07.01.2013 08:43 Uhr

Ehrenbriefe überreicht

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht überreichte am 26. Februar den Ehrenbrief des Freistaates Thüringen an 25 verdiente Bürger.
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht überreichte am 26. Februar den Ehrenbrief des Freistaates Thüringen an 25 verdiente Bürger.

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht überreichte am 26. Februar den Ehrenbrief des Freistaates Thüringen an 25 verdiente Bürger. Geehrt wurden 12 Frauen und 13 Männer zwischen 30 und 81 Jahren, die sich um die Gestaltung der Gesellschaft im Freistaat Thüringen verdient gemacht haben.

„Für den großartigen ehrenamtlichen Einsatz in ganz unterschiedlichen Bereichen werden die Ehrenbriefe verliehen. Eines ist den Preisträgern gemein: Alle engagieren sich freiwillig für eine gute Sache. Sie wenden viel von Ihrer Zeit auf, um eine Aufgabe zu erfüllen, die Ihnen am Herzen liegt. Dafür sagen wir 'Danke'! “, so die Ministerpräsidentin.

Neben dem Ehrenbrief wurde eine geprägte, versilberte Ehrennadel in Form eines Kreuzes verliehen. Die runde Mittelscheibe trägt auf der Vorderseite das Thüringer Wappen mit dem Schriftzug „Freistaat Thüringen".

Den Ehrenbrief des Freistaats Thüringen können auch Personen erhalten, die in der kommunalen Selbstverwaltung oder in kommunalen Einrichtungen, in Vereinen mit kulturellen oder sozialen Zielen oder in vergleichbarer Weise mindestens 10 Jahre nach dem 3. Oktober 1990 ehrenamtlich tätig waren. Bei Aufnahme der ehrenamtlichen Tätigkeit erst in höherem Lebensalter, kann die Auszeichnung unabhängig von der Dauer der Tätigkeit gewährt werden.

Im Anschluss an die Übergabe der Ehrenbriefe wurde eine Fördervereinbarung zum Aufbau der „Bürgerschaftlichen Bildungsakademie 50plus“ vom Vorstandvorsitzenden der Thüringer Ehrenamtsstiftung,Dr. Volker Düssel und Christoph Schmallenbach, Vorstandsmitglied der Generali Deutschland Holding AG unterzeichnet.

Impressionen von der Überreichung der Ehrenbriefe

Folgende verdiente Bürgerinnen und Bürger wurden in diesem Jahr mit dem Ehrenbrief ausgezeichnet:

Andree Albert (Gera)

Ohne ihn wird es brenzlig. Er ist ein Mensch, der für uns alle “durchs Feuer geht”. Seit 1978 ist der Karosseriebauer ehrenamtlich für die Freiwillige Feuerwehr Gera-Hain/Wachholderbaum tätig. Seit 2004 ist er ihr Löschmeister und Wehrführer. Herr Albert weiß, wie wichtig eine verantwortungsbewusste, gut ausgebildete und stets einsatzbereite Feuerwehrmannschaft für die Sicherheit der Bevölkerung ist. Stets stellt er seine privaten Interessen zurück und ist Tag und Nacht, wochen- wie feiertags bereit, Menschen aus Not und Gefahr zu retten und ihren Besitz zu schützen. Mit enormer Leistungsbereitschaft nahm er an zahlreichen Einsätzen und Fortbildungen teil. Herr Albert leistet einen unschätzbaren und aufopferungsvollen Dienst zum Wohle und Schutz seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger. Es ist ein Dienst am Menschen, ein Dienst am Nächsten. Es ist nicht zuletzt sein Verdienst, dass es die Freiwillige Feuerwehr in Hain heute noch gibt und sie ein zuverlässiger Teil der Feuerwehr Gera ist.

Andrea Arzt (Auma, Landkreis Greiz)

Seit zwölf Jahren engagiert sie sich vorbildlich für die Gemeinde Auma und die Menschen, die dort leben. Als Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins Auma ist es ihr ein wichtiges Anliegen, die Traditionen und Brauchtümer ihrer Heimat zu bewahren und ihren Wert gerade jungen Menschen zu vermitteln. Auf vielfältige Weise gibt sie ihr umfangreiches Geschichtswissen weiter. Darüber hinaus entwickelt sie immer wieder Ideen und Projekte und versteht es, die Vereinsmitglieder zu motivieren, neue Wege zu gehen. Zudem war sie maßgeblich an der Einrichtung der neuen Aumaer Heimatstube beteiligt. Ein Kleinod im Alten Rathaus, das viel Wissenswertes über die Gemeinde und ihre Geschichte präsentiert. Hier organisiert Frau Arzt nicht nur Ausstellungen und interessante Vortragsveranstaltungen. Durch ihre guten Kontakte hat sie schon viele Bürgerinnen und Bürger gewonnen, Exponate zu stiften. Unermüdlich wirbt sie um weitere Ausstellungsstücke und Leihgaben, damit sich die Aumaer Bevölkerung im wahrsten Sinne des Wortes in ihrer Heimatstube zu Hause fühlt.

Horst Dittmar (Bad Salzungen, Wartburgkreis)

Sein intensives, über 30-jähriges ehrenamtliches Engagement dient den Interessen gehörloser und hörgeschädigter Menschen im Wartburgkreis. Als Vorsitzender der Gehörlosen- und Schwerhörigengruppe Bad Salzungen setzt er sich beispielhaft für die Betroffenen ein und hat großen Anteil daran, dass sich ihre Situation mehr und mehr verbessert. Er betreut vor allem alleinstehende und ältere Menschen und gibt ihnen Hoffnung. Herr Dittmar gehört auch zu den Gründungsmitgliedern des Gehörlosen-Sportverbandes Thüringen und war von 1990 bis 1998 Landeskegelwart. In dieser Funktion hat er aktiv dazu beigetragen, dass Thüringen die deutsche Kegellandschaft heute mit prägt. Darüber hinaus hat er als leidenschaftlicher Kegelsportler viele Gehörlose und Hörgeschädigte für den Kegelsport begeistert. Ferner war er über 30 Jahre lang als Vertrauensmann in der Betriebsgewerkschaft der IG Metall im ehemaligen Kaltwalzwerk Bad Salzungen aktiv. Auch in dieser Funktion hat er sich der Probleme und Sorgen seiner gehörlosen und hörgeschädigten Kolleginnen und Kollegen stets mit ganzer Kraft angenommen.

Christine Eisenhut (Mühlhausen, Unstrut-Hainich-Kreis)

Seit vielen Jahren beherrscht sie die kommunalpolitische Klaviatur hervorragend – als Mühlhäuser Stadträtin und Seniorenvertreterin, als Mitglied im Kreistag, im Seniorenbeirat des Unstrut-Hanich-Kreises und in den Sozialausschüssen auf Stadt- und Kreisebene. Egal in welcher Funktion – Frau Eisenhut bringt sich wirksam und nachhaltig für das Wohl ihrer Mitmenschen ein. Sie engagiert sich beispielgebend vor allem bei der Umsetzung von sozialen Projekten. Mit ihrer aufgeschlossenen, ehrlichen und überzeugenden Art gelingt es ihr darüber hinaus immer wieder, auch junge Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern. Ein besonderes Herzensanliegen war ihr der Bau einer barrierefreien Begegnungsstätte, die im November 2009 in Mühlhausen eröffnet werden konnte. Diese Einrichtung bietet den rund 1000 Mitgliedern der Volkssolidarität und allen Bürgerinnen und Bürgern von Mühlhausen und der Region verschiedenste Angebote und ist ein Zentrum der Kommunikation, der kulturellen, künstlerischen und geistigen Betätigung.

Günter Eisinger (Friedberg, Hessen)

Ohne ihn wäre die Sportwelt im Freistaat ärmer. Ohne ihn gäbe es die bekannte und schon mehrmals als weltbestes Spezialmeeting ausgezeichnete Veranstaltung „Hochsprung mit Musik“ in Arnstadt nicht: 1991 gründete sich auch dank seiner Unterstützung ein Förderverein, der sich seitdem mit großer Leidenschaft und enormer Tatkraft für die Organisation und Durchführung des Sportevents einsetzt. Damit war das Fundament für die Weiterentwicklung einer Sportveranstaltung gelegt, die Musik und Sport in beeindruckender Weise verbindet. Als Sportlehrer und Trainer u. a. von Ariane Friedrich nutzt Herr Eisinger seine guten Kontakte in die Hochsprungszene und sorgt so für ein erstklassig besetztes Athletenfeld, darunter immer wieder auch Weltmeister und Olympiasieger. Nicht zuletzt dank seines Einsatzes genießt das Arnstädter Meeting eine hohe Anziehungskraft im In- und Ausland. Als gebürtiger Hesse war es ihm zudem von Anfang an ein Anliegen, die Menschen in Hessen und Thüringen einander näher zu bringen. Sein Wirken ist ein gutes Beispiel der ausgezeichneten Zusammenarbeit der beiden Nachbarländer.

Corinna Fink (Greiz, Landkreis Greiz)

Die gelernte Röntgenassistentin ist seit ihrem 7. Lebensjahr eine begeisterte Leichtathletin. Für den LV Einheit Greiz errang sie bis heute viele Titel und Platzierungen. Weit über das normale Maß hinaus nutzt sie jede Gelegenheit, den Sport zu fördern. Von Beginn an lag ihr dabei der Kinder- und Jugendsport am Herzen: Seit 16 Jahren arbeitet sie aktiv im Vorstand der Kreissportjugend Greiz mit, deren Vorsitzende sie ist. Mit Leidenschaft, Umsicht und pädagogischem Gespür sorgt sie dafür, dass alle Kinder und Jugendlichen die Chance auf Bewegung, Spiel und Sport haben. Sie organisiert Freizeitturniere, Spiel- und Spaßfeste, Ferienfreizeiten, Fachtagungen und internationale Jugendbegegnungen, um die Lebensfreude und den Bewegungsdrang der Kinder wach zu halten und sie für den Sport zu begeistern. Es ist nicht zuletzt ihr Verdienst, dass die Kreissportjugend im Landkreis Greiz hohes Ansehen genießt und sich viele Jugendliche ehrenamtlich in der verbandlichen und offenen Jugendarbeit engagieren.

Carsten Fröhlich (Weimar)

Er ist ein Europäer mit Herz und Seele und gehört zu den Thüringern der „ersten Stunde“, die junge Menschen im Freistaat für eine intensive Auseinandersetzung mit europäischen Themen und Fragestellungen begeistert haben. 1992 war er Projektleiter für das erste Thüringer EU-Projekt im Bereich der beruflichen Bildung. Seitdem ermöglicht er Jugendlichen, sich im Ausland fort- und weiterzubilden. Zudem engagiert er sich mit viel Herzblut für den Europäischen Freiwilligendienst und hat maßgeblichen Anteil daran, dass Thüringen in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einnimmt. Mit Fachkompetenz, Überzeugungskraft und hohem persönlichen Engagement ist es ihm gelungen, dass mittlerweile viele Thüringer Schulen, Vereine, Stiftungen und Bildungseinrichtungen mit anderen Ländern ganz selbstverständlich „europäische Freiwillige“ austauschen. Er leitete u.a. auch das bisher größte deutsche Projekt im Europäischen Freiwilligendienst, das SPECIAL EVENT Weimar `99. Zurzeit engagiert sich Herr Fröhlich im Rahmen des „Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit“ und setzt mit seinem beispielhaften Engagement für Europa einmal mehr Maßstäbe.

Heinz Joachim Koch (Weimar)

Herr Koch ist seit über 20 Jahren ehrenamtlich im Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten tätig, wo er sich um die Seniorenbetreuung und die Organisation von Besuchen und Ausflügen kümmert. Auch im Weimarer Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Rechtsextremismus engagiert er sich mit ganzer Kraft. Er ist zudem Mitglied der Paul-Schneider-Gesellschaft und ehrt das Andenken des „Predigers von Buchenwald“ beispielsweise bei Führungen über das ehemalige KZ-Gelände. Im Rahmen der jährlichen Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald organisiert er in Thüringer Schulen Zeitzeugengespräche mit ehemaligen ausländischen Häftlingen, zu denen er seit Jahren persönliche Kontakte unterhält. Ganz besonders hat er sich um Band 8 des „Heimatgeschichtlichen Wegweisers zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945“ verdient gemacht und damit eine umfangreiche Bestandsaufnahme für das Thüringen jener Zeit vorgelegt.

Irina Krause (Erfurt)

Die gebürtige Russin engagiert sich in außerordentlichem Maße für ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger. Sie gehörte zu den Initiatoren des Erfurter Ausländerbeirates, der bereits 1992 als erster Ausländerbeirat in den jungen Ländern gegründet wurde. In den Jahren 2000 bis 2007 wirkte sie als Vorsitzende dieses Gremiums maßgeblich daran mit, dass der Ausländerbeirat in der Bevölkerung immer mehr gehört und um Einschätzung gebeten wurde. Bei allem, was sie tut, hat Frau Krause die Interessen von Menschen ausländischer Herkunft nie als Einzelinteressen im Blick, sondern immer das friedliche Zusammenleben aller Menschen. Stets setzte sie sich einfühlsam, aber konsequent ein, die Lebensbedingungen von Migranten und Asylbewerbern zu verbessern. Integration ist für sie keine Einbahnstraße, sondern ein permanenter wechselseitiger Annährungsprozess. Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement trägt sie zur Völkerverständigung bei und baut Brücken zwischen den Menschen.

Eberhard Laue (Gotha, Landkreis Gotha)

Herr Laue gehört zu den Menschen, die sich mit der ganzen Kraft ihres christlichen Glaubens in den Dienst der Mitmenschen stellen. Schon in den 1970er und 1980er Jahren hat er sich ehrenamtlich in der christlichen Jugendarbeit engagiert. Er befähigte die jungen Menschen, aktiv ihr Leben zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen, sich zu artikulieren und aufeinander zu hören. Außerhalb der sozialistischen Doktrin ist es ihm gelungen, Netzwerke zu bilden und aus der Nische herauszutreten. So hat er u.a. mit jungen Leuten aus verschiedenen Gemeinden gemeinsam Gemeindewochen ausgerichtet. Die durch die Gemeinsamkeiten erworbenen Fähigkeiten und Erfahrungen haben viele geprägt, so dass heute in einigen Gemeindekirchenräten, kirchlichen und diakonischen Einrichtungen seine Spuren zu finden sind.

Dr. Dieter Mäde (Rastenberg, Landkreis Sömmerda)

Er ist ein großer Naturliebhaber. Auf seine Initiative hin erfolgte 2005 die Gründung des NABU-Kreisverbandes Sömmerda, dessen Vorsitzender er bis 2009 war. Mit Fingerspitzengefühl gelang es ihm, unterschiedliche Interessen auszugleichen und eine zielgerichtete Arbeit im Natur- und Artenschutz aufzubauen. Eine wichtige Aufgabe sieht er auch darin, bedrohten Tieren zu helfen – beispielsweise durch das von ihm initiierte Projekt „Lebensraum Kirchturm“, das Turmfalken, Schleiereulen und Fledermäusen „Kirchenasyl“ gewährt und sich für ein ungestörtes Miteinander von Mensch und Tier in unseren Städten und Gemeinden einsetzt. Viel Energie investierte Herr Dr. Mäde zudem in sein Engagement gegen den Einsatz von Giftweizen in der Landwirtschaft. Seit vielen Jahren ist er ferner Mitglied im Naturschutzbeirat des Thüringer Landesverwaltungsamtes. Er war darüber hinaus Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender der Kreisjägerschaft Sömmerda und ist heute ihr Ehrenmitglied, wo er sich ebenso engagiert und motiviert für den Natur-, Tier- und Landschaftsschutz einsetzt.

Karl-Heinz Marx (Eckstedt, Landkreis Sömmerda)

„No Sports“ – dafür hat er kein Verständnis. Sport ist sein Leben. Weit über das normale Maß hinaus nutzt Herr Marx jede Gelegenheit, junge Menschen für den Sport zu begeistern So leitet der ehemalige Lehrer auch nach seiner Pensionierung noch die Arbeitsgemeinschaft Tischtennis der Staatlichen Grundschule in Udestedt. In ungezwungener Atmosphäre haben die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 3 und 4 hier die Möglichkeit, Tischtennis zu spielen, neue Techniken zu lernen und ihr Können zu verbessern. Durch sein von hoher Einsatzbereitschaft gekennzeichnetes ehrenamtliches Engagement motiviert er die Kinder und Jugendlichen zu einer gesunden Lebensweise und kümmert sich auch im sozialen und pädagogischen Bereich um seine Schützlinge. Stets hat er ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Probleme, gibt Tipps und hilft, wo er kann. Er ist damit ein Vorbild für andere Lehrerinnen und Lehrer im Ruhestand.

Bärbel Müller (Treben, Landkreis Altenburger Land)

Sie ist seit vielen Jahren in verschiedenen Ehrenämtern tätig und leistet Großartiges für Thüringen, das Altenburger Land und seine Menschen – als Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte im Landratsamt, als Vertreterin der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Arbeitskreis „Frauen und Wirtschaft“ in Thüringen, als Mitglied im Regionalbeirat Ostthüringen, als Organisatorin des Unternehmerinnen-Stammtisches und des alle zwei Jahre stattfindenden Unternehmerinnentages, als Seniorenbeauftragte und Mitglied im Seniorenbeirat, als Gründungsmitglied und Vorstandsvorsitzende des Kreisvereins der Landfrauen, als Vorstandsmitglied im Kreisbauernverband und im Verein zur Förderung und Entwicklung des Altenburger Landes. All diese Ämter und Funktionen zeugen von einem außergewöhnlichen Engagement. Frau Müller prägt nicht nur die kommunale Frauenpolitik im Altenburger Land entscheidend mit. Sie ist auch eine unverzichtbare Ratgeberin für alle, denen die Entwicklung des ländlichen Raumes im Altenburger Land am Herzen liegt.

Karsten Pilling (Jena)

Er gehört zu den Thüringern, die ihre Zeit und Energie bis zum selbstlosen Einsatz ihres Lebens für andere einbringen. Seit 1983 ist Herr Pilling Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Jena-Wöllnitz. Hier qualifizierte er sich zum Gruppenführer und übernahm zudem die Funktion des Wehrführers. Mit ganzer Kraft setzte er sich für den Umbau und die Erweiterung des örtlichen Feuerwehrhauses ein. Immer wieder motivierte er Kameraden und Anwohner des Ortsteils, sich an dem Projekt zu beteiligen. In über 2.000 Stunden freiwilliger Arbeit führten er und seine Unterstützer Arbeiten in bester Qualität aus und haben damit großen Anteil daran, dass die Freiwillige Feuerwehr Jena-Wöllnitz im Besitz eines modernen Feuerwehrhauses ist. Außerdem engagiert sich Herr Pilling in der Kommunalpolitik. Er ist Mitglied des Ortschaftsrates des Ortsteils Wöllnitz und nimmt hier zum Wohle seiner Mitmenschen aktiven Einfluss auf die Entwicklung seiner Heimat.

Nadine Sabath (Erfurt)

Sie setzt sich seit vielen Jahren für das Wohl der Blinden und Sehbehinderten in Thüringen ein. Die Mutter von drei Kindern ist selbst schwer sehbehindert. Sie ist Mitglied im Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen und arbeitet aktiv in der Erfurter Arbeitsgruppe für barrierefreies Bauen mit. Frau Sabath ist zudem ehrenamtliche Redakteurin beim Freien Rundfunk Erfurt International, Radio F. R. E. I. Auch hier vertritt sie mit großer Leidenschaft und Engagement die Interessen blinder und sehbehinderter Menschen. Für die von ihr initiierte „Lange Nacht der 6 Punkte“, eine dreistündige Live-Sendung mit abwechslungsreichem Programm und einem „Blind-Dinner“, erhielt sie 2009 eine Auszeichnung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes. Auch das „Erfurter Hörmagazin“, eine akustische Zeitung auf CD, wird von ihr produziert. Frau Sabath engagiert sich zudem in den Projekten „Equal“, „XENOS – Beschäftigung, Bildung und Teilhabe vor Ort“ und „FREI-Werk“. Initiativen, die Hilfe zur Selbsthilfe fördern und neue Wege zur Bekämpfung von Diskriminierung und Ungleichheiten gehen.

Heidrun Scheler-Stöhr (Sonneberg, Landkreis Sonneberg)

Sie ist eine Frau, die sich nicht nur außergewöhnlich stark in ihrem Berufsleben als Geschäftsführerin eines kleinen mittelständischen Unternehmens engagiert. Frau Scheler-Stöhr überzeugt ebenso mit ihrem aufopferungsvollen Einsatz und ihrem Sachverstand in verschiedenen Ehrenämtern: So bringt sie seit vielen Jahren ihr Wissen und Können in die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland (DRV MD) ein und ist seit 2002 alternierende Vorsitzende. Hier beschließt sie gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der Versammlung die Satzung und den Haushaltsplan, nimmt die Jahresrechnung ab und wählt die Mitglieder des Vorstandes sowie die Geschäftsführung. Darüber hinaus ist sie auch im Widerspruchsausschuss der DRV MD tätig. Ihre hohe fachliche Kompetenz, ihre Überzeugungskraft, ihre Offenheit und die Fähigkeit, damit lösungsorientiert zum Ausgleich verschiedener Interessen beizutragen, brauchte sie auch als ehrenamtliche Richterin beim Arbeitsgericht Suhl, wo sie über 13 Jahre lang tätig war.

Helmut Schönke (Jena)

Für ihn ist die Kommunikation durch die Sprache nicht selbstverständlich. Herr Schönke ist gehörlos und weiß genau um die Sorgen, Nöte und Ängste gehörloser und hörgeschädigter Menschen. Seit über 50 Jahren arbeitet der gelernte Betriebsschlosser ehrenamtlich in Gehörlosenvereinen und ist heute Vorsitzender des Jenaer Gehörlosenvereins. In all seinen Funktionen leistete er eine außerordentlich wichtige Arbeit, indem er die Interessen von gehörlosen und hörgeschädigten Menschen vertritt. Herr Schönke geht trotz mancher Barrieren beharrlich seinen Weg und engagiert sich mit ganzer Kraft dafür, Diskriminierungen entgegenzuwirken, das Selbstwertgefühl der Betroffenen zu stärken und ihre Lebenssituationen zu verbessern. Dazu gehört für ihn auch die kulturelle Teilhabe. Mit der Zauberei hat er eine Kunstform gefunden, sich auszudrücken: Als Mitglied des Gehörlosen Magic Clubs bezaubert er kleine und große Zuschauer, hörende und gehörlose, mit seinen magischen Auftritten.

Reik Schottmann (Friedrichroda, Landkreis Gotha)

Seit 1997 engagiert er sich im Technischen Hilfswerk (THW). Vom Bergungshelfer qualifizierte er sich zum Truppführer und später zum Gruppenführer. Heute ist er Zugführer des Ortsverbandes Eisenach. Herr Schottmann gehört zu den aktivsten Einsatzkräften des THW im Freistaat. Seine Arbeit zeichnet sich durch seine große Erfahrung, seine anerkannten Führungseigenschaften und seinen vorbildlichen Gemeinsinn aus. Durch die hervorragend organisierte und professionell geführte Ausbildungsvorbereitung und -durchführung hat er entscheidenden Anteil am hohen Niveau der Ausbildung in der Thüringer THW-Familie. Mit Engagement und Ehrgeiz arbeitet er fortwährend daran, seine Kenntnisse zu verbessern und seine Erfahrungen auszubauen und einzubringen. Dadurch zählt er seit Jahren zu den besten Prüfern im Bereich Grundausbildung des Geschäftsführerbereiches Erfurt und arbeitet seit 2006 als Prüfungsleiter. 2009 qualifizierte er sich zum Baufachberater des Geschäftsführerbereiches Erfurt. Daneben konzipierte und gestaltete er den Übungsplatz für das Thüringer THW.

Bernd Schubert (Eisenach)

„Hört ihr Leut und lasst Euch sagen....." – so schallt es an manchen Abenden durch die nächtlichen Straßen und Gassen von Eisenach. Dann dreht Herr Schubert seine Runden, um seine Zuhörer mit spannenden Geschichten zu unterhalten. Seit über zehn Jahren ist er Nachwächter mit Leib und Seele. Er vertritt die Stadt Eisenach in der Europäischen Nachtwächter- und Türmerzunft und ist ihr Botschafter bei Nachtwächterjubiläen und -treffen im In- und Ausland. Mit seinem großartigen Einsatz verhilft er dem Thüringer Nachtwächterwesen zu mehr Öffentlichkeit und knüpft Kontakte zu Landesverbänden in ganz Deutschland. Besonders wichtig ist ihm, die alte, ehrwürdige Nachtwächter- und Türmertradition an junge Menschen weiterzugeben. So oft wie möglich besucht er Schulen und Jugendherbergen, um mit Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Sein soziales Engagement zeigt sich vor allem auch darin, dass er alle Einnahmen und Spenden an soziale und gemeinnützige Einrichtungen weiterreicht. Eine Haltung, die von großem Gemeinsinn und Nächstenliebe zeugt.

Helmut Seeber (Gleichamberg, OT Bedheim, Landkreis Hildburghausen)

Er ist ein Mann, der insbesondere Frauen und benachteiligten Familien hilft. 1992 gründete er die Frauenakademie Hildburghausen und war bis 2008 ihr Geschäftsführer. Mit hohem, professionellem Einsatz, Idealismus, Kraft und Ausdauer entwickelte er die Beratungsstelle zu einer Institution, die weit über Hildburghausen hinaus einen guten Ruf besitzt. Herr Seeber ist „die Seele“ der Einrichtung. Er kümmert sich um Fördermittel, initiiert und betreut Projekte. Durch seinen Einsatz entstanden zahlreiche Bildungs- und Beschäftigungsinitiativen im Landkreis Hildburghausen, die vor allem Frauen nach der Kindererziehung einen Neustart ins Berufsleben erleichterten. Auch die von ihm angebotene Schuldnerberatung wird angenommen. Daneben setzt er sich seit über zehn Jahren in der PARITÄT für das Wohl der Frauen und die Gleichstellung ein. Er ist auch Vizepräsident des Thüringer Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes und Mitglied der Rechtskommission und organisiert zudem Sportveranstaltungen für Behinderte, wo es ihm stets gelingt, viele Helferinnen und Helfer zu gewinnen.

Gerda Tomisch (Sonneberg, Landkreis Sonneberg)

Sie ist seit Mai 1997 Vorsitzende des AWO Ortsvereins Sonneberg und widmet sich mit ganzer Kraft und ganzem Herzen den rund 100 Mitgliedern. Frau Tomisch lebt die Idee von Solidarität und Hilfe zur Selbsthilfe. Ganz in diesem Sinne setzt sie sich für ihre Mitmenschen, insbesondere für ältere Bürgerinnen und Bürger ein. Sie hat zu jeder Zeit ein offenes Ohr für die Seniorinnen und Senioren und ist immer für sie da, wenn sie Hilfe benötigen Zu Geburtstagen und Ehejubiläen gratuliert sie jedem Mitglied ihres Ortvereins persönlich. Einmal im Monat organisiert sie im AWO Wohnheim “Haus am Eichenberg“ einen Seniorennachmittag, bei dem regelmäßig etwa 70 Mitglieder und Gäste zusammentreffen. Seit 13 Jahren organisiert sie auch die wöchentlichen Seniorenfahrten des Ortsvereins und die 5-tägige Reise, die durch ganz Deutschland führt. Neben ihrer Arbeit in der Arbeiterwohlfahrt ist Frau Tomisch auch im Seniorenbeirat der Stadt Sonneberg tätig. Auch hier bringt sie mit Fachkompetenz und Leidenschaft die Interessen der älteren Generation öffentlich zur Sprache und entwickelt Ideen zur Verbesserung ihrer Lebenssituation.

Elke Trescher (Waltershausen, OT Langenhain, Landkreis Gotha)

Sie ist ihrer Heimat aufs Engste verbunden. Deshalb kümmert sie sich mit viel Herzblut und außergewöhnlichem Engagement um die Erforschung und Pflege von Landschaft und Natur, von Geschichte und Kunst, von Brauchtum und Volkskultur. 1998 gründete sie den Langenhainer Heimatverein und ist seitdem seine Vorsitzende. Die heimatpflegerische Arbeit, die der Verein unter ihrer Leitung leistet, ist in vieler Hinsicht beispielhaft und oft beispielgebend. Sie hat maßgeblichen Anteil daran, dass Langenhain in der Region bekannt wurde. Mit ihrem Einsatz hat sie dazu beigetragen, dass Brauchtum und Traditionen gepflegt und fortgeführt werden. Ein Engagement, das sich auch im Ausgestalten der Heimatstuben und der Heimatscheune mit zusammen über 700 Exponaten widerspiegelt. Als Motor des Vereins gelingt es ihr stets, die Mitglieder für neue Projekte zu begeistern und diese umzusetzen. Sie organisiert Feste, Vorträge, Wanderungen und Ausstellungen und freut sich über den regen Zuspruch der Langenhainer.

Rosemarie Vogt (Artern, Kyffhäuserkreis)

Sie ist eine leidenschaftliche Tänzerin und leitet seit 13 Jahren die Selbsthilfegruppen „Tanztherapie“ in Artern, Wiehe und Ringleben. Als ehemalige Leiterin einer Physiotherapie bringt sie ihren ernormen Erfahrungsschatz in ihr ehrenamtliches Engagement ein. In ihren Kursen schult sie die Gleichgewichts-, Denk- und Bewegungsfähigkeit und leistet damit einen wichtiger Beitrag zur Gesunderhaltung älterer Menschen. In Wochenendweiterbildungen beim Bundesverband für Seniorentanz erwirbt sie die notwendigen neuen Kenntnisse. In den Altenheimen der Stadt Artern übt sie mit den Heimbewohnern „Sitztänze“ und andere leichte Bewegungsformen. Darüber hinaus besucht sie eine der Bewohnerinnen regelmäßig, liest ihr vor oder geht mit ihr spazieren. Mit ihrer Selbsthilfegruppe bestreitet Frau Vogt immer wieder Auftritte und bereichert damit manche Veranstaltung im Kyffhäuserkreis. Auch engagiert sie sich seit sieben Jahren beim Selbsthilfetag der m&i-Fachklinik Bad Liebenstein. Als Mitglied des Selbsthilfebeirates vertritt sie zudem die Interessen der Selbsthilfegruppen des Kreises in der Öffentlichkeit.

Christel Wiegand (Gräfenthal, Landkreis Saalfeld-Rudolstadt)

Sie gehörte 1990 zu den Gründungsmitgliedern des AWO Ortsverbandes Gräfenthal und engagiert sich seitdem im Vorstand und als Beisitzerin des AWO-Kreisvorstandes. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Vereins organisiert sie für die AWO-Begegnungsstätte in Gräfenthal verschiedenste Veranstaltungen. Die beliebten und regelmäßig stattfindenden Kaffeerunden nutzt sie, um über aktuelle Seniorenthemen zu informieren. Dabei gelingt es ihr nicht nur, die Senioren zum Mitmachen zu motivieren. Frau Wiegand unterstützt sie auch bei Problemen und leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Als ehemalige Grundschullehrerin ist es ihr zudem eine Herzensangelegenheit, sich für Kinder zu engagieren: Im Kindergarten bringt sie Kindern die ersten englischen Vokabeln bei und in der Grundschule leitet sie die Arbeitsgemeinschaft „Junge Historiker“. Außerdem setzt sich Frau Wiegand als Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Gräfenthal „Die Pappenheimer“ für die Bewahrung wertvollen Kulturgutes und alter Traditionen ein und betreut das Grenz- und Heimatmuseum „Georg-Stift“. Daneben ist sie auch im Stadtrat und im Kultur-, Sozialausschuss und Bauausschuss von Gräfenthal zum Wohle der Gemeinschaft aktiv.

Dr. Heide Wildauer (Gotha, Landkreis Gotha)

Seit vielen Jahren ist sie unermüdlich und uneigennützig für die Allgemeinheit tätig – beispielsweise als Mitglied im Landesvorstand der Volkssolidarität und als Vorsitzende des Kreisverbandes Gotha. In dieser Funktion hat sie viel dafür getan, den Kreisverband zu stärken und ihm Anerkennung auf Kommunal- und Landesebene zukommen zu lassen. In die Landesarbeitsgruppe Strategie der Volkssolidarität bringt sie ihren Ideenreichtum, ihre Sachkompetenz und ihre Gabe, die Menschen zusammenzuführen genauso ein wie in die Landesarbeitsgruppe Kita, deren Vorsitzende sie ist. Frau Dr. Wildauer arbeitet äußerst zielstrebig und versucht stets, ihre selbst gesteckten, hohen Ziele mit großem Engagement zu realisieren. Bei allen Erfolgen ist sie sehr bescheiden geblieben. Frau Dr. Wildauer war außerdem zwei Legislaturperioden Mitglied des Thüringer Landtags und viele Jahre Fraktionsvorsitzende im Kreistag Gotha. Auch hier erwarb sie sich mit ihrem unermüdlichen und sachorientierten Wirken großes Ansehen der Vertreter aller Parteien und gilt als Vordenkerin in der Kommunalpolitik. Sie ist ferner Mitglied des Vorstandes der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl und Mitglied des Verwaltungsrates der Helios-Klinik Gotha.