Lieberknecht wird auf ihrer USA-Reise vom 23.-30. Mai 2011 auf fast vierzig Terminen vor Ort für den Wirtschaftsstandort und das Lutherland Thüringen werben, sowie eine neue Hochschulkooperation unterzeichnen. Reiseetappen sind Detroit, Chicago und die Eisenacher Partnerstadt Waverly.
„Die internationalen Beziehungen zu unserem wichtigsten außereuropäischen Außenhandelspartner sollen intensiviert werden. Den hervorragenden Ruf unseres Freistaates als Investitionsstandort gerade in den USA müssen wir nutzen, um weitere Investitionen anzuregen. Denn die Stärkung der Exportquote trägt zu mehr Beschäftigung in Thüringen bei. In derzeitig wirtschaftlich guten Zeiten wollen wir langfristig und strategisch Grundlagen für weiteres nachhaltiges Engagement in Thüringen legen“, so Lieberknecht.
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und die Delegation besuchte am 25. Mai 2011, dem am dritten Tag, das amerikanische Mutterunternehmen General Motors des Eisenacher Opel-Werks, hierbei traf Lieberknecht zu einem einstündigen Gespräch mit Daniel F. Akerson dem Chairman and Chief Executive Officer zusammen. Am 26.05.201, dem vierten Tag der USA-Reise besuchte sie Borg Warner in Auburn Hills und die Lutheran Church Missouri Synod in Chicago im Bundesstaat Illinois. Hier nahm sie an derPräsentation "Lutherland Thüringen" im Koehneke Community Center in Chicago teil. Dabei traf sie sich unter anderen mitSpeaker Emeritus Lutheran Hour Reverend Ken Klaus undReverend Greg Selt.
Mehr als 400 Thüringer Firmen unterhalten wirtschaftliche Beziehungen in die USA. Dabei sind die USA mit einem Ausfuhrvolumen von rund 620 Millionen in 2010 größter außereuropäischer Empfänger von Thüringer Waren. Bei der Importquote sind die USA mit rund 286 Millionen nach China der zweitgrößte außereuropäische Warenlieferant für Thüringen.
Der größte ausländische Investor in Thüringen hat seit 1990 über 69 Investitionsprojekte mit einem Gesamtvolumen von etwa 2,1 Milliarden Euro mehr als 8.500 Arbeitsplätze geschaffen und gesichert. Davon fallen allein 12 Projekte in den Bereich Automobilindustrie.
Die Exportquote Thüringens liegt mit derzeit 30,5 Prozent unter dem gesamtdeutschen Wert von 42,4 Prozent.
Zu den in Thüringen aktiven Unternehmen gehören General Motors, Lear Corp., Eaton Corp, BorgWarner Inc. and Avery Dennison, IBM, Quantum Technologies Inc., Gardner Denver, Pittsburgh Corning Corp, Dura Automotive Systems Group, Tower International, Trucklite Corp. und Federal Mogul.
Allein in 2011 hat IBM am Standort Thüringen 8 Millionen Euro investiert und 130 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Zahl der Arbeitsplätze erhöht sich damit von 880 auf 1.010. BorgWarner wird 20.5 Millionen investieren und 40 neue Arbeitsplätze schaffen.