07.01.2013 08:59 Uhr

Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in Gotha

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (2.v.r.) mit US-Botschafter Philip D. Murphy (r.), Bischöfin Ilse Junkermann (2.v.l.) und Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch (l.)
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (2.v.r.) mit US-Botschafter Philip D. Murphy (r.), Bischöfin Ilse Junkermann (2.v.l.) und Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch (l.)

Am 21. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung fand in der Stadthalle Gotha der Festakt der Thüringer Landesregierung statt. Neben Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht sprachen der Oberbürgermeister der Stadt Gotha, Knut Kreuch und die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann. Die Festrede hielt der Botschafter der Vereinigten Staaten, S.E. Philip D. Murphy.

In Ihrer Ansprache sagte die Ministerpräsidentin:  "Der 3. Oktober ist eine Sternstunde für Deutschland und Europa – ein Triumph der Freiheit. Es ist eines der erfreulichsten Daten der bewegten deutschen Geschichte: Denn die deutsche Einheit markierte zugleich das Ende des Kalten Krieges, das Ende des Eisernen Vorhangs und das Ende der Teilung Europas. Zum ersten Mal lebt das wiedervereinigte Deutschland mit allen seinen Nachbarn in Freiheit, Friede und Einheit.“

„Deswegen“, so die Ministerpräsidentin weiter, „kann unser Beitrag nur heißen, ein Stück zurück zu geben von dem, was wir empfangen haben: Mutmachen und Bestärkung im Freiheitswillen, dort – wo noch immer Unfreiheit herrscht – namentlich im Norden Afrikas.“

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht dankt dem US-Botschafter Philip D. Murphy für seine Rede
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht dankt dem US-Botschafter Philip D. Murphy für seine Rede

Im Zusammenhang mit den jüngsten Entwicklungen in Europa mahnte Christine Lieberknecht auch zur Solidarität um der Menschen Willen, insbesondere dort, wo hart um die europäischen Auflagen gerungen wird und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten ist. „Weil auch wir über die europäischen Strukturfonds und über den Solidarpakt Deutsche Einheit Solidarität erfahren haben.“

Zum 21. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung wies die Ministerpräsidentin auch mit Nachdruck darauf hin, dass die Menschen einen tiefen Sinn für Gerechtigkeit haben und ohne Zweifel in Ost und West die gleiche Arbeit geleistet werde und dafür auch gleiche Löhne zu erwarten seien. „Die Politik muss die Zeichen der Zeit erkennen. Wir Politiker brauchen, wie es Papst Benedikt XVI. bei seinem Thüringenbesuch gefordert hat, ein ‚hörendes Herz’. Wir müssen hinhören, zuhören und das erkennen, was die Menschen bewegt, was sie ängstigt, was sie bedrückt und verunsichert.

Thüringen Philharmonie Gotha unter Leitung von Stefanos Tsialis.
Thüringen Philharmonie Gotha unter Leitung von Stefanos Tsialis.