Walsmann: Thüringen hat wichtigen Schritt zu erneuerbaren Energien vollzogen
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- Thüringens Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chefin der Staatskanzlei, Marion Walsmann, empfing im Barocksaal der Staatskanzlei eine Gruppe von japanischen Studenten aus Fukushima.
Thüringens Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chefin der Staatskanzlei, Marion Walsmann, empfing im Barocksaal der Staatskanzlei eine Gruppe von japanischen Studenten aus Fukushima. Die Studenten informierten die Ministerin ausführlich über die Folgen der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vom 11. März für ihre Heimatregion.
Ministerin Waslmann begrüßte die Gäste aus Japan mit den Worten: „Wir empfangen Gäste aus aller Welt, aber ganz besonders herzlich Freunde.“ Sie berichtete den Studenten, wie sie in den Tagen der Katastrophe und auch danach mit den Menschen in Japan mitgefühlt habe. Die Folgen des Erdbebens und des Atomunfalls sind für die Menschen, das Land und für die Kultur gravierend, sagte Walsmann weiter, insbesondere mit Blick auf Japan als führende Wirtschaftskraft. Sie bewundere, mit welch unbändigem Willen die Menschen versuchen, die Folgen der Katastrophe zu überwinden.
Die Studenten aus Fukushima erläuterten der Ministerin eine Umfrage vor Ort, die sich mit den unmittelbaren Auswirkungen der atomaren Katastrophe beschäftigte. Wie leben die Menschen in Fukushima, in dieser risikoreichen Region und warum bleiben sie dort wohnen, waren Schwerpunkte der Meinungsumfrage. Studenten der Fachrichtungen Politik und Ökonomie befragten 77 Einwohner. Ein Ergebnis der Umfrage war, dass die Menschen in Fukushima relativ normal leben, die Lage allerdings nicht beschönigen.
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- Eine Gruppe japanischer Studenten aus Fukushima bei einer Führung durch die Thüringer Staatskanzlei.
Ein differenziertes Meinungsbild ergab sich bei der Frage nach der Zukunft der Atomkraft. Hier standen sich Meinungen konträr gegenüber. Ein Teil der Bürger stellte die wirtschaftliche Weiterentwicklung und die notwendige Strom- und Energieversorgung in den Vordergrund, während ein anderer Teil der Bürgerschaft zu bedenken gab, dass bei AKWs die Sicherheit nicht gewährleistet sei.
Ministerin Walsmann bedankte sich nach der Powerpointpräsentation für die interessanten Einblicke darüber, wie die Menschen in Japan die Katastrophe vom 11. März betrachten und wie sie sich danach fühlen. Nach den Worten der Ministerin ist der Austausch über das Geschehene und das, was die Menschen vor Ort empfinden sehr wichtig. Sie informierte die japanischen Gäste darüber, dass Thüringen nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima einen wichtigen Schritt zu erneuerbaren Energien vollzogen hat. „Wenn uns dieser Weg gelingt, kann Thüringen vielleicht zum Vorbild werden“, sagte Waslmann abschließend.