11.05.2017
Thüringer Staatskanzlei

Medieninformation 87/2017

„Mit Reformation und Bauhaus nachhaltig für Thüringen werben, Wirtschaftskontakte ausbauen“

Ministerpräsident Bodo Ramelow reist vom 14. bis 20. Mai 2017 in die USA

„Reformations- und Bauhaus-Jubiläum sind Ereignisse von großer internationaler Bedeutung. Wir müssen die Gelegenheit ergreifen, nicht nur die Jubiläumsjahre selbst zu bewerben. Wir müssen vielmehr beide Ereignisse nachhaltig für das Tourismus- und Standort-Marketing des Freistaats nutzen“, erklärte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow vor Beginn seiner einwöchigen Reise in die USA, die er am Sonntag antreten wird.

„Thüringen bietet in vielfacher Weise die Original-Schauplätze zu Reformation und Bauhaus. Die beiden Jubiläen rücken Thüringen in das Rampenlicht der Weltöffentlichkeit. Es kommt jetzt darauf an, das Interesse an den Jubiläumsjahren, zu einem dauerhaften Interesse am Freistaat mit seinen vielfältigen Orten, an denen Geschichte und Kultur fassbar werden, weiterzuentwickeln“, betonte Ramelow. Thematisch geht es daher während des Aufenthalts in den Vereinigten Staaten gezielt um die Standort- und Tourismuswerbung für den Freistaat bzw. um das Reformations- und  Bauhaus-Jubiläum. Reiseziele des Ministerpräsidenten sind Städte wie Rochester, Detroit, Chicago und New York. Der Ministerpräsident wird auf seiner Reise mit Politikern, Wissenschaftlern und Kirchenvertretern zusammentreffen. Auch zwei Konzerte der Thüringer Bachwochen stehen auf dem Programm.

Einen weiteren Schwerpunkt der Reise bilden die Pflege und der Ausbau vorhandener  Wirtschaftskontakte, insbesondere in der Optoelektronik und Automobilzulieferindustrie.  Der Ministerpräsident wird begleitet von Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, Mitgliedern des Thüringer Landtags, hochrangigen Vertretern der Thüringer Wirtschaft und Wissenschaft sowie dem Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft Andreas Krey. Auf dem Reiseprogramm stehen Gespräche mit US-Unternehmern, die bereits in Thüringen investiert haben oder mit Thüringer Unternehmen in Kontakt stehen bzw. Kontakt aufnehmen wollen.

Die USA sind der wichtigste Handelspartner der Thüringer Wirtschaft außerhalb Europas. Zudem sind die USA der größte Auslandsinvestor in Thüringen. Seit 1990 haben die USA mit 2,2 Mrd. Euro Investitionen ca. 11.000 Arbeitsplätze im Freistaat geschaffen. Eine der Hauptbranchen der US-Investitionen in Thüringen stellt die Automobilindustrie dar. Die wirtschaftlichen Ausfuhren aus Thüringen in die USA betrugen 2015 rund 984 Mio. Euro, was Platz 2 in der Thüringer Exportstatistik bedeutet. Ausfuhrgüter sind vor allem Fahrzeugtechnik, optische Geräte und Werkzeugmaschinen. Der US-Anteil an Einfuhren nach Thüringen betrug 2015 insgesamt 335,5 Mio. Euro.

Die Reisetermine am Sonntag und Montag in Rochester stehen im Zeichen von Wirtschaft und Wissenschaft. Der Ministerpräsident wird mit Vertretern des Optik-Clusters zusammentreffen und über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich der Optik sprechen. Diesem Zweck dient auch ein Besuch des Unternehmens QED Technologies, das bereits mit dem Fraunhofer Institut für angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) in Jena  zusammenarbeitet.  Ramelow führt anschließend ein Gespräch im Rochester Museum and Science Center, an dem auch die Bürgermeisterin von Rochester Lovely Warren teilnehmen wird. Dabei wird der Leiter des IOF Prof. Dr. Andreas Tünnermann ein Exponat an das Museum übergeben. Den Abschluss des Reiseprogramms am Montag bildet ein Thüringenabend in Detroit auf Einladung des Ministerpräsidenten und des Ministers für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft Wolfgang Tiefensee. 

Auch der Dienstag wird wesentlich von Terminen in den Bereichen Wirtschaft und Wissenschaft geprägt. Auf dem Programm steht ein Gespräch mit Al Miranda, dem Präsidenten der Jenoptik Automotive North America LLC in Rochester Hills und dem  Bürgermeister der Stadt, Brian Barnett. Anschließend besucht der Ministerpräsident in Findlay das Unternehmen Mitec Powertrain, Tochterunternehmen der Mitec Automotive GmbH in Eisenach. An dem Gespräch werden neben Dr. Michael Militzer, Vorsitzender des Vereins Automotive Thüringen e.V., der Chief Executive Officer von Mitec, Arnie Jensen, teilnehmen.

Am Mittwoch trifft der Ministerpräsident Tim Ruff, Senior Vice President des Unternehmens Molex Inc. in Chicago zu einem Gespräch. Dabei wird es ebenfalls um die Aufnahme bzw. den Ausbau von Geschäftsbeziehungen zu Thüringer Unternehmen gehen. Mit der gleichen Zielsetzung wird Ramelow anschließend ein Gespräch mit Travis Sullivan und Maria Laine führen, beide gehören dem Management von Boeing an. Daran teilnehmen wird auch der Geschäftsführer von Jena-Optronik, Dietmar Ratzsch. Das Unternehmen ist bereits seit 15 Jahren Lieferant von Boeing. Über „die politische Lage in Thüringen und Deutschland“ wird Bodo Ramelow anschließend bei einem Treffen mit dem American Council on Germany Chicago sprechen. Gastgeber ist Dr. John Gatto, Präsident des  American Council on Germany Chicago. An dem Gespräch wird auch der deutsche Generalkonsul Herbert Quelle teilnehmen. Das Reformationsjubiläum wird im Mittelpunkt einer anschließenden Begegnung mit Chris Boeger, Generalsekretär der Evangelical Lutheran Church in America (ELCA), stehen. Die ELCA ist die mitgliederstärkste lutherische Kirche in den USA.

Das Bauhausjubiläum 2019 ist Gegenstand des Gesprächs mit Denis Weil, Dekan des Institute of Design, ebenso wie beim Besuch der Bauhauskeramikausstellung in der Galvin Library des Illinois Institute of Technology. Zahlreiche Exponate dieser Ausstellung stammen aus Thüringen. Am Mittwochabend steht abschließend der Besuch der Abschlussveranstaltung des Master of Fine Arts Program (MFA) der School of the Art Institute auf dem Programm. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden die Abschlussarbeiten der Absolventen präsentiert.

Der Donnerstag beginnt in Chicago mit der Teilnahme des Ministerpräsidenten an einer geneinsam von Thüringer Tourismus GmbH und der Lutheran Church Missouri Synod (LCMS) organisierten Veranstaltung in der Concordia University. Bodo Ramelow wird in einem Grußwort über das Zusammenwirken von Glaube und Politik im Kontext der aktuellen Flüchtlingsdebatte in Deutschland sprechen. Bärbel Grönegres, Geschäftsführerin der TTG, wird in einem Vortrag über das Lutherland Thüringen informieren. Der Ausbau der Wissenschaftskontakte Thüringens ist Anlass für das nachfolgende Gespräch mit der Präsidentin der School oft the Art Institute of Chicago (SAIC), Elissa Tenny. Die Bauhaus-Universität Weimar pflegt seit zwei Jahrzehnten Kontakte zur SAIC, u. a. findet ein regelmäßiger Studentenaustausch statt. Den Abschluss der Reise nach Chicago bildet ein Konzert der Thüringer Bachwochen in der St. James Cathedral. Das Konzert wird von den Thüringer Bachwochen zusammen mit der Bach Society of Chicago organisiert.                    

Bauhaus und Reformation stehen im Zentrum des Aufenthalts in New York am Freitag und Samstag. Den Auftakt bildet ein Gespräch mit dem Präsidenten des Pratt-Instituts Thomas Schutte. Im Rahmen dieses Zusammentreffens wird Schutte mit dem Präsidenten der Bauhaus-Universität Weimar eine Absichtserklärung (MoU) zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit unterzeichnen. „Bauhaus Migrations – Wege, Wagnisse, Wirkungen“ ist der Titel einer anschließenden Fachveranstaltung, zu der die deutsche Generalkonsulin Brita Wagner gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten eingeladen haben. Ein weiteres Konzert der Thüringer Bachwochen steht auch in New York auf dem Programm. Mitveranstalter sind die Church off St. Vincent und das Miller Theatre der Columbia University.  

Am Samstag, dem letzten Tag des USA-Aufenthalts, steht zunächst eine Gesprächsrunde auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung auf dem Programm, bei der es um die Stellung der Gewerkschaften in den USA gehen wird. Anschließend findet eine Zusammenkunft mit Vertretern weiterer politischer Stiftungen statt. Eine originelle Reisestation, aber mit konkretem Thüringen-Bezug, stellt der öffentliche Rasur-Termin des Ministerpräsidenten im Harry’s Corner Shop dar. Harry’s vertreibt weltweit online Rasierzubehör und produziert in Eisfeld.

Den Abschluss der USA-Reise bildet ein Besuch des 9/11 Memorials, wo der Ministerpräsident zum Gedenken an die Opfer des Terrorangriffs vom 11. September 2001 weiße Rosen niederlegen wird.

Für Fragen zum Reiseprogramm und zu Fotos steht Ihnen während der Reise Bernd Edelmann unter der Mobiltelefonnummer +49 (0)151 58205698 zur Verfügung.

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