07.01.2013 08:56 Uhr

Eröffnung Kompetenzzentrum

Foto: Bundesforschungsministerin Anette Schavan und Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht
Bundesforschungsministerin Anette Schavan und Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht im Gespräch

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Fachkräfte für die Solarbranche

Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hat am  27. April 2010 in Erfurt gemeinsam mit Bundesforschungsministerin Anette Schavan und Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig das Thüringer Kompetenzzentrum für Hochtechnologie und Solarwirtschaft eröffnet. Während der Feierstunde sagte Lieberknecht, die Ausbildungseinrichtung sei ein wichtiger Baustein für die Solarbranche im Freistaat. Hier würden künftig junge Menschen zu Fachkräften für Zukunftstechnologien ausgebildet.

Mit der Eröffnung des neuen Kompetenzzentrums stellt die Thüringer Wirtschaft nach Worten von Ministerpräsidentin Lieberknecht wichtige Weichen. „Die Solarindustrie ist eine Zukunftsbranche und sie soll auch in Thüringen eine gute Zukunft haben. Dafür brauchen wir qualifizierte Fachkräfte und ein Ausbildungsangebot auf hohem Niveau“, sagte Lieberknecht.

Zugleich betonte die Ministerpräsidentin die wachsende Bedeutung der Solarindustrie: „Die Landesregierung will Thüringen zum ´grünen Motor Deutschlands` machen und die Solarindustrie ist einer der antreibenden „Zylinder“ dieses Motors. Sie ist eine Zukunftstechnologie und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Freistaat.“ In den vergangenen Jahren hätten sich bereits etwa 50 Firmen angesiedelt, die rund 6.000 Menschen beschäftigten. Bis 2013 plane die Branche in Thüringen Investitionen in Höhe von etwa einer Milliarde Euro. „Wir wollen die Technologie- und Marktführerschaft unserer heimischen Solarunternehmen erhalten und ausbauen. Dafür ist das Thüringer Kompetenzzentrum für Hochtechnologie und Solarwirtschaft unverzichtbar. Denn es befriedigt den wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften“, sagte Lieberknecht und fügte hinzu: „Wir wollen die gemeinsame Clusterinitiative ´Solarvalley Mitteldeutschland` mit Sitz in Erfurt fortführen und auch die 2007 gegründete ´Solarinitiative Thüringen` zum Erfolg führen.“

Mit Blick auf die geplanten Kürzungen in der Solarförderung sagte Lieberknecht: „Ich begrüße den Beschluss der Bundesregierung, die Solarforschung mit 100 Millionen Euro zu unterstützen. Dadurch eröffnen sich für Thüringer Firmen im Bereich der Solarforschung neue Perspektiven. Zugleich aber halten wir daran fest, den Kürzungsplänen auf Bundesebene entschieden entgegenzuwirken. Das ist auch eine Frage der Verlässlichkeit der Politik. Gerade in den vergangenen Jahren sind auf alten Industriebrachen neue, moderne und wettbewerbsfähige Arbeitsplätze im Bereich der Erneuerbaren Energien entstanden. Die geplanten Einschnitte würden diese Investitionen und Arbeitsplätze in Thüringen gefährden. Die Landesregierung setzt sich auch auf Bundesebene dafür ein, die Rahmenbedingungen für die Solarindustrie in Thüringen weiter zu verbessern.“

Nach Ansicht von Wirtschaftsminister Machnig ist das Kompetenzzentrum ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung in Thüringen. „Wenn wir Hochtechnologie-Standort bleiben wollen, müssen wir vor allem in die Köpfe investieren.“ Laut Fachkreäftestudie des Wirtschaftsministeriums werden allein bis 2015 rund 80.000 neue Fachkräfte im Land benötigt. Das Kompetenzzentrum schaffe aber auch einen Vorsprung im Wettbewerb der Solarstandorte in Deutschland und Europa: „Die Verfügbarkeit von Fachkräften ist eine Kernfrage bei Ansiedlungen und Investitionen aus der Solarbranche“, so Machnig.

In dem Kompetenzzentrum können junge Menschen künftig 25 Berufe erlernen. Das Angebot reicht vom Mikrotechnologen über den Mechatroniker bis zum Produktionstechnologen. 351 moderne Plätze für Aus- und Weiterbildung stehen zur Verfügung, jährlich hier werden bis zu 2.500 Absolventen ihre Ausbildung oder Qualifizierung abschließen. Das Kompetenzzentrum hat insgesamt etwa 9,5 Millionen Euro gekostet. Den Löwenanteil dieser Summe haben sich Bund und Land geteilt, das BWAW Bildungswerk für Aus- und Weiterbildung Thüringen mußte etwa 15 Prozent tragen

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vor dem neuen Kompetenzzentrum
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Der Solarstandort Thüringen