07.01.2013 08:58 Uhr

Staatsekretär a. D. Reinhold Stanitzek erhält Thüringer Verdienstorden

Foto: Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und Staatssekretär a. D. Reinhold Stanitzek
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und Staatssekretär a. D. Reinhold Stanitzek

Foto zum Download

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hat am 20. Mai 2010 den Thüringer Verdienstorden an den früheren Sprecher der Geschäftsführung der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG), Staatssekretär a. D. Reinhold Stanitzek verliehen. In den elf Jahren seiner Tätigkeit bei der LEG habe Stanitzek Herausragendes für Thüringen und die Menschen, die hier leben, geleistet, so die Ministerpräsidentin. Ohne sein außergewöhnliches Wirken, ohne das beispielhafte Engagement der LEG Thüringen stünde das Land heute nicht so gut da.

„Es ist uns wichtig, den großartigen Einsatz von Reinhold Stanitzek in diesem besonderen Jahr zu ehren“ sagte die Ministerpräsidentin weiter. „Einem Jahr, in dem wir 20 Jahre Deutsche Einheit und 20 Jahre Wiedergründung des Freistaates Thüringen feiern.  Jahre des Wandels, der kein Selbstläufer war, sondern von Menschen wie Reinhold Stanitzek gemacht wurde. Mit ganzer Kraft setzte er sich für unser Land ein und trieb den Aufbau unermüdlich voran. Er war ein Schrittmacher, der den Umbruch von der Planwirtschaft zur sozialen Marktwirtschaft in glänzender Weise mit gestaltet hat.“

Dabei habe er Verantwortung in einer schwierigen Zeit übernommen, erinnerte Lieberknecht. Tausende von Unternehmen hätten kurz vor dem Zusammenbruch und viele Innenstädte vor dem Zerfall gestanden. „Auch die Umweltbelastungen waren enorm. In Thüringen warteten Projekte in einer Größenordnung und Komplexität  ungekannten Ausmaßes auf Reinhold Stanitzek. Dass er diese Herausforderungen mit Energie, Beharrlichkeit und großer Sachkompetenz angenommen hat – dafür danke ich im Namen aller Thüringerinnen und Thüringer.“

„Zahlreiche Industriebrachen und ehemalige Militärflächen wurden durch die LEG Thüringen zukunftsorientiert revitalisiert.“ Als Beispiele nannte die Ministerpräsidentin Rudolstadt-Schwarza, die Maxhütte Unterwellenborn, Eisenach-Kindel oder auch eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Deutschlands, das Erfurter Brühl. „Unter der Führung von Reinhold Stanitzek wurde sprichwörtlich der Boden für Unternehmen mit Arbeitsplätzen bereitet.“

Dabei habe Stanitzek – nicht zuletzt als Präsident des Fördervereins für Denkmalpflege –  von Anfang an größten Wert darauf gelegt, nicht nur neue Gebäude zu errichten, sondern auch alte, historische Gebäude zu erhalten und zu sanieren. Sei es die Wachsenburg in der Nähe von Arnstadt, das Rundschloss Oberpöllnitz bei Triptis und auch die Ordensburg Liebstedt, ein historisches Kleinod im Weimarer Land.

„Als Botschafter des Freistaates warb Reinhold Stanitzek im In- und Ausland für den Standort – mit außergewöhnlichem Erfolg: Über 400 Projekte konnten im Bereich Ansiedlungen/Erweiterungen erfolgreich realisiert werden. Etwa 25.500 Arbeitsplätze und rund vier Milliarden Euro Investitionen stehen damit in Verbindung. Darunter die Ansiedlung des MDC Motorenwerks in Kölleda, der heutigen MDC Power GmbH.“

Weiter würdigte Lieberknecht den Beitrag der LEG zur Verbesserung der Wohnbedingungen in Thüringen. Sie habe sich erfolgreich für die Bereitstellung von Bauland und Wohnraum eingesetzt,  „eine Aufgabe, die vor allem im ersten Jahrzehnt nach der Wiedervereinigung von großer Dringlichkeit war. Es war ein enormer Fortschritt für unser Land, dass das Problem innerhalb von wenigen Jahren gelöst werden konnte.“

„Durch seine Leistungen ist Reinhold Stanitzek selbst zu einem Stück Thüringen geworden. Er hat die Identität unseres Landes in besonderer Weise mitgeprägt. Er war damit ein besonderer Glücksfall für den Freistaat: der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort!“

Der Thüringer Verdienstorden wurde erstmals im Jahr 2000 verliehen. Zuvor hatte der Thüringer Landtag beschlossen, dass „als Zeichen der Würdigung hervorragender Verdienste um den Freistaat und seine Bevölkerung (...) der Verdienstorden des Freistaats Thüringen gestiftet“ wird.
Die Zahl der lebenden Ordensträger ist auf 300 begrenzt.

Foto: Staatssekretär a. D. Reinhold Stanitzek
Staatssekretär a. D. Reinhold Stanitzek

Foto zum Download

Weiterführende Informationen

LEG
Landesentwicklungs- gesellschaft Thüringen

Verdienstorden des Freistaates Thüringen