Es gibt verschiedene Siedlungsformen:

Lineare Siedlungsformen :
  • Reihendorf
  • Zeilendorf
  • Straßendorf
  • Hufendorf
  • Waldhufendorf
  • Liniendorf
Siedlungsformen mit Platz :
  • Platzdorf
  • Rundlinge
  • Angerdorf
Flächenhafte Siedlungsformen :
  • Haufendorf
  • Etterdorf
  • Gewanndorf
  • Streusiedlung

Lineare Siedlungsformen :

Reihendorf :

Dörfliche Reihensiedlung, die im Gegensatz zum Zeilendorf locker angelegt ist und kilometerlang sein kann. Die Gestalt der Gehöfte ist dabei weniger regelhaft, stets jedoch in klarem Bezug zur Flurparzellierung.

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Zeilendorf :

Ländliche Siedlungsform, bei der die Gehöfte linear angeordnet sind. Das Dorf besteht nur aus einer Zeile, die sich entlang eines Weges oder eines kleinen Gewässers erstreckt. Länglich halbiert können sie als Angerdorf oder Straßendorf angesehen werden.

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Straßendorf :

Doppelzeilige Dorfanlage, bei der Häuser oder Gehöfte in dichter Weise entlang einer Straße aufgereiht sind. Entstehung z.B. in den Gebieten der mittelalterlichen ( 12./13. Jh. ) Ostsiedlung.
Insgesamt gibt es sechs Typen von Straßendörfern :

  1. Regelmäßige, einstraßige Dörfer und Weiler;
  2. Unregelmäßige, einstraßige Dörfer und Weiler;
  3. Anger- und Straßenangerdörfer;
  4. Mehrstraßendörfer;
  5. Haufendörfer mit einem linearen Ortsteil;
  6. Aus mehreren Kernen zusammengewachsene Straßendörfer.

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Hufendorf :

Dorfform mit einer ursprünglich regelhaften Aufreihung der Gehöfte und der daran angeschlossenen Hufen.

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Waldhufendorf :

Vor allem im Mittelalter entstandene planmäßige Siedlungsform auf gerodetem Waldland. Das W. tritt in der Regel als doppelzeiliges Reihendorf mit hofanschließenden Breitstreifenparzellen in Einödlage auf.
Die Gehöfte liegen entlang einer Leitlinie ( Weg, Bach ).

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Liniendorf :

Geplante ländliche Siedlungsform, die eine außerordentliche Schematisierung aufweist. Keine Rücksichtnahme auf die Oberflächengestalt. Die Gehöfte stehen entlang einer Geraden in gleichen Abständen und weisen eine einheitliche Bauweise auf.

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Siedlungsformen mit Platz

Platzdorf :

Dorftyp, dessen Grundriß einen zentralen Platz aufweist. Dieser ist meist in Gemeindebesitz und wird von landwirtschaftlichen Anwesen umgeben. Platzdörfer weisen eine mehr oder minder erkennbare Regelhaftigkeit als Folge einer planmäßigen Anlage auf und sind typisch für das hohe Mittelalter der deutschen Ostkolonisation. Auch in Afrika.

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Rundlinge :

Gruppierung von hufeisenförmigen Hofstellen um einen Platz mit einem einzigen Zugang. Die Verbreitung läßt deutliche Beziehungen zu früheren Stadien der Ostkolonisation, ihren westlichen Randgebieten und zu slawischer Bevölkerung erkennen.

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Angerdorf :

Planmäßig angelegtes Platzdorf. Die Gehöfte umschließen einen gemeinschaftlich genutzten Platz (Anger), der als Gemeindeweide dienen kann oder auf dem öffentliche Gebäude stehen.
Siedlungstyp der Ostkolonisation im Mittelalter.

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Flächenhafte Siedlungsformen

Haufendorf :

Ländlicher Siedlungstyp, der insbesondere in den Altsiedellandschaften Mitteleuropas vertreten ist. Das Haufendorf hat einen ungeregelten Grundriss. Die historisch gewachsene Gewannflur ist durch Flurbereinigungsmaßnahmen heute größtenteils beseitigt.
Genetisch ist das Haufendorf als Endglied der Entwicklungsreihe Einzelhof - Weiler - Haufendorf zu deuten.

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Etterdorf :

Gekennzeichnet durch den Etter (Zaun, der in der Zeit vom Spätmittelalter bis ins 19. Jh. das Dorf von der Flur trennte). Verbreitung vor allem in Süddeutschland.

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Gewanndorf :

Ländlicher Siedlungstyp, der insbesondere in Altsiedellandschaften in Mitteleuropa vertreten ist. Unregelmäßiger Grundriß und von einer historisch gewachsenen, heute kaum mehr erhaltenen Gewannflur umgeben.

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Streusiedlung :

linearer Grundriss   rund/ovaler Grundriss
jünger ca. 12-15.Jhd   älter ca. 10/11.Jhd

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