Anne Frank Ausstellung in Apolda
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- Anne Frank
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht eröffnet in der Pestalozzi Schule die Ausstellung „Anne Frank – eine Geschichte für heute“. Tief empört war die Ministerpräsidentin über die Schändung eines Anne-Frank-Plakats, das für die Ausstellung wirbt. „Das grausame Schicksal der Anne Frank hat weltweit Millionen von Menschen – Kinder, Jugendliche und Erwachsene – erschüttert und berührt. Mit ihren ergreifenden Tagebuch-Aufzeichnungen ist Anne Frank zu einer Symbolfigur für alle Opfer des Holocaust geworden. Vor diesem Hintergrund ist der Anschlag umso schändlicher, weil er sich gegen alle Opfer des Holocaust richtet. Wir Demokraten müssen alles dafür tun, um Rechtsextremismus, Fremdenhass und Antisemitismus aus unserer Zivilgesellschaft zu verbannen. Wir dürfen nicht schweigen und wegsehen. Wir müssen aktiv sein und handeln!", sagte die Ministerpräsidentin.
Vor wenigen Wochen hatte Lieberknecht Buddy Elias, den letzten lebenden Verwandten von Anne Frank, in Weimar getroffen. Diese Begegnung mit dem Cousin von Anne Frank hat die Ministerpräsidentin tief berührt. Eindringlich schilderte Elias damals, wie Familie Frank, die ebenfalls wie seine Familie in Frankfurt am Main tief verwurzelt war, hoffte, außerhalb Hitlerdeutschlands in Amsterdam in Sicherheit zu sein. Nach der Besetzung der Niederlande schrieb Anne Frank ihre bewegenden Tagebuchaufzeichnungen aus einem Versteck heraus, ehe sie verraten und kurz vor Kriegsende im Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordet wurde.
Im Vorfeld der heutigen Eröffnung der Anne-Frank-Ausstellung sagte die Ministerpräsidentin: „Mut und Zivilcourage, den Neonazis von heute, den Rechtsextremisten und ideologischen Fanatikern die Stirn zu bieten, genau das ist es, was wir heute, gerade in der jungen Generation wieder brauchen. Und darum ist es besonders wichtig, dass diese Ausstellung des Anne Frank Hauses Amsterdam vor allem in Schulen gezeigt wird. Wir wollen unsere Jugend im Geiste der Menschenrechte, der Demokratie, im Geiste der Toleranz, der Menschenwürde und der Völkerverständigung, des Friedens und der Weltoffenheit erziehen."