05.10.2017
Thüringer Staatskanzlei

Medieninformation 183/2017

Museumsperspektive 2025 – Kulturminister stellt Diskussionspapier vor: „Qualität und Vielfalt der Thüringer Museumslandschaft erhalten und entwickeln“

Auf dem heutigen Verbandstag des Museumsverbandes Thüringen e. V. stellte Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, die Museumsperspektive 2025 vor. Die in enger Zusammenarbeit mit dem Museumsverband Thüringen erarbeitete Museumsperspektive ist ein Diskussionspapier, das zum Dialog darüber einlädt, wie die Qualität und Vielfalt der Thüringer Museumslandschaft auch in Zukunft erhalten und weiterentwickelt werden kann. Die Vorbereitungen dafür begannen nach Amtsantritt der rot-rot-grünen Landesregierung im Jahr 2015.

Thüringen hat eine vielfältige Museumslandschaft. Museen bewahren kulturelle Schätze, sind Erinnerungs- und Wissensspeicher, tragen zur kulturellen Selbstverständigung über uns und unser Land bei. Die Museumsperspektive 2025 verfolgt das Ziel, dauerhafte, leistungsfähige Strukturen auf den Weg zu bringen, die auch in Finanzkrisen und sinkenden Haushalten Bestand haben können und zugleich bestehende Strukturdefizite überwinden.‎ Mit der Museumsperspektive 2025 werden Wege aufgezeigt, wie unter sich ändernden und nicht einfachen Umständen die Thüringer Museumslandschaft in einer gemeinsamen Anstrengung zwischen Land, kommunalen und weiteren Trägereinrichtungen zukunftsfest gemacht werden kann.

Zentrale Eckpunkte der Museumsperspektive 2025 sind neben Verlässlichkeit und der Unterstützung von Netzwerken und Kooperationen, eine größere Inpflichtnahme der institutionellen Zuwendungsempfänger, die angemessene Vergütung guter Arbeit sowie die Stärkung der Museumsberatung. Dies sind Voraussetzungen dafür, dass Thüringer  Museen weiterhin ihre wichtigen Aufgaben erfüllen und sich positiv entwickeln können.

Für das Land möchten Museumsverband und Staatskanzlei Gewissheit haben, dass mit den eingesetzten Mitteln die Ziele eines flächendeckend qualitativ anspruchsvollen Museumsangebotes und die Zusammenarbeit zwischen Land, kommunalen und weiteren Trägereinrichtungen für die Thüringer Museumslandschaft gesichert sind. Dazu wird es aber erforderlich sein, das Potenzial für Kooperationen zwischen den Einrichtungen zu prüfen und dort, wo es notwendig und nützlich ist, auch anzuregen. Daher wird Land mit den kommunalen Partnern das Papier intensiv erörtern.

Kulturminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff erläutert: „Mit der Museumsperspektive 2025 legt der Freistaat erstmals seit der Wiedergründung 1990 eine fundierte Untersuchung über die Museumslandschaft in Thüringen vor. Gewürdigt werden die Leistungen der unterschiedlichen Träger, vor allem Kommunen und Vereine sowie das ehrenamtliche Engagement von rund 10.000 Menschen, die sich in unterschiedlicher Form für ihre Museen einsetzen. Beschrieben werden die Herausforderungen in den Bereichen Kulturtourismus, Digitalisierung, Kulturelle Bildung, Inklusion und die Erwartungen des Landes an die vom Freistaat finanzierten Museen. Sie sollen künftig Ankerfunktionen für die Museen ihrer Region wahrnehmen und damit zur stabilen Fortentwicklung der Museumslandschaft beitragen, die durch dezentrale Konzentration früherer herzoglicher Sammlungen, Residenzmuseen ebenso wie durch städtische, bürgerschaftliche Museumsgründungen geprägt sind. Die Landesregierung bekennt sich zum Kulturstandort Thüringen und zur Thüringer Museumslandschaft in ihrer ganzen Bandbreite. Ausdruck dessen ist, dass wir nicht nur einen stabilen Kulturhaushalt garantieren, sondern insbesondere die Investitionsausgaben deutlich erhöhen.“

Dr. Lutz Unbehaun, Erster Vizepräsident des Museumsverbandes Thüringen e. V. ergänzt: „Der Vorstand des Museumsverbandes Thüringen e. V. (MVT) begrüßt ausdrücklich die vorliegende Museumsperspektive 2025, die seit zwei Jahren unter Federführung der Thüringer Staatskanzlei und unter fachlicher Mitwirkung des MVT erarbeitet wurde. Die umfassende Analyse der Museumslandschaft Thüringen macht bekannte Defizite deutlich: fehlendes Fachpersonal, sinkende Grundfinanzierung der Museen, Restaurierungsstau und einiges mehr. Seit 2016 gibt es ein sehr erfolgreiches Volontärsprogramm des Landes sowie Landesmittel für Restaurierung und Provenienzforschung. Mit den Handlungsempfehlungen zur Museumsentwicklung bis 2025 sind alle Museen und Museumsträger, Land, Kommunen und Landkreise, zur verstärkten Zusammenarbeit aufgerufen. Der Museumsverband Thüringen e. V. wird sich aktiv in die jetzt beginnende breite Diskussion einbringen und an der Umsetzung beteiligen.“

Die Vorschläge werden einer Vielzahl von institutionellen Akteuren direkt übersandt und stehen parallel im Internet auf thueringen.de zum Download bereit.

Diskussionspapier Museumsperspektive 2025

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