Reformationsjubiläum "Luther 2017" in Thüringen

Martin Luther
Martin-Luther-Denkmal in Erfurt; Foto: Thüringer Tourismus GmbH

„Die Landesregierung begreift die Vorbereitung des Reformationsjubiläums „Luther 2017“ auch weiterhin als eine bedeutende Querschnittsaufgabe und einen wichtigen Bestandteil der Kulturlandschaft Thüringen.

Der konzeptionelle Leitgedanke: „Thüringen als Luther-Land entdecken und entwickeln“ verbindet den Blick zurück mit dem Blick nach vorn. Die neue Landesregierung sieht in der Vorbereitung des Reformationsjubiläums eine einzigartige Chance spannender und anregender Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteuren aus Kirchen und Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft.

Gemeinsam kann es gelingen, die vielfältigen Impulse der Reformation aufzugreifen, um reformatorische Tradition und reformfreudige Avantgarde heute zur Wirkung kommen zu lassen: ohne „Heldenverehrung“, ohne kulturpolitischen oder konfessionellen Triumphalismus, ohne die Kritik an Martin Luther oder an einzelnen Folgewirkungen der Reformation zu verschweigen und ohne die inhaltlich gebotene Trennung von Staat und Kirche auf dem Wege der Umsetzung dieses Gemeinschaftsprojektes preis zu geben.“

(Quelle: Regierungserklärung des Ministerpräsidenten Bodo Ramelow vom 12.12.2014, 9.00 Uhr, im Thüringer Landtag)

 

„Die Koalition bekennt sich zu den Initiativen im Rahmen des Reformationsjubiläums und der Lutherdekade.“

(Quelle: Das Reformationsjubiläum 2017 im Koalitionsvertrag zwischen den Parteien DIE LINKE, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, S. 60)

Die Umsetzung der Lutherdekade und des Reformationsjubiläums 2017 ist nicht einfach eine Aufgabe der evangelischen Kirchen. Die kulturellen Impulse und Folgewirkungen der Reformation machen die Jubiläumsvorbereitung zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Dekaden-Grundsätze sollen helfen, den historischen sowie landespolitischen Reformationsbezug von Projekten und Initiativen zu erkennen und entwickeln zu helfen. Die Dekaden-Grundsätze dienen als orientierende Handreichung zur Vorbereitung und Durchführung von Projekten.

Mit dem Thesenanschlag von Martin Luther am 31. Oktober 1517 an der Schloßkirche zu Wittenberg begann die Reformation. Im Jahr 2017 jährt sich dieser Tag zum 500. Mal. Auf dieses Reformationsjubiläum leitet die Reformationsdekade hin, die jedes der zehn Jahre von 2008 bis 2017 unter ein Thema stellt, das mit der Reformation in Verbindung steht.

Martin Luther zählt zu den bekanntesten Deutschen. Wird genauer nachgefragt, wird jedoch deutlich, dass sowohl das Wissen über den Menschen Luther als auch über sein beachtliches personelles Netzwerk und sein kulturelles Umfeld relativ schwach ausgebildet ist. Auch die mit der Reformation verbundenen Wandlungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, das Entstehen einer neuen Ästhetik, neuer Formen der Kunst und des Kunstbetriebes sowie die umfängliche Nutzung neuer Techniken wie beispielsweise des Buchdrucks verdienen eine sorgfältige Recherche und Würdigung sowie eine möglichst breite Diskussion.

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