Dr. Wolfgang Müller erhält Thüringer Verdienstorden
-
- Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht überreichte den Thüringer Verdienstorden an Dr. Wolfgang Müller für dessen Verdienste für die Kultur im Freistaat.
Für seine Leistungen beim Aufbau der Kulturlandschaft in Thüringen hat Dr. Wolfgang Müller am 29. November den Thüringer Verdienstorden erhalten. Der Freistaat würdigt damit sein umfangreiches kulturelles Schaffen als Kulturorganisator und Künstler.
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht würdigte Dr. Müllers Talent, im Verborgenen wirken zu können, Kontakte zu knüpfen und die eigentlichen Akteure zu unterstützen, anstelle auf großen Ruhm und Bewunderung aus zu sein. In ihrer Laudatio sagte die Ministerpräsidentin: „Hoch gebildet in Kultur und Wissenschaft, dennoch bescheiden, anständig, aber stets heiter und mit großem Elan, manchmal mit der erforderlichen menschenfreundlichen Gelassenheit werden Sie als einer der ‚tatkräftigsten Erneuerer in einer Zeit beschrieben, die so viel Erneuerung brauchte und dank Ihnen auch brachte’.“
Dr. Müller gehörte 1990 zu den Gründungsmitgliedern des Thüringer Landesmusikrates und engagierte sich beim ersten gesamtdeutschen Orchestertreffen im Frühjahr des gleichen Jahres. Im darauffolgenden Jahr gründete er den Landesverband der Thüringer Laienorchester im Bund Deutscher Liebhaber-Orchester. Dabei konnte sich Müller auf sein langjähriges musikalisches Ehrenamt im Ilmenauer Hochschul-Kammerorchester stützen. Bereits ein Jahr später gründete Dr. Müller den „Thüringer Kunstverein“, um den Arbeiten von Thüringer Künstlern mehr öffentliche Beachtung auch außerhalb der Landesgrenzen zu verschaffen. So organisierte er Ausstellungen Thüringer Kunst in Bonn.
-
- Dr. Wolfgang Müller beteiligt sich mit großem Engagement beim Thüringer Orgelsommer. Foto: Thüringer Orgelsommer
Im Jahr 1993 schloss Müller eine weitere Lücke in der Thüringer Kulturlandschaft und initiierte die Gründung des „Thüringer Heimatbundes“, der heute das Rückgrat der Heimat-, Brauchtums- und Denkmalpflege im Freistaat ist. Mit dem wenig später durch ihn mit gegründeten „Förderverein Denkmalpflege in Thüringen“ entstand ein bis heute wichtiger Partner bei der jährlichen Ausrichtung beim „Tag des offenen Denkmals“. Die jeweiligen Themenhefte „Heimat Thüringen“ als die zentrale Publikation des Denkmaltages wurden von Müller redigiert und herausgegeben.
-
- Seit 2003 ist Dr. Wolfgang Müller Mitglied des Vorstandes der Goethe-Gesellschaft in Weimar und mit dem Wohnhaus Goethes am Frauenplan (hier das Juno-Zimmer)bestens vertraut. Foto: Klassik Stiftung Weimar
Müller hat sich als jahrelanger Vorsitzender des Festivals „Güldener Herbst“ einen Namen gemacht. Der „Academia Musicalis Thüringen e.V.“ entstand 1998 als Träger dieses Festivals der Barockmusik. Seinem beruflichen Engagement ist es zu verdanken, dass im Jahr 2000, dem 250. Todesjahr von Johann Sebastian Bach, mit der Ausstellung „Der junge Bach: weil er nicht aufzuhalten“ in der Predigerkirche Erfurt die Reihe der Thüringer Landesausstellungen ihren Anfang nahm. Um die Neugründung der „Thüringer Bachwochen“ 2004 hat sich Müller ebenfalls große Verdienste erworben und damit zur Neugründung eines neuen Trägervereins und eines neuen Festivals beigetragen.
-
- Der durch Dr. Wolfgang Müller mitgegründete "Förderverein Denkmalpflege in Thüringen" ist ein wichtiger Partner beim jährlichen "Tag des offenen Denkmals". Die Neue Mühle in Erfurt stand an diesem Tag für viele Besucher offen. Foto: Stadtverwaltung Erfurt
Die vielbeachtete CD-Reihe „Thüringia Cantat“, herausgegeben von der Thüringer Staatskanzlei, mit der die Thüringer Barock-Komponisten neu entdeckt wurden, geht ebenfalls auf Müller zurück. Vor allem während des Weimarer Kulturstadtjahres war er bei zahlreichen Veranstaltungen engagiert und innovativ tätig. Dieses Engagement ist ihm auch bei der Organisation des Thüringer Orgelsommers eigen.
Bereits 1993 gründete er in Ilmenau eine Ortsvereinigung der Internationalen Goethe-Gesellschaft und ist seit 2003 Mitglied des Vorstands der Goethe-Gesellschaft in Weimar und zählt zu ihren aktivsten und engagiertesten Mitgliedern. Bei der Ausrichtung der alle zwei Jahre stattfindenden Hauptversammlung der Goethe-Gesellschaft zeichnet er seit 2001 für die Organisation des Exkursionstages für etwa 300 Teilnehmer zu bedeutenden kulturellen Stätten in Thüringen verantwortlich. Mit Mitstreitern organisiert er seit 2004 die jährliche internationale Goethe-Sommerschule für Schüler aus Thüringen, Polen, der Slowakei und Italien in der Europäischen Jungenbegegnungs- und Jugendbildungsstätte (EJBW) in Weimar und nimmt die inhaltliche Verantwortung wahr. Er ist außerdem der organisatorische „gute Geist“ des vierzehntägigen Goethe-Kurses für Studenten aus Deutschland und aller Welt, vor allem aus Mittel- und Osteuropa, der seit 2005 durch die Goethe-Gesellschaft durchgeführt wird.