07.01.2013 08:45 Uhr

2. Thüringer Bahngipfel: Thüringen wird zur schnellen Mitte Deutschlands

Auf der Neubaustrecke (Foto: Deutsche Bahn)
Auf der Neubaustrecke (Foto: Deutsche Bahn)

Mit der Inbetriebnahme der ICE-Hochgeschwindigkeitsverbindung (Berlin – Erfurt –München) ab Dezember 2017 wird Thüringen zur schnellen Mitte Deutschlands“, sagte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht im Anschluss an den 2. Thüringer Bahngipfel.

Nach den Worten der Ministerpräsidentin wird Erfurt neben Mannheim zum originären ICE-Kreuz in Deutschland – ein ICE-Knoten mit bestem Takt. Erfurt wird zum Knotenpunkt der beispielgebend für ganz Deutschland wird. Für Bahnreisende werden die Reisezeiten kürzer und komfortabler.

Die Regierungschefin verwies darauf, dass die Deutsche Bahn AG in Thüringen in den letzten fünf Jahren 1,3 Milliarden Euro investiert hat und in den nächsten fünf Jahren 1,7 Milliarden Euro investieren wird.

Mit der Realisierung der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit gelingt die strategisch wichtige Anbindung Thüringens ins Transeuropäische Netz, das für den ganzen Kontinent von Bedeutung ist. Diese Magistrale verbindet Skandinavien über Erfurt mit Südeuropa und wird auch dem Schienen-Güterverkehr einen kräftigen Schub geben. Der Freistaat rückt damit verkehrsmäßig in das Zentrum Deutschlands.

Thüringen bekommt dadurch einen neuen Stellenwert. Die Landeshauptstadt Erfurt ist aus weiten Teilen Deutschlands innerhalb von drei bis vier Stunden erreichbar. Die mitteldeutschen Industriegebiete werden durch das neue Teilstück der Transeuropäischen Netze mit Süddeutschland verbunden. In 100 Minuten ist Berlin von Erfurt aus zu erreichen, Zentren wie Hannover, Frankfurt (Main) oder München sind in maximal zweieinhalb Stunden erreichbar.

Verkehrsminister Christian Carius sagte: „Von dieser Entwicklung profitiert Thüringen in wirtschaftlicher, touristischer und kultureller Hinsicht. Wir wollen, dass die Fernverkehrslinien Frankfurt - Leipzig - Dresden/Berlin und München - Halle – Berlin – Hamburg im ICE-Knotenbahnhof Erfurt verknüpft werden. Und ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass alle Landesteile durch gut vertaktete Express-Linien an den Knoten Erfurt angebunden werden.“

Auf einem weiteren Spitzengespräch am 29. Juni wird die Ministerpräsidentin mit den Spitzen der Deutschen Bahn und den Oberbürgermeistern der Städte Jena und Weimar die Situation der ICE-Halte und ICE-Anbindung erörtern.

Thüringer Bahngipfel mit Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (2.v.l.), Verkehrsminister Christian Carius (l.) und die Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chefin der Staatskanzlei, Marion Walsmann (3.v.l.)
Thüringer Bahngipfel mit Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (2.v.l.), Verkehrsminister Christian Carius (l.) und die Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chefin der Staatskanzlei, Marion Walsmann (3.v.l.)

An dem 2. Thüringer Bahngipfel nahmen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, Verkehrsminister Christian Carius, die Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chefin der Staatskanzlei, Marion Walsmann, der Vorstand für Infrastruktur bei der Deutschen Bahn AG, Dr. Volker Kefer und der Konzernbevollmächtigte der DB AG für den Freistaat Thüringen, Volker Hädrich, teil.

Die Gesamtlänge der Eisenbahnstrecken in Thüringen beträgt 1.553 km. Davon sind:

  • bundeseigene Eisenbahninfrastruktur:                              1338 km
  • nichtbundeseigene Eisenbahninfrastruktur:                        215 km
  • zweigleisige Strecken:                                                        449 km
  • elektrifizierte Strecken:                                                        415 km
  • Schmalspur-Strecken:                                                           29 km