12.05.2017
Thüringer Staatskanzlei

Medieninformation 90/2017

Ministerpräsident Bodo Ramelow beendet Namibia-Besuch

Ministerpräsident Bodo Ramelow ist heute Vormittag von seinem zweitägigen Besuch in Namibia zurückgekehrt. Anlass der Reise war die 12. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in Windhuk, die noch bis zum Ende dieser Woche ganz im Zeichen des Reformationsjubiläums steht.

Der Ministerpräsident zeigte sich beeindruckt von der weltweiten Wirkung Martin Luthers. „Nicht nur der sehr lebendige Eröffnungsgottesdienst mit hunderten Gläubigen aus der ganzen Welt und die Auftaktveranstaltung des Kongresses des Lutherischen Weltbundes haben mir einen globalen Blick auf die Reformation gegeben. Es war spürbar, die Reformation ist kein abgeschlossenes Ereignis von vor 500 Jahren, sondern ein permanenter Prozess in vielen Bereichen unserer Gesellschaft. Darüber konnte ich auch mit Jugendlichen aus verschiedenen Ländern diskutieren, und ihre Sicht auf Religion und Politik war für mich sehr inspirierend.“ Konkret auf Thüringen bezogen erhoffe er sich, „dass die Menschen auf uns als ein Kernland der Reformation neugierig werden. Deshalb wollen wir die Marke Martin Luther auch künftig weiter nutzen, indem wir nicht nur unsere musealen Schätze, sondern auch die Lutherstätten – wie die Wartburg oder das Erfurter Augustinerkloster – präsentieren.“

Sowohl bei einem Treffen mit dem Präsidenten Namibias, Dr. Hage Geingob, als auch mit dem Sonderbeauftragten der namibischen Regierung zur Vergangenheitsbewältigung, Zed Ngavirue, ging es nicht nur um aktuelle Themen. Vielmehr tauschten sich die Politiker auch zum Stand der Gespräche zwischen den Regierungen von Deutschland und Namibia zur Verantwortung Deutschlands am Völkermord an den Herero und Nama aus. „Ich habe deutlich gemacht“, so Ramelow, „dass unsere beiden Länder gemeinsam an der Gestaltung der Zukunft arbeiten, ohne die gemeinsame Kolonialgeschichte auszublenden. Doch wir wissen, dass dieser Prozess Zeit braucht.“ Dabei nutzte der Ministerpräsident auch die Gelegenheit, über die Erfahrungen Thüringens mit der Erinnerungskultur, beispielsweise in den Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, zu berichten.

Besonders eindrucksvoll war die Besichtigung eines Musterhauses der Firma Polycare in einem Township bei Windhuk. Das Gehlberger Technologieunternehmen will mit einer Produktionsanlage für alternative Baustoffe einen Beitrag zur Linderung der Wohnungsnot in Namibia leisten. Nach einer Messe hatte PolyCare das Haus an die namibische Regierung übergeben, die es wiederum einem Kriegsversehrten, der Vater von sechs Kindern ist, zur Verfügung stellte. „Nicht nur das Engagement des Unternehmens ist sehr beeindruckend, vor allem auch die Familie zu sehen, die nun endlich in einem festen Haus leben kann, ist ermutigend“, berichtet Ramelow. „Und ich hoffe sehr, dass viele Menschen in Namibia davon profitieren können.“

Hinweis: Beigefügte Fotos stehen zur redaktionellen Verwendung zur Verfügung. Als Quelle geben Sie bitte „Dirk Heinrich Photo Library (DHPL)“ an.

Weitere Fotos von der Auslandsreise nach Namibia

Ministerpräsident Bodo Ramelow bei seinem zweitägigen Besuch in Namibia

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