07.05.2015
Thüringer Staatskanzlei

Medieninformation 86/2015

Staatssekretärin Dr. Winter beim 19. Bundeskongress der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Bundesstiftung Aufarbeitung: „Wichtige Säulen der regionalen Aufarbeitung“

Am morgigen Freitag (8. Mai 2015) beginnt im Stadtschloss Fulda der 19. Bundeskongress der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Bundesstiftung Aufarbeitung. Die Thüringer Staatssekretärin für Kultur und Europa, Dr. Babette Winter, wird die Eröffnungsrede der dreitägigen Veranstaltung halten. Im Vorfeld hob die Staatssekretärin die Bedeutung der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen hervor. „Sie sind wichtige Säulen der regionalen Aufarbeitung der SED-Diktatur. Ebenso haben sich die Opferverbände und verschiedenen Aufarbeitungsinitiativen große Verdienste bei der zivilgesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Unrecht in der DDR erworben.“

Weiter erinnerte die Staatssekretärin daran, dass sich auf Beschluss der neuen Thüringer Landesregierung mittlerweile eine interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) zur Unterstützung und Weiterentwicklung der Aufarbeitung der SED-Diktatur in Thüringen konstituiert hat. „Wir wollen damit eine neue Qualität in der Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur erreichen“, erklärte Dr. Winter. „Wir wollen einen umfassenden gesellschaftlichen Prozess einer konsequent ideologiefreien Aufarbeitung anstoßen und fördern.“ Als ihr persönliches Schwerpunktthemen nannte die Staatssekretärin den breiten gesellschaftlichen Dialog über den Alltag in der Diktatur - für Opfer, Mitläufer, Mittäter und Täter. „Es ist jetzt an der Zeit, den Blick zu weiten über Stasi-Täter hinaus auf die vielen kleinen und großen Rädchen im Getriebe, mit dem Diktatur funktioniert. Und dass, ohne jedes Durchschnittsleben in der DDR pauschal zu entwerten. Das geht nicht mit dem Holzhammer. Deshalb bereite ich Dialoge vor, die nicht im Rampenlicht stattfinden.“

Weitere Schwerpunkte der Landesregierung sind die Erinnerungskultur und die Gedenkstättenarbeit, die wissenschaftliche Aufarbeitung, die historisch-politische Bildung und Demokratieerziehung sowie die Rehabilitierung und Entschädigung von Opfern politischer Verfolgung und die dafür erforderlichen Beratungsstrukturen.

„Zugleich und unabhängig von der IMAG wollen wir die Anliegen betroffener Menschen nach Anerkennung von erlittenem Unrecht und Entschuldigung dafür unterstützen“, sagte die Staatssekretärin. „Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit individuellen Verfolgungsschicksalen. Deshalb wurde - ebenfalls im März - eine eigene Arbeitsgruppe zum Tod von Matthias Domaschk eingerichtet; eine weitere zum Todesfall Hans-Jürgen Neuber soll folgen.“

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