55 Jahre Élysée-Vertrag - Deutschland, Frankreich und die Zukunft Europas

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Informations- und Diskussionsveranstaltungen vom 22. - 25. Januar 2018

Am 22. Januar 1963 wurde der Deutsch-Französische-Vertrag unterzeichnet, dem mit Blick auf die deutsch-französischen Beziehungen und den Europäischen Integrationsprozess eine besondere Bedeutung zukommt.  Der französische Präsident schlägt nun einen neuen bilateralen Vertrag und eine Neubegründung der Europäischen Union vor. Wir soll Deutschland auf diese Vorschläge reagieren? Um diese Fragen zu erörtern, führt das EIZ in der Woche vom 22. – 25. Januar 2018 verschiedene Veranstaltungen durch. Nähere Informationen können Sie den beigefügten Einladungen entnehmen.

Zur Teilnahme an den folgenden Veranstaltungen sind Sie herzlich eingeladen:

22.01.2018, 17:00 Uhr, Erfurt:
Veranstaltung mit Ministerpräsident Bodo Ramelow, Prof. Dr. Henri Ménudier, Universität Sorbonne Nouvelle, Paris und Ingo Espenschied, Produzent DOKULIVE - Moderation: Blanka Weber
Erfurt, Thüringer Staatskanzlei, Barocksaal, Regierungsstr. 73
Anmeldung erforderlich: eiz{at}tsk.thueringen{punkt}de
 Einladung

23.01.2018, 18:00 Uhr, Jena:
Veranstaltung mit Prof. Dr. Henri Ménudier, Université Sorbonne Nouvelle, Paris - Einführung: Prof. Dr. Olaf Leiße, FSU Jena, Grußwort: Staatssekretärin Dr. Babette Winter
In Kooperation mit dem Institut für Politikwissenschaft der FSU Jena und dem Collegium Europaeum Jenense
Jena, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Senatssaal, Fürstengraben 1
Einladung

24.01.2018, 15:00 Uhr, Erfurt:
Lehrerfortbildung mit Prof. Dr. Henri Ménudier, Université Sorbonne  Nouvelle, Paris und Ingo Espenschied, Produzent DOKULIVE - Einführung: Staatssekretärin Dr. Babette Winter
In Kooperation mit dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien
Erfurt, Europäisches Informationszentrum, Regierungsstr. 72
Anmeldung erforderlich - ThILLM Veranstaltungsnummer: 195400901
Einladung

25.01.2018, 17:00 Uhr, Gotha: 
Veranstaltung mit Prof. Dr. Henri Ménudier, Université Sorbonne Nouvelle, Paris – Grußwort: Oberbürgermeister Knut Kreuch
In Kooperation mit dem Förderverein Gothaer Tivoli e.V.
Gotha, Am Tivoli 3, Tivoli, historischer Saal
Einladung

Der Élysée-Vertrag vom 22. Januar 1963 über die deutsch-französische Zusammenarbeit ist bis heute etwas Besonderes in den internationalen Beziehungen. Er hat die beiden Nachbarn in Europa nach langer „Erbfeindschaft“ und verlustreichen Kriegen zusammengeführt. Am 5. Juli 1963 folgte das Gründungsabkommen für das Deutsch-Französische Jugendwerk. In der Folgezeit entstanden zahlreiche Städtepartnerschaften sowie Partnerschaften zwischen Schulen und Vereinen.

Thüringen zählt allein 82 Städtepartnerschaften, 63 Schulpartnerschaften und 110 Kooperationen zwischen Thüringer Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen mit französischen Partnereinrichtungen. Es bestehen enge wirtschaftliche Verflechtungen. Vor allem kulturelle Projekte prägen die lebendige Partnerschaft mit der französischen Region Picardie, die im Jahr 2016 nach dem Zusammenschluss mit der Region Nord-Pas-de-Calais in die neue Region Hauts-de-France aufgegangen ist. Deren Hauptstadt Lille und die Thüringer Landeshauptstadt Erfurt können im Jahr 2018 bereits auf 30 Jahre Städtepartnerschaft zurückschauen.

Gute deutsch-französische Beziehungen sind ein Wert an sich. Sie sind zugleich Auftrag für Gegenwart und Zukunft in Europa. Sie waren entscheidend für den europäischen Integrationsprozess nach dem 2. Weltkrieg und sind entscheidend für seinen zukünftigen Weg in einer zunehmend globalisierten Welt. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat am 26. September 2017 eine Neubegründung der Europäischen Union, eine neue Partnerschaft mit Deutschland und einen neuen Deutsch-Französischen Vertrag vorgeschlagen.

Prof. Dr. Henri Ménudier ist seit 1988 Professor an der Universität Paris III – Sorbonne Nouvelle und gilt international als ausgewiesener Kenner der politischen Entwicklung in Deutschland und Frankreich, der deutsch-französischen Beziehungen und der Europäischen Einigung. Davon zeugen seine Gastprofessuren, eine umfangreiche Vortragstätigkeit sowie zahlreiche Veröffentlichungen.

Ingo Espenschied ist Diplom-Politologe und anerkannter Experte für die deutsch-französischen und europäischen Beziehungen. Mit dem multimedialen DOKULIVE-Format hat er ein neues, innovatives Genre im Bereich politischer Bildung entwickelt, das europaweit begeistert.
     

                 

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