Jahresempfang des Landkreises Greiz
„Was in Thüringen bisher erreicht wurde, beruht vor allem auf den Leistungen und dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger, die hier wohnen und wirken. Seien es Senioren, die sich um Jugendliche kümmern, Bürger, die Vereine am Leben halten, oder Unternehmer, die sportliche oder kulturelle Events als Sponsoren fördern – sie alle tun viel für den Freistaat und fördern ein lebendiges Gemeinwesen. Dafür möchte ich herzlich Dank sagen!“ Das erklärte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht beim Jahresempfangs des Landkreises Greiz, auf dem sie am Freitag, dem 5. März 2010 den Thüringer Verdienstorden an Dr. Hans-Georg Hunger sowie den Ehrenbrief des Freistaates Thüringen an Konrad Möller, Roland Schuster und Rosmarie Selle verliehen hat.
„Ohne Zweifel, die Demokratie lebt davon, dass die Menschen die Gesellschaft mit gestalten und sich für ihr Gemeinwesen verantwortlich fühlen. Die Gesellschaft – das sind alle, und deshalb sind auch alle gefordert“, so Lieberknecht weiter. Denn der Staat könne nicht alles richten. Unsere Demokratie lebe vom und im Miteinander der Menschen. Jeder müsse an seinem Platz, nach seinen Kräften Verantwortung übernehmen für sich und für das Gemeinwohl. „Und es ist mir ein besonderes Anliegen, den Menschen, die sich in besonderer Weise um den Freistaat Thüringen verdient gemacht haben, meinen Dank und meine Anerkennung auszusprechen.“
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- Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht bei ihrer Festansprache (Foto: Katja Grieser)
Dr. Hans-Georg Hunger wird für seine „herausragenden Verdienste um den Freistaat und seine Bevölkerung“ der Thüringer Verdienstorden verliehen. Er ist die höchste Auszeichnung, die der Freistaat zu vergeben hat. „Mit seinen vielfältigen Initiativen und seinem außergewöhnlichen Engagement hat Dr. Hunger angepackt und dabei zum Wohle unseres Landes in besonderem Maße beigetragen. Seit 1991 war er am Kreiskrankenhaus Greiz tätig, zunächst als Verwaltungsdirektor und seit 1993 als Geschäftsführer. Während dieser Zeit hat Dr. Hunger nicht nur dafür gesorgt, aus dem Krankenhaus Greiz eine der modernsten und innovativsten Kliniken Thüringens zu machen. Er hat sich darüber hinaus auch in vielen renommierten Gremien für das deutsche Gesundheitswesen ehrenamtlich engagiert“, würdigte die Ministerpräsidentin die Leistungen des Geehrten. „Es ist gut, dass es Menschen wie Dr. Hunger gibt. Mit ganzer Tatkraft hat er sich stets für den Aufbau eines leistungsfähigen Gesundheitswesens in Thüringen und weit darüber hinaus eingesetzt.“ Und bei allem Engagement habe Dr. Hunger nie das Wesentliche im Gesundheitswesen vergessen, das Wohl des Patienten in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen.
„Dr. Hans-Georg Hunger beweist jeden Tag aufs Neue, was ein Einzelner für die Gemeinschaft zu leisten vermag. Für seine außergewöhnliche Lebensleistung darf ich Dr. Hunger mit dem Thüringer Verdienstorden würdigen.“
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- Dr. Hans-Georg Hunger (Foto: Katja Grieser)
Des Weiteren überreichte Ministerpräsidentin Lieberknecht den Ehrenbrief des Freistaates Thüringen an Konrad Möller aus Saara, Roland Schuster aus Zeulenroda-Triebes und Rosemarie Selle aus Weida.
„Konrad Möller prägt seit vielen Jahren die Arbeit der AOK Thüringen. Er hat sich herausragende Verdienste beim Aufbau der Sozialverwaltung erworben. Als Mitglied des Verwaltungsrates der AOK Plus, der Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen, setzen Sie sich in außergewöhnlichem Maße für die Sicherung und die Verbesserung der Qualität der medizinischen Versorgung ein“, sagte die Ministerpräsidentin. Ebenso habe er sich als ehrenamtlicher Richter beim Arbeitsgericht Gera und als Mitglied des Widerspruchsausschusses der heutigen Deutschen Rentenversicherung verdient gemacht.
„Roland Schuster ist seit 1969 und damit seit über 40 Jahren ehrenamtlich im Vorstand der Allgemeinen Wohnungsgenossenschaft ‚Solidarität’ in Zeulenroda tätig. Mit großem Engagement setzt er sich für die Werterhaltung der Wohnungsbestände ein. Er war maßgeblich an der Vorbereitung und Errichtung verschiedener Wohngebiete beteiligt und hat damit für viele Zeulenrodaer zu einem Mehr an Lebensqualität beigetragen.“ Hervorzuheben sei auch sein Engagement beim Projekt „Generationenwohnen“, das 2008 seiner Bestimmung übergeben wurde. „Roland Schuster gehört zu den Menschen, die wissen, dass man der Gemeinschaft, in der man lebt, auch etwas zurückgeben muss“, so Lieberknecht.
„Rosmarie Selle hat 1991 den Club der Arbeiterwohlfahrt in Weida gegründet. Wie erfolgreich ihre ehrenamtliche Arbeit dort ist, zeigt bereits der Blick auf die Mitgliederzahlen: Waren es am Anfang drei Mitglieder, sind es heute 175 ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich in Ihrem Club regelmäßig treffen. Ob interessante Vorträge, musikalische Nachmittage, sportliche Angebote oder Konzert- und Theaterbesuche – das Programm des Weidaer Clubs der Arbeiterwohlfahrt ist abwechslungsreich und bereichernd.“ Dies alles sei ganz wesentlich dem außergewöhnlichen Engagement von Rosmarie Selle zu verdanken. Sie verstehe es, mit Energie und einer großen Portion Fröhlichkeit, die Menschen zusammenzubringen, sie aufzumuntern und ihnen Mut zu machen. „Sie ist in jeder Hinsicht ein Segen für ihre Mitmenschen und für unser Land“ , sagte die Ministerpräsidentin.
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- Landrätin Martina Schweinsburg (l.) und Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht mit den Ausgezeichneten (Foto: Katja Grieser)
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(Foto: Katja Grieser)