Informationen

Die traditionellen Printmedien sind in Thüringen fest etabliert. Im Freistaat erscheinen sieben regionale Tageszeitungen – zur Zeitungsgruppe Thüringen (ZGT) gehören die Thüringer Allgemeine (TA), die Thüringische Landeszeitung (TLZ) und die Ostthüringer Zeitung (OTZ). Im Süden des Landes erscheinen das Freie Wort (FW) und die Südthüringer Zeitung (stz). Beide Zeitungen kooperieren miteinander. Darüber hinaus erscheint das FW Meininger Tageblatt. Im Kreis Altenburger Land erscheint die Osterländer Volkszeitung als Thüringer Ableger der Leipziger Volkszeitung.

Der Mitteldeutsche Rundfunk produziert im Landesfunkhaus Thüringen Fernseh- und Hörfunkprogramme. Im Landesfunkhaus wird das Thüringen Journal als tägliche Nachrichtensendung produziert. Mit MDR 1 Radio Thüringen strahlt der MDR ein für den gesamten Freistaat produziertes Hörfunkprogramm aus.

Das ZDF ist in Thüringen mit einem Landesstudio vertreten. Im Landesstudio werden Beiträge für die heute-Nachrichten, das heute-Journal, den Länderspiegel und andere Magazinsendungen hergestellt.

Auch der Privatrundfunk strahlt mit Antenne Thüringen, deren Tochtergesellschaft Radio Top 40 und der Landeswelle Thüringen landesweit Programme aus.

Lokale Fernsehstationen senden in vielen Städten des Freistaats.

Die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) ist unter anderem zuständig für die Zulassung von Rundfunkveranstaltern, die Aufsicht von Rundfunkveranstaltern und Anbietern von Mediendiensten sowie die Aufsicht über die Einhaltung des Jugendschutzes durch Internetanbieter.

Von der TLM werden Offenen Kanäle unterstützt zum Beispiel der Offene Fernsehkanal in Gera und Radio Funkwerk in Erfurt und Weimar. Auch nicht kommerzielle Lokal- und Hochschulradios erhielten von der TLM eine Lizenz, beispielsweise Radio F.R.E.I. in Erfurt, Radio Lotte in Weimar und radio hsf in Ilmenau.

Medienbildung

Thüringen setzt auf den Mediennachwuchs. Die Universitäten und Hochschulen bieten exzellente und praxisorientierte Medienstudiengänge an, die in bundesweiten Rankings immer wieder vordere Plätze belegen. Ob Medientechnik, Mediengestaltung oder Medienwissenschaft, an der TU Ilmenau, der Bauhaus-Universität Weimar oder den Universitäten bzw. Fachhochschulen in Erfurt und Jena erhalten Medienprofis von morgen das erforderliche Rüstzeug. Talente haben darüber hinaus in Qualifizierungsprogrammen wie der Akademie für Kindermedien, TP 2 Talentpool oder der Games Master Class die Möglichkeit, von ausgewiesenen Experten und erfolgreichen Medienmachern zu lernen und ihre eigenen Projekte weiterzuentwickeln. Durch die Integration bisheriger Qualifizierungsangebote und die Einbeziehung von Medienpraktikern sollen die Voraussetzungen für einen MedienCampus am Standort STUDIOPARK KinderMedienZentrum in unmittelbarer Nähe von MDR und KiKA geschaffen werden.

Generationsübergreifende Medienbildung mit dem Ziel der Befähigung zu sachkompetenten und verantwortungsbewussten Umgang mit Medien besitzt in Thüringen einen hohen Stellenwert. Bereits 1996 wurde erstmalig in einem deutschen Bundesland der Begriff Medienkompetenz und damit verbundene Zielstellungen im Thüringer Rundfunkgesetz als Vorläufer des heutigen Landesmediengesetzes verankert. Im Jahr 2001 hat Thüringen Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation “ für die allgemein bildenden Schulen von der 1. Klasse bis zum Verlassen der berufsbildenden Schule zum verpflichtenden Bestandteil des Unterrichts gemacht. Das Thüringer Konzept war bis dato deutschlandweit einzigartig. Die behandelte Breite über alle Medienarten und -aspekte wurde später von vielen Ländern übernommen.

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