„Franz Liszt 1811 – 1886. Ein Europäer in Thüringen“
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- Der Kammerchor der Hochschule für Musik in Weimar brachte unter anderem Liszt’ „Ave Maria“ und „Pater noster“ zu Gehör.
Der Freistaat Thüringen hat in den europäischen Metropolen Brüssel und Berlin für das Lisztjahr 2011 geworben. Im kommenden Jahr finden mehr als 200 Konzerte, Wettbewerbe, Ausstellungen und Installationen in Thüringen statt und werden an das Lebenswerk des großen Komponisten erinnern.
Am 13. Oktober konnten sich im Königlichen Konservatorium zu Brüssel und eine Woche später im Französischen Dom zu Berlin Hunderte Musikfreunde an Kompositionen des in Ungarn geborenen Komponisten erfreuen. Auf dem Programm standen auch Werke von Johann Sebastian Bach. Prof. Rolf-Dieter Arens (Piano) spielte Bachs Italienisches Konzert F-Dur BWV 971 und Liszt’ 1. Legende „Vogelpredigt“. Der Kammerchor der Hochschule für Musik in Weimar brachte unter anderem Liszt’ „Ave Maria“ und „Pater noster“ zu Gehör.
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht nannte Liszt in ihrem Grußwort vor Beginn des Berliner Konzerts einen „virtuosen Schöpfer einer damals völlig neuartigen Klaviermusik, einen zukunftsweisenden Komponisten eigenen Stils und einen weitgereisten Europäer, der als Kosmopolit in der Klassikerstadt Weimar seine Heimat gefunden hat.“ Kulturminister Christoph Matschie bezeichnete in seiner Brüsseler Eröffnungsrede Liszt als einen „genialen Pianisten, Dirigenten, Komponisten, Lehrer und einen wahren Europäer“, der Weimar zu einem Musikzentrum von europäischem Rang gemacht habe.
Die Thüringer Landesregierung hat im April 2008 beschlossen, das Jahr 2011 als kulturelles Themenjahr dem bedeutenden europäischen Komponisten und Musiker Franz Liszt zu widmen. Liszt ist mit Thüringen in besonderer Weise verbunden. Die „Dioskuren“ Bach und Liszt sind die herausragenden Musiker der Thüringer Kulturlandschaft und haben die musikalische Entwicklung dieser mitteldeutschen Region geprägt. So unterschiedlich ihre Schicksale im Lande waren – Bach wurde vom Weimarer Hof in Ungnade entlassen, Liszt Ehrenbürger der Stadt – so segensreich war ihr Schaffen für die Thüringer Musikkultur. Der Ruf der Klassikerstadt an der Ilm gründet sich auf Namen wie Goethe und Schiller, Herder und Wieland als Blütezeit deutscher Dichtkunst und auf Franz Liszt, der Mitte des 19. Jahrhunderts Weimar zu einem Musikzentrum von europäischem Rang werden ließ.
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- Prof. Rolf-Dieter Arens (Piano) spielte Bachs Italienisches Konzert F-Dur BWV 971 und Liszt’ 1. Legende „Vogelpredigt“.
Das Kulturelle Themenjahr 2011 „Franz Liszt 1811 – 1886. Ein Europäer in Thüringen“ steht unter der Schirmherrschaft von Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und des Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Prof. Dr. Jerzy Buzek.
Anlässlich des 200. Geburtstages und des 125. Todestages von Franz Liszt würdigt der Freistaat Thüringen – gemeinsam mit Partnern in Liszts Geburtsort Raiding, in Budapest, Bayreuth, Luzern und Rom – das Wirken des großen Pianisten, Dirigenten, Komponisten, Musikpädagogen und Visionärs. Geplant sind mehr als 200 Veranstaltungen, darunter Konzerte, Wettbewerbe, Ausstellungen, Installationen, Konferenzen und der große Festakt des Freistaates Thüringen am 22. Oktober 2011, Liszts 200. Geburtstag. Neben Weimar stehen dabei die Thüringer „Liszt-Städte“ Eisenach, Sonderhausen, Meiningen, Erfurt und Jena im Mittelpunkt.
Das Gesamtprogramm des Themenjahres 2011 ist ab Anfang März 2010 im Internet unter
www.Liszt-2011.de verfügbar.