19.09.2017
Thüringer Staatskanzlei

Medieninformation 164/2017

- Internationale interdisziplinäre Tagung in Jena -

Hoff: Heimat-Begriff als Herausforderung der Gegenwart begreifen

Angesichts weltumspannender Kommunikationsnetze, internationaler Wirtschafts- und Finanzbeziehungen, der Globalisierung der Arbeitswelt und nicht zuletzt aktueller Fluchtbewegungen aus Krisengebieten stellt sich die Frage nach dem Heimatbegriff mit großem Nachdruck. Antworten versuchen zu finden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom 20. bis 23. September 2017 in einer internationalen Tagung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU).

An der wissenschaftlichen interdisziplinären Tagung, die von der Fritz-Thyssen-Stiftung finanziert wird, sind auch die modernen Philologien, die Geschichtswissenschaft und die Musikwissenschaft beteiligt. Die Veranstaltung schließt an eine 2014 gehaltene Tagung zum Thema „Heimat gestern und heute“ an.

Der Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, hält anlässlich eines Abendvortrags zur Eröffnung der Tagung morgen, 20. September 2017, um 18 Uhr, ein Grußwort. Vorab sagt er: „Es gehört zu den großen Herausforderungen der Gegenwart, wichtige Begriffe wie ‚Heimat‘ kognitiv und affektiv so zu besetzen, dass sie von allen Bürgerinnen und Bürgern als Möglichkeitsraum verstanden werden. Verschiedene Lebensentwürfe und kulturelle Traditionen sollen nebeneinander existieren können und Gültigkeit haben. Darin dürfen Menschen nicht mehr zu Angehörigen von Minderheiten degradiert werden und sollen Sicherheit vor den großen Risiken des Lebens, seien es Krieg, Gewalt, Armut oder Diskriminierung, finden.“

Gerade das Internet nähre die Hoffnung, Bildung, Aufklärung und das Gedankengut der Gleichberechtigung aller Menschen in jeden Teil des Globus zu tragen, so Hoff weiter. Im ‚global village‘ könne sich Kants Lehre „Vom ewigen Frieden“ verwirklichen, also eine Gesellschaft entstehen, in der Religionen und Kulturen friedlich miteinander leben. Über diese Lehrsätze in der Gegenwart zu diskutieren, bleibe unverzichtbar.

Hinweis für die Medien:
Zur Eröffnung der Tagung "Heimat - ein Problem der globalisierten Welt?" am 20. September ab 17.30 Uhr in der Aula der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Fürstengraben 1, 07743 Jena) sind Journalistinnen und Journalisten herzlich willkommen. Die Vorträge der Tagung sind öffentlich. Der Eintritt ist frei. Das vollständige Programm sowie weitere Informationen sind zu finden unter: www.heimattagung2017jena.wordpress.com/

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