Solarstandort Thüringen
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- v.l.n.r.: Mario Bach, Dozent für den Ausbildungsbereich Mikrotechnologie, Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen, Karl-Heinz Pfündner und Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht im Thüringer Kompetenzzentrum für Hochtechnologien
Auf Einladung von Ministerpräsidentin Lieberknecht hat Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen am 23. August 2010 den Freistaat Thüringen besucht, um sich über Vertreter der Thüringer Solarindustrie über die Situation der Branche zu informieren.
„Die Fotovoltaik ist dabei, sich von einer Nische zu einem relevanten Bestandteil der Stromproduktion zu entwickeln. Mit bereits 6.000 Beschäftigten in circa 50 Firmen hat sich bei uns in Thüringen ein Kompetenz- und Technologiecluster entwickelt, das in Deutschland führend ist. Der Ausbau der Solarindustrie ist darum weiterhin ein originäres Thema der Landesregierung“, betonte Lieberknecht im Austausch einleitend.
Bundesminister Dr. Norbert Röttgen bezeichnete das „Solarvalley Mitteldeutschland“ als „Brutstätte der deutschen Solarbranche“ und Geburtsstätte der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung.
Zur nationalen Bedeutung der Solarbranche betonte Röttgen, dass die deutsche Solarindustrie sowohl auf dem internationalen Markt als auch auf dem heimischen Markt Fuß fassen müsse. Nur so könne teurer Energieimport aus dem Ausland durch regionale, erneuerbare Energieträger ersetzt werden. Gleichzeitig könne durch nutzerdefinierte Individuallösungen beim Modulbau zunehmend auch der Markt der Eigenheimbesitzer erschlossen werden.
Hierbei verwies der Vorstand des Solarclusters, Dr. Hubert Aulich, auf bereits existierende erfolgreiche Thüringer Initiativen wie die Kooperation „Bauhaus Solar“.
Aulich betonte an Röttgen gerichtet, dass technische Entwicklung und staatliche Förderung beim Ausbau der Solarindustrie Hand in Hand gehen müssten um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Der Geschäftsführer am Kompetenzzentrum für Hochtechnologien und Solarwirtschaft Karl Heinz Pfündner unterstrich, dass Thüringen den sehr nachhaltigen Weg mit professioneller Fachkräfteentwicklung über das Kompetenzzentrum weiter gehen wolle.
Solarstandort Thüringen im Überblick
- Die Thüringer Solarindustrie ist in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre entstanden.
- Neben Erfurt liegt der Produktionsschwerpunkt in Arnstadt/Ichtershausen und Jena.
- Zur Solar-Industrie in Thüringen gehören etwa 50 Firmen mit rund 6000 Beschäftigten.
- Nach bisherigen Planungen sollen durch Investitionen hunderte weitere Arbeitsplätze entstehen.
- Viele Handwerksbetriebe im Freistaat haben sich ebenfalls auf Solartechnik und die Installation von Anlagen spezialisiert.
- In Erfurt entsteht derzeit mit Landesförderung ein Ausbildungszentrum, das auch den Nachwuchs für die Solarbranchesichern soll.
- Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Jena, Ilmenau und Erfurt beschäftigen sich mit neuen technischen Entwicklungen für die Energiegewinnung aus der Sonne.
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- v.r. Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht
Am 20. August 2010 hatte Minister Dr. Jürgen Schöning an der
Einweihung der neuen Solarzellenfabrik der Bosch Solar Energy AG am Erfurter Kreuz teilgenommen und in Vertretung der Ministerpräsidentin ein Grußwort gehalten.
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- Einweihung der neuen Solarzellenfabrik der Bosch Solar Energy AG (3.v.l.: Minister Dr. Jürgen Schöning)