Wiege des deutschen Gartenbaus erworben. Mit sehr hohem persönlichem Engagement hat er sich für diesen Standort und die Neuausrichtung des Museums in Form einer vom Freistaat Thüringen, der Landeshauptstadt Erfurt und dem Berufsstand getragenen Stiftung als langjähriger Kuratoriumsvorsitzender eingesetzt. Vor allem seine fachlichen Anregungen bei der Neukonzipierung der Ausstellung waren ein wertvoller Garant für den Erfolg sowohl bei Besuchern als auch in der Fachwelt. Sein Beitrag für die Sicherung einer finanziellen Basis für die Neugestaltung dieser Einrichtung und sein aktives Werben um Sponsoren sind nicht hoch genug zu würdigen.

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht dankte Karl Zwermann für sein Engagement in Thüringen. Direkt nach der Wiedervereinigung, als die Menschen sich den Anforderungen der freien Marktwirtschaft stellen, demokratische Systeme aufbauen, die Bildung reformieren, kurz: neue Herausforderungen bewältigen mussten, habe er wertvolle Unterstützung gegeben. Auch und vor allem als es darum ging, Thüringen als Gartenbauland zu verteidigen. „Der Landesverband, der erste gesamtdeutsche Gartenbautag und das Deutsche Gartenbaumuseum sind eine Auswahl der großen Meilensteine seines Wirkens in Thüringen“, sagte Lieberknecht.

Die Drachenbrücke steht symbolisch für die Rekultivierung der Landschaft im Raum Ronnebeurg.
Die Drachenbrücke steht symbolisch für die Rekultivierung der Landschaft im Raum Ronnebeurg.

Dass die BUGA in Gera und Ronneburg zu einem echten Gewinn für die Region wurde, ist auch dem Wirken von Karl Zwermann zu verdanken und Beweis für seine Qualitäten als Kämpfer, der Ziele auf entschlossene, geradlinige, sehr wirkungsvolle und vor allem diplomatische Art durchzusetzen vermag.

Von 1984 bis 1991 erwarb Zwermann sich als Präsident das Landesverbandes Gartenbau Hessen das Vertrauen der Landes- und Bundesfachverbände. Als Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) wirkte er von 1991 bis 2006 und ist seitdem Ehrenpräsident des ZVG. Durch seine ehrgeizige und professionelle Führung des Amtes hat er sich sowohl im gärtnerischen Berufsstand als auch in der Bundespolitik einen Namen gemacht. Seit 2008 ist er auch Präsident der Deutschen Gartenbaugesellschaft 1822 e. V., des Dachverbandes der Organisationen des Dreizeitgartenbaus in Deutschland. Dort setzt er sich beispielsweise für eine überregionale Belebung des Schulgartenunterrichts unter anderem auch nach dem Vorbild Thüringens an den deutschen Schulen ein.

Große Verdienste für die Region Gera und Ronneburg hat sich Karl Zwermann bei der Mitgestltung der BUGA im Jahr 2007 erworben.
Große Verdienste für die Region Gera und Ronneburg hat sich Karl Zwermann bei der Mitgestltung der BUGA im Jahr 2007 erworben.