Jahresempfang des American Chamber of Commerce
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- v.l.n.r.: Präsident der Amerikanischen Handelskammer Fred Irwin, Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und ser US-amerikanische Botschafter in Deutschland, S.E. Philip D. Murphy
Auf dem gestrigen Jahresempfang des American Chamber of Commerce Thüringen im Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei würdigte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht die USA als wichtigsten Wirtschaftspartner des Freistaates außerhalb Europas. Der US-amerikanische Botschafter in Deutschland, S.E. Philip D. Murphy, und der Präsident der Amerikanischen Handelskammer Fred Irwin unterstrichen den Willen, die Wirtschaftskontakte zwischen Deutschland und den USA weiter zu fördern und für Vertrauen in den Standort Thüringen zu werben.
Nach Worten Lieberknechts sind die Vereinigten Staaten der größte ausländische Investor im Freistaat. „Dieses Engagement hat wesentlich zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in Thüringen beigetragen“, sagte die Ministerpräsidentin. Seit der deutschen Wiedervereinigung seien 2,1 Milliarden Euro in rund 60 Projekte geflossen. Rund 7.700 Arbeitsplätze wurden geschaffen. „General Motors, Lear Corp., Eaton, BorgWarner und Avery Dennison, um nur einige aus der Fortune-500-Liste zu nennen, sind in Thüringen aktiv“, so Lieberknecht.
Auch auf politischer Ebene sieht die Ministerpräsidentin eine enge Bindung zwischen Thüringen und den USA. So waren sowohl Präsident Bill Clinton (1998), als auch der derzeit amtierende Präsident Barack Obama (2009) im Freistaat zu Gast. Die Thüringer Ministerpräsidenten Bernhard Vogel und Dieter Althaus besuchten mehrfach mit Wirtschaftsdelegationen die Vereinigten Staaten. Auch Lieberknecht plant in diesem Jahr eine Reise in die USA. Sie will dort unter anderem Wirtschaftsgespräche führen und für das Luther-Jubiläum 2017 werben.
Den Angaben zufolge unterhalten 417 Thüringer Unternehmen Wirtschaftskontakte in die USA. Niederlassungen betreiben unter anderem die Carl Zeiss Meditec AG, die Schott Jenaer Glas GmbH, die Jenoptik AG sowie die Analytik Jena AG. 2009 seien Waren im Wert von knapp 700 Millionen Euro in die USA exportiert worden. Die Vereinigten Staaten waren somit Thüringens viertwichtigster Handelspartner nach Großbritannien, Frankreich und Italien.
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- Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht